Das virtuelle Unternehmen - 111 Fälle zum IT-Recht

02.05.2000

Das virtuelle Unternehmen - 111 Fälle zum IT-Recht

CD-ROM erschienen

Die Internet-Anwendung zum Recht der Informationstechnologie (IT-Recht) ist nunmehr auch auf CD-ROM erhältlich. Die Präsentation erstellten Professorin Dr. Brunhilde Steckler unter Mitwirkung von Dipl.-Bibl. Monika Nickel und Ass.jur. Marcus Miksch aus dem Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Sie entstand im Rahmen des Forschungsprojekts Das virtuelle Unternehmen und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen gefördert.

Die Präsentation ist für die interaktive Benutzung aufgebaut und umfasst 111 Fälle aus der aktuellen Rechtsprechung zum Online-Recht. Die Nutzer erhalten 12 Wochen lang ein wechselndes Angebot zu insgesamt 13 Teilgebieten aus dem Recht der Informationstechnologie. In jeder Woche öffnet sich ein anderes Rechtsgebiet mit Fällen und Lösungen. Das gesamte "Kursprogramm" umfasst u.a. Fälle zum Telekommunikations- und Medienrecht, Werbe- und Wettbewerbsrecht, Internet Domain Recht, Urheberrecht, Vertragsrecht im elektronischen Handel, Datenschutzrecht, Strafrecht, Kollisionsrecht und zum Europäischen Recht.

Im Unterschied zur Online-Version kann bei der Anwendung zum IT-Recht auf der CD-ROM durch "Doppelklick" auch ein anderes als das aktuell empfohlene Rechtsgebiet geöffnet werden. Dadurch wird ein selbstgesteuertes Studium ermöglicht.

Neben den 111 Fällen zum IT-Recht wurde eine Prüfungssimulation entwickelt, die 60 ausgewählte Fragen enthält und in einem Zeitrahmen von 45 Minuten bearbeitet werden kann. Diese Anwendung ermöglicht eine Lernkontrolle für Studierende und ist auch für Berufstätige der Medien-, Kommunikations- und Informationsbranche von Interesse.

Ergänzungen zur Thematik Virtuelle Unternehmen:

Die modernen Formen der Kommunikations- und Informationstechnologie eröffnen globale Dienstleistungsangebote. Während zahlreiche Anbieter noch neue Wege in der Präsentation und Distribution ihrer Produkte und Dienstleistungen erproben, entsteht im Internet bereits eine weitere Dimension virtueller Unternehmen.

Das virtuelle Unternehmen ist dadurch gekennzeichnet, dass es erst durch die Erschließung wirtschaftlicher Betätigungsfelder im Internet entstanden ist. Es nutzt die Datenautobahnen als Transportwege für Informations-, Bildungs- und Unterhaltungsangebote verschiedenster Art. Unter dem Schlagwort "Edutainment" (frei übersetzt: weiterbildende Unterhaltung) hat sich ein innovativer Wirtschaftszweig entwickelt. Die zunehmende Freizeit in Industriegesellschaften und der steigende Bedarf an kontinuierlicher Fortbildung ("lifelong learning"/lebenslanges Lernen) haben einen Markt entstehen lassen, auf dem Unterhaltungs- und Weiterbildungsangebote gleichermaßen nachgefragt werden. Die virtuellen Unternehmen setzen die vielfältigen Möglichkeiten der multimedialen Interaktion zwischen Anbieter und Nutzer durch Entwicklung und Vermarktung geeigneter Software ein. Die neuen Formen der Kommunikation im Internet enthalten unter anderem multimediale, zeitechte und zeitlich verschobene Arten der Informations- und Wissensvermittlung, des Lehrens und des Lernens, des Arbeitens oder des Kommunizierens bis hin zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs über Internet-Banken (Tele-teaching, Tele- learning, Distance-learning, Internet-Telefon, e-mail, Tele-shopping, Tele-working, Home-banking, Internet-money beziehungsweise cash oder credit-card).

Kontakt:
FH Bielefeld
Fachbereich Wirtschaft
Professorin Dr. Brunhilde Steckler
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
fon (05 21) 106 - 50 70
fax (05 21) 106 - 50 86
e-mail brunhilde.steckler@fh-bielefeld.de
oder verbundstudium@wirtschaft.fh-bielefeld.de