FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Effektive und nachhaltige Förderung sozialer Kompetenzen beim Eintritt in die Grundschule

Sozial-emotionale Entwicklung, Bildungsübergang, Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen, Evaluation, Gender

 

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Sozialwesen
Kurt-Schumacher-Str. 6
33615 Bielefeld

 

Projektleitung
Prof. Dr. Wolfgang Beelmann, Fachbereich 4
0521-1067828, wolfgang.beelmann@fh-bielefeld.de

Vertretung
Prof. Dr. Sebastian Bamberg, Fachbereich 4
0521-1067829, sebastian.bamberg@fh-bielefeld.de

Projektbeteiligung
VHS Rheda-Wiedenbrück

Laufzeit
2011-2014

Kurzbeschreibung
Der Eintritt in die Grundschule ist für die Kinder mit neuen Anforderungen und Aufgaben verbunden. In der Grundschulzeit stellt die Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen neben der Ausbildung kognitiver Fähigkeiten eine wichtige Grundlage für gelingende Lernprozesse und letztlich für den Schulerfolg der Kinder dar. Gerade im Primarbereich führt ein ungünstiges Sozialverhalten oft auch zu schlechteren Schulleistungen und beeinflusst negativ die soziale Atmosphäre in der Klasse. Bei Kindern mit guten sozialen Kompetenzen kann eine vermehrte aktive Beteiligung statt mangelnder Mitarbeit ebenso beobachtet werden wie gute soziale Kontakte und ein positiveres Selbstbild statt sozialer Angst und sozialem Rückzug. Auch ein konstruktiveres Miteinander in der Klasse statt aggressiver Verhaltensweisen und sozialer Ausgrenzungen ist Ausdruck sozial kompetenten Verhaltens der Kinder. Soziale Kompetenzen können von Kindern unter Berücksichtigung ihres Entwicklungsniveaus gut erlernt werden und sind durch geschulte Pädagogen effektiv vermittelbar. Dabei bieten schulische Lerngruppen einen geeigneten Rahmen, in dem soziale Kompetenzen bei Kindern in natürlicher und anregender Form aufgebaut und erweitert werden können. In dem von uns konzipierten Projekt wird ein bereits bewährtes Lernprogramm zur Förderung sozialer Kompetenzen bei Grundschulkindern systematisch eingesetzt. Bei unseren Forschungen möchten wir in Erfahrung bringen, in welcher Schulphase (1. oder 2. Schuljahr) die Anregungen des Programms die stärkste Wirkung auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen bei den Kindern entfalten. Zum anderen interessieren wir uns dafür, unter welchen Bedingungen ein möglichst nachhaltiger Erwerb dieser Kompetenzen erwartet werden kann. Darüber hinaus greifen wir die Frage auf, ob geschlechtsspezifische Unterschiede beim Erwerb sozialer Kompetenzen bestehen, bzw. wie die Lernanregungen in Abhängigkeit vom Geschlecht ausgestaltet sein sollten, um den Aufbau sozialer Fertigkeiten sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen effektiv zu unterstützen.