Friedhelm Weber von der BG BAU ausgezeichnet
Minden, 21.12.2011. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) überreichte Friedhelm Weber, Mitarbeiter der Fachhochschule (FH) Bielefeld Campus Minden, die Auszeichnung „Sicherheit am Bau“. Anlass für die Auszeichnung war Friedhelm Webers wissenschaftliche Mitarbeit an der FH, wo er sich seit 1982 kompetent und engagiert für die Vermittlung von Wissen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz für die Studierenden der Fachhochschule eingesetzt hat.
An der Fachhochschule, die Studiengänge für Architektur, Bauingenieurwesen, Projektmanagement Bau sowie Infrastruktur und Logistik anbietet, sind zur Zeit ca. 700 Studierende eingeschrieben.
Die Studiengänge werden als Bachelor- und Masterstudiengänge angeboten.
Friedhelm Weber hat sich über die Einbindung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Forschung und Lehre an der Fachhochschule in den vergangenen 30 Jahren immer dafür eingesetzt, die Studierenden auch an Seminaren der BG BAU teilnehmen zu lassen. Hierdurch konnten zwischen 80 und 120 Studierende jährlich Ansprechpartner der BG BAU vor Ort in der Schulungsstätte Bad Münder kennen lernen. Dadurch wurden die Kenntnisse der Studierenden in Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz für ihre spätere Praxis als Planer, Bauleiter und Projektsteuerer ergänzt.
In der Praxis zeigt sich, dass Aufsichtspersonen der BG BAU von Absolventen der FH häufiger um Rat gefragt werden, wie sie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in die Planung und Ausschreibung einbeziehen oder wie sie sicherheitstechnische Maßnahmen auf der Baustelle umsetzen können. Für die Ausführenden vor Ort erhöht sich durch das kontinuierliche Engagement von Friedhelm Weber die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz auf den Baustellen.
Es führt immer zu persönlichem Leid und familiären Belastungen, wenn Beschäftigte durch Arbeitsunfälle schwer oder gar tödlich verletzt werden. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht bedeuten verhütete Unfälle weniger Kosten und krankheitsbedingte Fehlzeiten. Die Erfahrung zeigt, dass die Prävention von Unfällen besonders wirkungsvoll ist, wenn sich Unternehmer und Versicherte persönlich für den Arbeitsschutz engagieren. Dieses unterstützt die Arbeit der BG BAU und ist ein wichtiger Beitrag zur Humanisierung der Arbeitswelt.

Die BG BAU betreut über 500.000 Mitgliedsunternehmen mit mehr als 2,6 Millionen Versicherten. Die wichtigste Aufgabe der BG BAU ist es, dafür zu sorgen, dass Unfälle bei der Arbeit, Berufskrankheiten und Gesundheitsgefahren, die mit der Arbeit zusammen hängen, erst gar nicht entstehen. Tritt ein solches Ereignis dennoch ein, kommt die BG BAU im Leistungsfall für Heilbehandlung, medizinische und berufliche Rehabilitation auf und zahlt – nach Ablauf der Lohfortzahlung des Unternehmers – Verletztengeld.
Wer nach einem Unfall dauerhaft mindestens um 20 Prozent erwerbsgemindert ist, hat Anspruch auf eine Rente. Hat ein anerkannter Unfall oder eine anerkannte Berufskrankheit zum Tode geführt, erhalten die Hinterbliebenen eine Rente von der BG BAU.
Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Präventionsaktivitäten ist deren Akzeptanz. Es kommt entscheidend darauf an, Unternehmer, Aufsichtsführende und Versicherte für den Arbeitsschutz zu gewinnen, damit die organisatorischen und persönlichen Maßnahmen schon bei der Planung und der Arbeitsvorbereitung und natürlich bei der Arbeit auf den Baustellen berücksichtigt werden. Deshalb dankt die BG BAU besonders engagierten Personen für ihr Wirken mit Medaillen und Buchgeschenken. Dieses soll zugleich andere Unternehmer und Beschäftigte motivieren, in Sachen Arbeitsschutz aktiver zu sein.