Thomas Heimann - WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden

Thomas Heimann
Ausbildungskoordinator bei WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden
"Das praxisintegrierte Modell ist die Chance, unsere Leistungsträger von morgen selbst zu entwickeln!"
Was für Praxisplätze bieten Sie für das praxisintegrierte Studium am Campus Minden an?
WAGO ist 2009 in den ersten Jahrgang des praxisintegrierten Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Minden eingestiegen. Wir haben mit einer Studentin und einem Studenten einen Vertrag geschlossen, der über die gesamte Laufzeit des Studiums geht.
Erhalten die Studierenden eine Vergütung?
Wir bieten unseren Studierenden - so sind wir überzeugt - eine faire und angemessene Bezahlung.
Was war für Ihr Unternehmen die Motivation, sich am praxisintegrierten Modell zu beteiligen?
Das Thema Fachkräftemangel und demographischer Wandel ist in aller Munde - zu Recht.
Da kam für uns die Initiative der Landesregierung, weitere Fachhochschulen zu gründen bzw. vorhandene Fachhochschulen auszubauen, gerade richtig. Hier bietet sich eine konkrete Chance zu handeln, die WAGO entschieden nutzen wird.
Wir haben mit dem praxisintegrierten Modell die Chance, unsere Leistungsträger von morgen selbst zu entwickeln. Durch die enge Verzahnung zwischen Studium und Praxisphase - und die Flexibilität bei der Ausgestaltung der Praxisphasen - erreichen wir eine maximale Effektivität bei der Wissensvermittlung.
Wie erfolgt die Auswahl der Studierenden?
Bei der Auswahl der Studierenden zählt für uns die richtige Mischung aus fachlichen Voraussetzungen - wie z.B. gute Leistungen in Mathematik und Physik oder eine abgeschlossene Berufsausbildung im Bereich Elektroniker/Mechatroniker - und Soft Skills. Hier liegt unser Fokus darauf, dass die Bewerber ganz klar ihre Motivation signalisieren und über kommunikative Kompetenz verfügen.
Wie sind die Praxisphasen aufgebaut?
Grundsätzlich wird jeder Studierende in Hardware und Software ausgebildet. Die Studierenden werden in die Entwicklungsabteilung eingebettet: Anfangs als Lerngruppe - später als Projektmitarbeiter.
Welche konkreten Aufgaben absolvieren die Studierenden?
Die ersten Praxisphasen werden individuell gestaltet, um die Studienanfänger zuerst einmal auf einen ähnlichen Wissensstand zu bringen. In der mittleren Phase kümmern sie sich um interne Projekte, welche die Produktentwicklung begleiten und unterstützen. In den späteren Phasen werden die Studierenden in kleinere Projekte integriert, wo sie bereits konkrete und produktrelevante Aufgaben übernehmen.
Was würden Sie aus Unternehmenssicht am praxisintegrierten Konzept verbessern?
Gute neue Ideen sind keine Selbstläufer - es muss konsequent und mit viel Überzeugungskraft aktiv geworben werden, damit das praxisintegrierte Konzept eine langfristige Perspektive hat - denn es gilt ja nicht nur, qualifizierte Studierende zu finden, sondern auch Unternehmen als Kooperationspartner. Die Öffentlichkeitsarbeit muss noch weiter intensiviert und professionalisiert werden. Da sehen wir uns auch als Kooperationsbetrieb in der Pflicht und unterstützen die Werbung für das Studienmodell zum Beispiel durch gemeinsame Anzeigen mit anderen Unternehmen.
Wie sehen die Übernahmechancen für die Studierenden aus?
Die Investition in die Ausbildung einer Nachwuchskraft soll sich natürlich für unser Unternehmen rentieren - bei guter Leistung streben wir eine Festanstellung an.
Warum praxisintegriertes Studium?
Das praxisintegrierte Studium aus der Sicht der Unternehmen
Wie finden Unternehmen, Studierende und Hochschule zusammen?
Was ist noch wichtig für die Unternehmen?
Kontakt und weitere Informationen
Flyer: Praxisintegriertes Studium
Stimmen zum praxisintegrierten Studium
