Der Mindener Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen präsentiert Projekte auf der Wissensmeile der Geniale 2011 in Bielefeld

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Der FB 2 ist auf der Wissensmeile auf dem Altstädter Kirchplatz in Bielefeld am 27./28.8. mit zwei Projekten, am 3.9. mit neun Projekten vertreten. Zwischen 11:00 und18:00 Uhr geben wir Ihnen Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeitsfelder in der Architektur und dem Bauingenieurwesen. Erleben Sie Wissenschaft live und interaktiv bei verschiedenen Vorführungen und Mitmachaktionen. Interessierte mit Entdeckungsgeist und Neugier sind eingeladen, in die spannende Welt von Forschung und Lehre einzutauchen.

Geniale-Homepage http://www.geniale-bielefeld.de/

Hier erfahren Sie mehr über die spannenden Projekte und Mitmachaktionen auf dem Altstädter Kirchplatz in Bielefeld:



Aus der Tiefe des Raums- Impressionen in 3D

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Seit Erfindung der Fotografie bemüht man sich um die räumliche Betrachtung von Bildern. Um 1850 wurde der erste 3D-Guckkasten eingeführt. Die Prinzipien der Bildaufnahme und -wiedergabe haben sich bis heute kaum geändert. Durch aktuelle Entwicklungen des 3D-Fernsehens, neue Filmprodukte und die Entwicklungen der Computerspielindustrie ist 3D derzeit in allen Medien wieder ein Thema. Der Consumermarkt bietet 3D-Kameras und Videorecorder an, das 3D-Video hält Einzug in die Wohnzimmer. Im wissenschaftlichen Bereich werden 3D-Medien vorwiegend in der virtuellen Realität zur Erzielung eine umfassenden Raumeindrucks und der Messtechnik eingesetzt. Wo keine immersiven Umgebungen bereit stehen, spricht man schon mal von „poor man’s virtual reality“. Gemeint sind Filterbrillen für Printmedien oder Shutterbrillen zur Bildschirmbetrachtung und adäquate Verfahren der Stereoskopie. Präsentiert werden historische und heutige Verfahren. Zum Mitmachen wird die Erstellung von 3D-Bildern und Videos angeboten.

Projektleitung:   Prof. Dr.-Ing. Günter Pomaska


Architektur Labor
 – Experiment und Stadtgestaltung

Foto_Mons_ArchitekturlaborArchitektur und Städtebau sind wahrnehmbare - aber nur selten aktiv wahrgenommene - Abbilder der Baukultur und formen die individuelle und soziale Befindlichkeit des Menschen. Die Gestaltung der Stadt und ihrer Gebäude stellt einen bestimmenden Faktor für die Lebensqualität dar, zu dessen Erhalt oder Verbesserung jeder beitragen kann. Die zukünftige gestalterische Entwicklung unserer Lebensräume wird unter anderem dadurch geprägt werden, ob und wie alle die dafür notwendige Sensibilisierung entwickeln, um so eine ästhetische und bauliche Qualität der Städte und ihrer Gebäude zu gestalten. Wichtig ist dabei, dass die Bewusstseinbildung nicht nur über eine reine theoretische Wissensvermittlung erfolgt sondern vielmehr alle Sinne angesprochen werden. Die Wirkung von Objekt, Licht, Material, Farbe und Raum lässt sich eindrucksvoller durch Wahrnehmung, Motorik, Begreifen oder eigenes handwerkliches Bauen vermitteln.

Im „Architektur_Labor“ auf dem Science Campus werden von Lehrenden und Studierenden des Studiengangs Architektur der FH Bielefeld Gestaltungsaspekte von Gebäuden erläutert und können durch eigene Experimente spielerisch ausprobiert werden.
- Architekturspiel: Zuordnung von Gebäuden

Auch für die Architekturausbildung ist neben den technischen und ökonomischen Aspekten des Planens und Bauens die Akzeptanz durch die späteren Nutzer eines Gebäudes oder eines Stadtraums von entscheidender Bedeutung.
Wie nehmen wir den städtischen/öffentlichen Raum überhaupt wahr?
Werden eher Einzelaspekte zur Gestaltung der Stadt wahrgenommen oder wird die Stadt als funktional gestalterisches Gesamtgefüge begriffen?
Werden generationsabhängig andere Gestaltungsaspekte zu Gebäuden wahrgenommen oder gewichtet?
Zur Schulung von Raumwahrnehmung und Stadtgestaltung
werden "Stadtbausteine" für eine eigene Stadtvision zusammengestellt.

