Schlammindex-Selektion für Verbesserung der Reinigungsleistung von (Durchlauf-) Belebungsanlagen
Belebtschlammverfahren, Schlammindex, Selektion
Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen
Artilleriestraße 9
32427 Minden
Projektleitung
Prof. Dr. Johannes Weinig, FB2
Tel.: 0571/ 83 85 195
johannes.weinig@fh-bielefeld.de
Vertretung
Dr. Niels Holm, Fa. LimnoTec
Holm@Limnotec.de
Projektbeteiligung
Fa. LimnoTec, Hille
Laufzeit
Juli 2010 bis März 2013
Projektförderung
FH Bielefeld
Fa. LimnoTec, Hille
Kurzbeschreibung
Während der Schlammindex für die Planung und Auslegung von Belebtschlammbiologien der wichtigste Bemessungsparameter darstellt ist er für die Betreiber von Belebungsanlagen die häufigste Ursache für Betriebsprobleme.
Seit den Anfängen der Belebtschlammtechnologie vor nunmehr ca. 100 Jahren haben sich Betreiber, Verfahrenstechniker und Mikrobiologen mit schlechten Schlammabsetzeigenschaften auseinander gesetzt; bis heute ohne genaue Kenntnis der Einflussfaktoren und ihrer Wechselwirkungen. Allein die Bakteriengattung (Microthrix) zu identifizieren reicht für eine vorausschauende Fahrweise der Anlage nicht aus.
Der gewählte Projektansatz beschreibt eine neue, einfache und nahezu kostenlose Möglichkeit, auf die Entwicklung des Schlammindexes direkt Einfluss zu nehmen. Dabei handelt es sich um einen selektionistischen Ansatz, der analog ist zu den Züchtungsansätzen in der Pflanzen- und Tierveredelung: Die gewünschten Eigenschaften werden positiv selektioniert und die ungewünschten verworfen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Einflussfaktoren gut zu identifizieren sind. Für einen robusten Betrieb werden die Wechselwirkungen weiter untersucht.
Schlammzusammensetzung der KA Bad Salzuflen während der Messkampagne (oTS – organische Trockensub-stanz, CSB – chemischer Sauerstoffbedarf, TN – Gesamtstickstoff, P – Phosphor, Ca – Kalzium, Mg – Magnesium)
Schlammaktivität, KA Bad Salzuflen



