Bundesweites Netzwerk – europaweit Aufträge
Die Schnittstelle Mensch / Technik und der Nutzen der Prüfungs- und Forschungsergebnisse für Anwender, Verbraucher und die Wirtschaft in ganz Europa standen beim Besuch von Elmar Brok im Fachhochschulstandort Am Stadtholz im Vordergrund. Der Europaabgeordnete informierte sich am Kompetenzzentrum für Bewegungsvorgänge (KfB) über Forschungsprojekte, Messeaktivitäten, Dienstleistungen und die Laborausstattung.
"Wir gehören bundesweit zu den erfolgreichsten Antragsstellern bei der Forschungsförderung für Fachhochschulen", so Professor Dr.-Ing. Ralf Hörstmeier, Leiter des Kompetenzzentrum am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld. "Wir fühlen uns in der Gesundheitsregion Ostwestfalen-Lippe zuhause und arbeiten mit dem Bewusstsein, dass unsere Themen über die Grenzen hinweg führen", betonte der Gastgeber gegenüber dem ostwestfälisch-lippischen CDU-Europaabgeordneten Elmar Brok, der außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.
"Test am Teuto" als Gütesiegel
Hörstmeier und sein Team präsentierten Brok das 2000 gegründete KfB als europaweit unabhängiges Prüfinstitut, mit Laboren für Räder und Rollen sowie Rollsysteme und einem breiten Leistungsspektrum. Dabei konnten sie auf "Prüfaufträge von Dänemark bis Italien" und Hersteller verweisen, die den Stempel "Test am Teuto" als Gütesiegel verwenden. Bei der Besichtigung ging es in erster Linie um die Prüfsysteme für manuelle Rollstühle, den einzigartigen, neun mal sechs Meter großen Prüfsimulator und seine Möglichkeiten, europaweite Standard-Prüfungen an Rollsystemen aller Art - vom Rollstuhl über das Krankenbett bis hin zum Einkaufswagen - durchzuführen.
Auch Alltagsleistungstests und Streckentests für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer, die den Energieaufwand beim Antrieb manueller Rollstühle in unterschiedlichen Umgebungen in Stadt und Natur messen, standen im Fokus. Darüber hinaus informierte sich Brok über das am KfB entwickelte Energiecluster zur Klassifizierung von Rollstuhlmodellen, das Herstellern, Fachhandel und Anwendern zugute kommt. "Die Ergebnisse unserer Arbeit können umfangreich genutzt und auf weitere Bereiche - beispielsweise Rollsysteme an Kinderwagen oder mobilen Büromöbeln - übertragen werden", erläuterte Hörstmeier. Der Europaabgeordnete mit Wohnsitz Bielefeld nahm die Informationen aus der Fachhochschule unter dem Aspekt einer künftigen Vernetzung mit. "Die EU fördert gute und wichtige Projekte", so Elmar Brok abschließend, "und sie fördert die länderübergreifende Zusammenarbeit."

Professor Hörstmeier und Gesundheitswissenschaftlerin Almut Lenz zeigten dem Europaabgeordneten Elmar Brok (v.l.n.r.) das KfB mit seinen Laboren und Leistungsmöglichkeiten.
Foto: Susanne Freitag

Europaabgeordneter Elmar Brok und Professor Hörstmeier im Rollsimulator des KfB (v.l.n.r.) Im Hintergrund Joscha Heinze und Christian Rieke, beide Mitarbeiter des KfB (v.l.n.r.)
Foto: Susanne Freitag
