„Im Dialog – Ästhetische Praxis in Bildungsprozessen sozialer Arbeit“
Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Gestaltung und Sozialwesen der FH Bielefeld wird mit Buch gekrönt.
Kunst und Soziale Arbeit - geht das zusammen? Dieser Frage sind Ingrid Ruther, hauptamtlich Lehrende für Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit, und Christoph Rust, Künstler und Professor für Ästhetik und Kommunikation, gemeinsam in einem Projektseminar an der Fachhochschule (FH) Bielefeld nachgegangen. Am 12. Oktober 2010 präsentierten sie im Fachbereich Sozialwesen ihr Buch "Im Dialog - Ästhetische Praxis in Bildungsprozessen sozialer Arbeit", in dem sie die ästhetischen Projekte, die sich aus der fachübergreifenden Zusammenarbeit entwickelt haben, vorstellten.
Die Beiträge in diesem Band dokumentieren Projektangebote und -prozesse überwiegend aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen. Sie stammen mehrheitlich von Studierenden des Fachbereiches Sozialwesen der FH Bielefeld.
Zwei Aufsätze der beiden Herausgeber stellen zu Beginn den Blickwinkel der beiden beteiligten Disziplinen vor. Die Einbeziehung ästhetischer Aspekte in die Soziale Arbeit stellt ein Anknüpfen an bereits vorhandene oder verloren gegangene Ressourcen dar, die im gegenwärtigen Bildungssystem und der Alltagswelt vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener ins Abseits geraten sind. Das vorliegende Buch bricht eine Lanze für das Zulassen und Fördern von handwerklichen und gestalterischen Prozessen.
Parallel dazu wird die Frage erörtert: Wie kann eine professionelle Begleitung von gestalterischen und künstlerischen Prozessen entwicklungs- und persönlichkeitsfördernd eingesetzt werden, um zu einem Gelingen des Alltags und einer Bewältigung der Herausforderungen der Zukunft beizutragen?
"Im Dialog - Ästhetische Praxis in Bildungsprozessen sozialer Arbeit" ist im Ketteler Verlag erschienen und zu einem Preis von 15 Euro zu erwerben über Professor Rust (christoph.rust@fh-bielefeld.de) oder über den Kettler Verlag in Bönen.