Projektleitung:   Prof. Dipl.-Ing. Architektin Bettina Mons


Deiche:  Sand am Meer – mehr als Sand?
Probiert es in unseren Modellversuchen aus!

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Deiche sind Schutzbauwerke gegen Hochwässer und schützen wertvolle Ressourcen. Über Hunderte von Kilometern schützen Deiche unsere Küsten und das Hinterland der Flüsse. Diese Deiche sind oft Jahrzehnte alt. Bei sehr starken Hochwasserereignissen haben in der Vergangenheit immer wieder alte Deichkonstruktionen versagt. An zwei aus feuchtem Sand aufgebauten Deichen (Sandkastenmodell, Länge 25 cm, Höhe 20 cm) soll die Standfestigkeit der unterschiedlichen Konstruktionen gegen das „Hochwasser“ anschaulich gezeigt werden. Bei der Durchströmung versagt der Deich durch Wegspülen der Sandkörner (Erosion).  Bei der zweiten Konstruktion wird die Erosion durch den Einbau eines Kiesdräns mit Filter verhindert.

Geokunststoffe:  An einem aus feuchtem Sand aufgebauten kleinen Turm (Sandkastenmodell, Durchmesser 12 cm, Höhe 20 cm) kann die Wirkung von Bewehrungseinlagen aus Geogitter sehr anschaulich gezeigt werden.

Projektleitung:   Prof. Dr.-Ing. Hans-Georg Gülzow


 Leonardos Geniestreich mit der Brücke
Statik als Wissenschaft für jede und jeden

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Leonardo da Vinci, der große italienische Baumeister, Forscher und Künstler des 15. Jahrhunderts hat im Experiment herausgefunden, wie allein aus 14 Baumstämmen eine Bogenbrücke über einen Fluss gebaut werden kann. Die Flussbreite und Brückenlänge kann dabei etwa zweieinhalb mal so groß sein wie ein Baumstamm lang ist. Ganz ohne Verbindungsmittel wie Nägeln, Schrauben, Laschen oder Verzahnungen ist diese Brücke stabil.

Für zwei LEONARDO-Brücken liegen 13 ganze und 2 halb lange Bretter / Balken bereit. Nach Modellvorlage kann man sich allein oder besser in kleinen Gruppen am Bau einer LEONARDO-Brücke versuchen. Dies kann ohne oder mit Zeitmessung oder im Wettbewerb zweier Mannschaften erfolgen. Bei Erfolg wird eine Urkunde verliehen.

Richtige Nutzung von Tragquerschnitten
– Experimente mit Versuchsbalken unterschiedlicher Materialien

Eine möglichst wirkungsvolle und wirtschaftliche Nutzung von Material ist nicht nur beim Hausbau, sondern auch in vielen Bereichen des täglichen Lebens wichtig, zum Beispiel bei Möbeln, Geräten, Fahrzeugkonstruktionen usw. Ein Balken, Brett oder Blech trägt flach gelegt eine Belastung weniger gut im Vergleich zu einer Anordnung hochkant.
An zwei Versuchsständen wird mit Ziegelsteinen und Zollstock unter Anleitung mit „Versuchsbalken“ experimentiert und dokumentiert. Es wird die Durchbiegung von verschiedenen Balkenanordnungen unter Belastung gemessen und verglichen, um wirkungsvolle, „richtige“ Anordnungen und Verwendung von Bauteilen zu ermitteln.

Jeweils zur vollen Stunde wird außerdem in einem Tragversuch festgestellt, wie viel Last die Versuchsbalken tragen können, wie weit sie sich dann verformen und unter wie vielen Ziegelsteinen die Versuchsbalken brechen.

