Mehrkörpersimulation
Mit einem Mehrkörpersimulationsprogramm kann die Kinematik und Dynamik mehrerer starrer Körper, die über Gelenke und Führungen verbunden sind, berechnet werden.
Einführung
Ein Modell zur Mehrkörpersimulation besteht aus mehreren starren Körpern. Die Trägheitseigenschaften werden geometriebezogen definiert. Zwischen den Körpern sind Gelenke und Führungen definiert. Zusätzlich zur Schwerkraft werden äußerer Lasten definiert. Das MKS Programm stellt aus dem geometrisch definierten Modell und den Zwangsbedingungen (Gelenke und Führungen) selbstständig das Gleichungssystem auf und berechnet die Kinematik oder Dynamik im Zeitbereich. Als Ergebnis stehen alle Bewegungsgrößen und innere und äußere Kräfte zur Verfügung. Die Bewegung kann animiert werden.
Mehrkörpersimulation und Finite Elemente
Das Bild zeigt die Bewegung eines durch einen Kurbeltrieb angetriebenen Schwingsiebes. Das Schwingsieb ist als flexibler Körper aufgebaut. Dazu wird das flexible Bauteil als FE-Modell aufgebaut. Die FE-Berechnungsergebnisse und das vernetzte Geometriemodell wird in das bestehende MKS Modell integriert. Anschließend kann die Berechnung im MKS Programm durchgeführt werde. Als Ergebniss stehen die kinematischen Größen der Einzelkörper und die Kräfte zur Verfügung. Die Bauteilbelastungen (Dehnungen und Spannungen) können nach Rücktransport der Berechnungsergebnisse in ein FE-Programm ausgegeben werden.

