Ideenmanagement im VW-Konzern
12.11.2010
Ein professionell geführtes Ideenmanagement zählt zu den profitabelsten Abteilungen eines Unternehmens und verspricht nach Meinung von Spezialisten einen Return-of-Investment (ROI) von 1:10. Deswegen bemühen sich so viele Unternehmen in Deutschland um die Idee ihrer Mitarbeiter. Der aktuelle dib-Report stellt fest, dass in dem vergangenen Jahr in den deutschen Unternehmen über 1,1 Mio. Verbesserungsvorschläge mit einem ausgewiesenem Nutzen von 1,548 Mrd. € eingebracht wurden (dib-Report 2009).

Zu den Vorreitern bei der Nutzung von Mitarbeiterideen gehört der Volkswagen Konzern. Im Geschäftsjahr 2009 wurden mehr als 326 Tsd. Vorschläge eingereicht, wodurch die Kosten im Konzern um 321 Mio. € reduziert wurden (Geschäftsbericht 2009). Bei VW weiß man, alle Ideen zu schätzen und die Mit-Arbeiter als Mit-Denker zu betrachten.
Auch die Ideen externer Akteuren - unter Begriff Open Innovation - können einem Unternehmen zugutekommen. Dafür kooperieren viele Konzerne mit Kunden, Lieferanten und der Wissenschaft.
Eine solche Kooperation hat sich zwischen der Abteilung für Ideenmanagement VW unter Leitung von Frau P. Falkenberg und dem Bereich Wirtschaft und Gesundheit entwickelt. Im aktuellen Praxisprojekt "Ideengenerierung im indirekten bzw. administrativen Bereich" geht es darum, die Möglichkeiten für die Ideenarbeit im nichtproduzierenden Bereich zu analysieren und Vorschläge für den Konzern zu entwickeln. Unsere Studierenden mit ihrem "frischen Blick" und den Kenntnissen von modernen Theorien und Ansätzen sind hier besonders gefragt. "Bei jedem Projekttreffen bekomme ich neue Anregungen, die mir weiter helfen", bestätigt Frau Falkenberg.