FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
07.03.2019

Bilder des Wohnens – Fotosymposium und Ausstellung im Mai 2019 2/3

Zum Abschluss des interdisziplinären Forschungsprojekts „Bilder des Wohnens – Architekturen im Bild“ wird der Fachbereich Gestaltung zum Ausstellungs- und Tagungsort. Am 8. Mai eröffnet an der Lampingstraße 3 die Ausstellung „Wand Wand. Bilder des Wohnens“ und das 37. Bielefelder Fotosymposium beginnt. Mit der Doppelveranstaltung geht auch der Forschungsschwerpunkt „Erkenntnisformen der Fotografie“ zu Ende. 

Abbildung des Ausstellungsmodells – Alina Medvedeva

Von Alina Medvedeva und Morgane Overath.

Ein Forschungsprojekt mit einer Veranstaltung offiziell abzuschließen ist keine leichte Aufgabe. Dies gilt gerade dann, wenn neben einer Abschlusstagung auch eine Ausstellung geplant wird. Deshalb wurde bereits im Wintersemester 2018/19 das Seminar „Bilder des Wohnens/Räume des Ausstellens“ initiiert. Studierende des Fachbereichs Gestaltung erarbeiten seitdem unter der Leitung von Prof. Suse Wiegand und Prof. Dr. Kirsten Wagner Ideen für die finale Ausstellung zum Forschungsprojekt „Bilder des Wohnens“. Das finale Konzept sieht vor, Arbeiten von Studierenden und Absolventinnen und Absolventen zu zeigen, die sich in den letzten Jahren mit den Themen  „Raum“ und „Wohnen“ beschäftigt haben. 26 Künstler wurden eingeladen, ihre Werke während des 37. Bielefelder Fotosymposiums am Fachbereich Gestaltung zu präsentieren. Das Spektrum reicht von Fotografie über Video, Media- und Raum-Installationen bis zu Buchgestaltung.

 

Das 37. Fotosymposium

Am Tag der Vernissage (8. Mai) beginnt auch das 37. Bielefelder Fotosymposium am Fachbereich. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Fotosymposien werden in diesem Jahr hauptsächlich Referentinnen und Referenten aus dem Bereich der (Foto-)Theorie zu Gast sein. Das Fotosymposium teilt sich in drei Sektionen auf:

Die erste Sektion mit dem Titel „Die Modellierung von Räumen durch Montagetechniken in der Fotografie“ wird von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin am FB Gestaltung Marie-Christin Kajewski verantwortet. Darin geht es um Kollage- wie Montagetechniken. Ein Aspekt wird die Erschließung von Funktionen sowie Bedeutungen sein, die verschiedenen Praktiken und Diskursen von Montage wie Collage für die Modellierung von Räumen zukommen.

Die zweite Sektion mit dem Titel „Modellfotografie in Architektur und Städtebau“ konzipiert  von Prof. Dr. Kirsten Wagner, betrachtet das Verhältnis von fotografischem Bild, Bewegtbild und Modell. Sie setzt sich mit der Modellfotografie sowohl als künstlerischer Bildform wie auch als Entwurfsform in Architektur und Städtebau mit einem Schwerpunkt das Wohnen auseinander.

Die dritte Sektion mit dem Titel „Das Interieur als Modell“ steht unter der Leitung von Prof. Dr. Anna Zika. Sie beschäftigt sich mit der langen kunstgeschichtlichen Tradition, die das Abbilden von Interieurs als Bild oder Abbild bewohnter Innenräume aufweist. Dabei interessiert sich besonders für Aspekte der Dokumentation, der Narration und der Fiktion. Des Weiteren werden Themen des Voyeurismus sowie des Exhibitionismus behandelt, die unmittelbar mit der Betrachtung abgebildeter Räume in Verbindung stehen. „Hier wird eine Linie von der niederländischen Malerei bis zur Innenraumfotografie des 20. und 21. Jahrhunderts gezogen, um zu überprüfen, wie Wohnen als „Form des guten Lebens“ (Beate Söntgen) vor-bildlich modelliert wird. Die Beispiele bewegen sich zwischen Dokumentation und Lifestyle-Inszenierung sowie zwischen dem neugierigen Blick ins vermeintlich Private und dem Selbstdarstellungsbedürfnis von BewohnerInnen“ - so Anna Zika.

