FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Flexible und intelligente Pflegepersonalplanung für ein demografiefestes Krankenhaus (FiliP)

Pflege-Personalplanung, Arbeitszeitkonzepte,
Multiagentensimulation, (gefärbte) Petri-Netze

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Pflege und Gesundheit und
Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik

Interaktion 1
33619 Bielefeld

Projektleitung
Prof. Dr. Annette Nauerth (Projektkoordination)
Prof. Dr. Hermann-Josef Kruse (FB IuM)
Prof. Dr. Bernhard Bachmann (FB IuM)

Mitarbeiter/innen
Christian Grebe
Timo Lask
Eva Trompetter

Laufzeit
01.10.2015 - 30.09.2018

Projektförderung   
    
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Kurzbeschreibung
Die Pflege im Krankenhaus ist in doppelter Hinsicht vom demografischen Wandel betroffen. Einerseits führt die Zunahme älterer und multimorbider Patientinnen und Patienten zu komplexeren und verdichteteren Arbeitsanforderungen, andererseits fällt es zunehmend schwerer, den benötigten Nachwuchs an Berufsanfängerinnen und Berufsanfängern sicherzustellen. Eine besondere Notwendigkeit besteht somit auch darin, die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit der alternden Belegschaften langfristig zu erhalten.

Als ein wichtiger Baustein der betrieblichen Gesundheitsförderung sind alternative Arbeitsmodelle anerkannt. Die Entwicklung und Ausgestaltung neue Arbeitszeitmodelle, welche den individuellen Bedürfnissen und Bedarfslagen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso Rechnung tragen wie jenen der Patientinnen und Patienten, ist bisher aber noch kaum entwickelt.

Das Projekt leistet hier einen konkreten Beitrag, in dem darin ein neuartiges Software-Tool entwickelt wird, das Kliniken bei einer effektiven und ressourcenschonenden Pflegepersonalplanung unterstützt. Die Entwicklung erfolgt durch Pflegewissenschaftler und Mathematiker, in Zusammenarbeit mit drei Kliniken. Grundlegend für das Tool ist eine Analyse der Bedarfe seitens der Kliniken, der Bedürfnisse der Pflegenden sowie des Pflegeaufwands. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden Mitarbeiter- und Patiententypen modelliert, die in ein mathematisches Modell übertragen werden, mit dem Simulationen möglich sind (Petri-Netz). Eine Klinik kann so z.B. eine Umstellung des Schichtsystems simulieren und das Ergebnis zur Entscheidungsfindung nutzen.

Die Anwendung des Tools wird gemeinsam mit den drei Kliniken erprobt. Da es sich um eine Open Source-Lösung handelt, kann es kostengünstig verbreitet werden. Zusätzlich erfolgt die Bereitstellung erprobter Materialien zur Bedarfserhebung in Kliniken sowie zur Implementierung des Tools, so dass in der Projektlaufzeit ein umfassendes Gesamtpaket entsteht.