Projektleitung:   Prof. Dipl.-Ing. Volker Schiermeyer


Seifenblasen zur Generierung freier Formen

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Seifenblasen zur Generierung freier Formen:
Die Formfindung leichter Flächentragwerke mittels Seifenhautmodellen wird vorgeführt und selbst erlebbar. Dies ist eine Methode zur Bestimmung von Flächen großen Hallen, Stadien und Arenen.

Projektleitung:   Prof. Dr.-Ing. Joachim Bahndorf


Vermessung von Fassaden und Türmen

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Turmhöhenbestimmung: Wie geht das? Macht Euch schlau!
Wie hoch ist eigentlich ein Gebäude oder ein Kirchturm? Eine Möglichkeit ist es die Höhe zu schätzen oder mittels Herablassens einer Schnur oder eines Maßbandes zu messen.
Die Turmhöhenbestimmung ist eine vermessungstechnische Methode die relativ genau die Bestimmung  der Höhe eines Turmes erlaubt. Interessierte werden mit Hilfe von Messgeräten und der Mathematik angeleitet, weitgehend selbständig die Höhe eines Kirchturms oder eines Gebäudes sehr exakt zu bestimmen.

Projektleitung:   Prof. Dr.-Ing. Joachim Bahndorf


Woher kommt sauberes Wasser in Entwicklungsländern?
Techniken zur Wasser- und Abwasserbehandlung

1.Die pH-Wert-Überwachung und evtl. Einstellung auf definierte Werte ist eine vielfach in der Wasseraufbereitungs- und –Abwasserbehandlungstechnik eingesetzte Methode. Dies kann am Beispiel der Säure oder/und Laugenzugabe zu einer wässrigen Lösung mit dem Farbindikator Rotkohlsaft optisch im Versuch gezeigt werden. Der Versuch lässt sich z.B. mit aufgelöstem Soda- oder Backpulver und Essigsäure- oder Citronensäure-Lösung im üblich ausgestatteten Haushalt nachmachen. (Im Versuch chargenweise, zu bestimmten Zeiten oder bei Bedarf).

2. Wasserbehandlung in bewachsenen Bodenfiltern ist ein modernes und effektives biologisch/physikalisches Verfahren zur Reinhaltung unserer Gewässer. Dazu wurde und wird am Fachbereich ein umfangreiches Forschungsvorhaben durchgeführt. Hier soll neben einem Poster ein Modell die Verfahrensweise verdeutlichen (Aquariumgröße).

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3.Eine  Poster-Präsentation soll sich mit dem Thema Water and Watermanagement in Entwicklungsländern befassen. Beschrieben werden Praxisprojekte in Afrika, die - so oder so ähnlich -, weltweit zur Recourcen-Nutzung und Recourcen-Schonung eingesetzt werden können.

Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Namuth
Prof. Dr.-Ing. Johannes Weinig


Projekte in Zusammenarbeit mit dem THW Bielefeld:

Auf Flaschen bauen

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Wie kann aus alten Flaschen ein cleveres Baumaterial werden? Sie können z.B. mit lokal vorhandenen Stoffen wie Sand, Tierhaaren oder Federn gefüllt werden, denn so lassen sich mit Ihnen solide Wände errichten. Die weltweit für Getränke genutzten Plastikflaschen erzeugen gigantische Müllberge und verbrauchen Energie, wenn sie recycelt werden. Die Idee für dieses Recycling der Flaschen kommt aus Berlin und Zürich von den Instant-Architekten und heißt „United Bottle“. Probier selbst aus, wie man auf Flaschen bauen kann!

Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Joachim Bahndorf, FH Bielefeld
Dirk Vordemvenne, THW Bielefeld


Werde zum Kran-Baumeister
Leonardo 500 – damals und heute

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Mit welchem Werkzeug können Häuser, Brücken oder Schiffe gebaut werden? Mit einem Kran aus Holz, der schon 500 Jahre alt ist? So einen Kran wird das THW nach Entwürfen des großen Erfinders Leonardo da Vinci nachbauen! Oder doch lieber mit einem Kran von heute? Testet es selbst: Beide Kräne dürfen von Euch ausprobiert werden.

Projektleitung:

Prof. Dr.-Ing. Joachim Bahndorf, FH Bielefeld
Dirk Vordemvenne, THW Bielefeld