 

Drei Tage lang wird es Vorträge geben. Anders als in den vorangegangenen Jahren findet die Konferenz auch nicht im Videostudio, sondern im Audimax statt. So sollen genügend Sitzplätze für die erwarteten Gäste gewährleistet  werden. 

 

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Über das Konzept  der Ausstellung

Das Kuratorenteam der Ausstellung besteht aus Studierenden der Fachrichtung Fotografie und Medien sowie Graphik und Kommunikationsdesign. Das Design der Ausstellung wird von einem Grafik-Team das Fachbereichs unterstützt. Von der Wandgestaltung über das Leitsystem sowie die Hängung der Werke und die Öffentlichkeitsarbeit wird alles von der Gruppe abgedeckt.

Die Ausstellung umfasst sowohl die Hochschulgalerie als auch das Kellergeschoss. Die Idee ist, dass die Ausstellungsgestaltung bereits auf dem Weg zur Tagung dazu einlädt, die Reflexionen der Künstler zum Thema sowie das Gebäude zu erleben. Teil des kuratorischen Konzeptes ist es, auf das Gebäude zu reagieren und keine „White Cube“ als Präsentationsfläche zu generieren. Die Präsentation im Kellergeschoss stellt die Kuratorengruppe dabei vor besondere Herausforderungen: Wie wandelt man die funktionalen Hochschulräume in eine temporäre Ausstellungsfläche um? Auch das Foyer und die Hochschulgalerie werden einbezogen und so ein Rundgang durch die Ausstellung „Wand Wand – Bilder des Wohnens“ geschaffen.

 

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Besuch in der Kunsthalle sowie der Presseabteilung der FH-Bielefeld

Neben der kuratorischen Arbeit fand im Rahmen des Seminares „Bilder des Ausstellens“ auch ein Austausch mit der Kuratorin der Kunsthalle Bielefeld Frau Dr. Henrike Mund sowie mit dem Referat für Hochschulkommunikation der FH Bielefeld statt. Das Team war erfreut zu sehen, dass sich die Methoden der Planung von Ausstellungen in der Kunsthalle Bielefeld und der Ausstellung am Fachbereich sehr ähneln. Wie in der Kunsthalle wird beispielsweise auch für die Ausstellung WAND/WAND ein Modell genutzt. Der Besuch der Hochschulkommunikation hat darüber hinaus viele Ideen und Strategien bezüglich der Pressearbeit und Öffentlichkeitskommunikation gebracht. Die Gruppe ist motiviert, das die Anregungen aus der Kunsthalle und dem Hochschulkommunikation  aufzugreifen und das ambitioniert Projekt bis Mai 2019 zu verwirklichen.

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Bilder des Wohnens - der Forschungsschwerpunkt geht zu Ende 1/3

http://erkenntnisformen-der-fotografie.de

https://www.fh-bielefeld.de/presse/archiv/erkenntnisformen-der-fotografie

https://www.fh-bielefeld.de/presse/pressemitteilungen/bilder-rund-um-den-raum

https://www.fh-bielefeld.de/presse/bildpraktiken-des-raumes

 

 Alina Medvedeva (geb. in Sankt Petersburg) studiert seit 2015 Fotografie am Fachbereich Gestaltung und strebt ihren Master an. Sie ist eine diplomierte Historikerin, beschäftigt sich bereits seit ca. 15 Jahren mit der Kunst bzw. Fotografie, Kunstgeschichte und Fototheorie.

 Morgane Overath (geb. in Belgien) hat bereits im Januar 2017 ihren BA-Abschluss am Fachbereich Gestaltung erlangt und ist nun Masterstudentin. Sie interessiert sich für Architektur und Architekturfotografie, und beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit Konzepten der Räumlichkeit.