FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Weiblichkeit und Sucht – Resilienz bei suchterkrankten Frauen und ihre Bewältigungsstrategien im Lebenslauf (WuS)

Suchtkranke Frauen, Resilienz, Bewältigungsstrategien, Selbstmanagementförderung, soziale Teilhabe

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Sozialwesen  
Interaktion 1
33619 Bielefeld

Projektbeteiligung
Klinik Brilon-Wald

Laufzeit
01.05.2021 – 31.03.2022

Projektförderung
FH Bielefeld, interner Forschungsfonds für frauen- und geschlechterbezogene Forschung

Kurzbeschreibung

Das Projekt zielt darauf ab, Einblicke in die Situation suchterkrankter Frauen unter Beachtung prägender biographischer Lebensereignisse zu erhalten. Dabei stehen subjektive Bewältigungsstrategien und Unterstützungsbedarfe hinsichtlich der Selbstmanagementförderung und der Förderung sozialer Teilhabe im Vordergrund. Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens sind u.a. Befunde einer zum 31.3.2021 beendeten eigenen Studie (FörGes2) die darauf schließen lassen, dass Sucht eine Erkrankung darstellt, die sowohl die gesamte Familie als auch den Lebensverlauf beeinflusst. Zum Einsatz kommen ca. 6 narrativ-biographische Interviews mit von einer Suchterkrankung betroffenen Frauen, die sich in möglichst unterschiedlichen Lebensphasen befinden. Die Datenanalyse orientiert sich an ausgewählten Verfahren der Objektiven Hermeneutik nach Oevermann. Im Ergebnis ist davon auszugehen, dass sich typische Strategien zum Umgang mit der Krankheit sowie deren Bewältigung, im Hinblick auf Belastungen und Ressourcen sowie bezogen auf individuelle Vorstellungen und Erfahrungen hinsichtlich unterschiedlicher Unterstützungsangebote im Lebensverlauf identifizieren lassen. Es gilt, die Besonderheiten der Krankheitsbewältigung bei einer Suchterkrankung aus einer geschlechtsspezifischen Perspektive zu betrachten. Im Vordergrund steht das Erleben von einer Suchterkrankung betroffener Frauen unter Beachtung typischer biographischer Übergangssituationen (z.B. in der Pubertät, im Zusammenhang mit geburtshilflichen Phasen) sowie ggf. das Erleben gesellschaftlicher Stigmatisierung.