IBT Industrielle BewegungsTechnologie

Immer in Bewegung – branchenübergreifend
Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Industrie und Wirtschaft hängt entscheidend davon ab, wie schnell aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung (FuE) in neue Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Gerade kleine und mittelständische Betriebe, wie sie die Struktur in Ostwestfalen-Lippe prägen, kooperieren in punkto Innovation und Transfer vorzugsweise mit Hochschulpartnern. Erhöhte Nachfrage schafft Angebote: Eine Vielzahl von Entwicklungen, Bestrebungen und Anfragen von Unternehmensseite haben 1996 zur Einrichtung des Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes Industrielle BewegungsTechnologie (IBT) geführt. Unter Beteiligung des Fachgebietes Fördertechnik-Materialfluss-Logistik des Fachbereichs Maschinenbau an der Fachhochschule Bielefeld, hat sich der FuE-Schwerpunkt in gut zehn Jahren als Dienstleistungsbereich für Problemlösungen etabliert.
Der Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt Industrielle BewegungsTechnologie ist ein industrieorientierter Hochschulbereich. Als partnerschaftliche Dienstleistungsinstitution der Wirtschaft ist er über das Fachgebiet Fördertechnik-Materialfluss-Logistik von Anfang an nach der DIN EN ISO 9001 und seit 2003 nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert. Die intensiven Beziehungen zur Wirtschaft und die zahlreichen Aktivitäten und Auftragsarbeiten in Kooperation mit vielen Branchen geben dem Bereich den Charakter eines »virtuellen Unternehmens innerhalb der Hochschule«.
Wie im Fachgebiet FML werden alle Projekte nach zertifiziertem Qualitätsmanagement-System (QM) und damit nach internationalen Qualitätsstandards der aktuellen DIN EN ISO-Norm bearbeitet. Die vom TÜV-Cert jährlich durchgeführte QM-Zertifizierung schafft bei den Projektpartnern eine zusätzliche Vertrauensbasis.

Moderne High-Speed-Kamera
Ein Arbeitsfeld des FuE-Schwerpunktes IBT ist die Analyse von Materialflussabläufen und die Systemoptimierung. Von der Ist-Aufnahme vor Ort über die Variantenbildung mit Bewertung und Vergleichsdarstellungen bis hin zu Realisierungsvorschlägen reicht die Palette der Möglichkeiten. So werden schon seit Jahren mit Hilfe moderner High-Speed-Kameratechnik auch schnellste Bewegungs-abläufe in der Produktion analysiert. Mit 16.000 Bildern pro Sekunde ist das aktuelle System bei Auftraggebern und Kooperationspartnern vor Ort Störungen auf der Spur.
Die eingesetzte Hochgeschwindigkeitskamera vermag Fehler in Anlagen oder maschinellen Prozessen zu entdecken, die weder mit dem menschlichen Auge noch mit herkömmlicher Videotechnik erfasst werden können. Dank ihres Einsatzes konnten bereits in zahlreichen Unternehmen Fehlerquellen entdeckt und – oftmals kurz vor Anlauf der Serienfertigung – beseitigt werden. Besonders effizient wurde das Kamerasystem eingesetzt, um bereits im Prototypenstadium einer Maschine oder Anlage potentielle Störquellen aufzudecken. Zudem können mit neuester Endoskopieausstattung und Spezialobjektiven auch High-Speed-Bewegungen von kleinsten Maschinen-Bauteilen oder innerhalb geschlossener Bearbeitungsräume erfasst werden. Interessant ist hierbei, dass die Analysedaten direkt auf modernen Datenträgern wie DVD gespeichert werden können.

Einmalige Dienstleistungen

Mit diesen Analysemöglichkeiten sind das Fachgebiet Fördertechnik-Materialfluss-Logistik und der FuE-Schwerpunkt IBT einmaliger Dienstleistungsanbieter im Transferbereich zwischen Hochschule und Wirtschaft in Ostwestfalen-Lippe. Dazu sind auch im Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt Industrielle BewegungsTechnologie bisher eine Vielzahl von erfolgreichen Drittmittelprojekten und Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen durchgeführt worden. Grundlage für die zielorientierte Bearbeitung sind sowohl die vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Daten als auch eine enge Zusammenarbeit in der Bearbeitungsphase.
Ein weiteres IBT-Arbeitsfeld ist die Auslegung und Konstruktion von Bauteilen, Baugruppen und kompletten Anlagen. In diesem Zusammenhang entstehen Konzepte für Neuentwicklungen, die anschließend in die Praxis umgesetzt werden können. Die methodische Suche nach Lösungsansätzen beinhaltet auch die erforderlichen Patent- und Literaturrecherchen. Gemeinsam mit den Unternehmen werden hier neuartige Lösungen erarbeitet. Dabei werden effiziente Informationstechnologien und rechnergestützte Systeme wie beispielsweise Computer Aided Design (CAD) oder Finite Elemente Methode (FEM) eingesetzt, um die Entwicklungszeiten wesentlich zu verkürzen und den Auftraggebern Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
Ein drittes Arbeitsfeld des FuE-Schwerpunktes sind Untersuchungen im Prüflabor sowie der Prototypentest. Testreihen können mit individuellen Versuchsaufbauten und modernem Equipment im Labor ablaufen. Mit der teilweise mobilen technischen Ausstattung können auch zahlreiche Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden. Der Schwerpunkt im experimentellen Bereich liegt in der Beurteilung von Einflussparametern, deren theoretische Betrachtung mit besonderen Unsicherheiten verbunden ist und die somit einen Optimierungsprozess behindern. Hierzu zählen hochdynamische Beschleunigungsprozesse sowie auch Gleit- und Rollbewegungen. Aufbauend auf den validierten Testergebnissen eines Experiments unterstützen Modellbetrachtungen und Simulationen die Erstellung allgemeingültiger Auslegungsansätze.

Unabhängiger Anbieter

Zahlreiche Unternehmen haben in den letzten Jahren die unabhängigen und neutralen Dienstleistungen des Forschungs- und Entwicklungsschwerpunktes IBT am Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Bielefeld in Anspruch genommen und dadurch Neuentwicklungen oder Verbesserungen realisieren können. Einige Auftraggeber konnten dadurch die europaweite Verbreitung ihrer Produkte erreichen und ihre Stellung am internationalen Markt etablieren und weiter festigen.

IBT-highspeedkamera
Auf dem neuesten Stand der Technik: Diese High-Speed-Kamera arbeitet mit 16.000 Bildern pro Sekunde

 

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