Löschwasser ist brandaktuell

17.05.2006

Mehr als einhundert Fachleute diskutierten auf der ersten Fachtagung 2006 der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) Bezirksgruppe Ostwestfalen-Lippe in den Räumen der Fachhochschule in Minden.

DVGW 2Der Vorsitzende Dipl.-Ing. Ruud Koops eröffnete die Veranstaltung und führte in das Thema ein. Löschwasser wurde unter den rechtlichen Rahmenbedingungen, den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kommunen und Wasserversorgern und unter den hygienisch-technischen Gesichtspunkten behandelt. Koops freute sich über die große Teilnehmerzahl: "Das zeigt das große Engagement der Mitglieder der DVGW-Bezirksgruppe und das Thema ist brandaktuell."

DVGW 1Ass. iur. Andreas Seifert, Hauptreferent Rechtsabteilung des Verband kommunaler Unternehmen e.V. in Köln referierte über die rechtlichen Aspekte der Löschwasservorhaltung. Er wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Wasserversorgern bzw. Kommune verbessert werden sollte. So können Schäden enger begrenzt werden, z.B. im Brandfall, bei Rohrbrüchen oder bei Reparaturmaßnahmen.

DVGW 3Über die technischen Anforderungen an die Löschwasserversorgung auf Grundstücken und in Gebäuden referierte Dipl.-Ing. Jürgen Klement, Beratender Ingenieur Gas- und Wasserverwendung Gummersbach. Eine Verkeimung von Rohrnetzen kann entstehen, wenn das Wasser lange in der Leitung steht, wie bei der Löschwasserleitung gewünscht. Einerseits soll das Wasser im Netz fließen, um die Verkeimung zu verhindern. Also kleine Rohrdurchmesser. Für die Löschwasserbereitstellung muss aber eine große Menge in kurzer Zeit verfügbar sein. Also große Rohrdurchmesser. Klement erläuterte technische Maßnahmen, um die gegenläufigen Ziele in ein Netz zu packen.

Die Räumlichkeiten der Fachhochschule in Minden stellte Prof. Dr.-Ing. Johannes Weinig vor. Er erläuterte die neuen Studiengänge mit Abschluss Bachelor und Master und führte die Teilnehmer durch das gut ausgestattete Wasserlabor.