FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
04.07.2017

Zwei FASH Awards gehen an die FH Bielefeld

Absolventin Katja Skoppek und Student Andreas Stang, beide aus der Studienrichtung Mode am Fachbereich Gestaltung, bekommen den Nachwuchspreis der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie verliehen.

Zwei Models tragen gemeinsam einen riesigen weißen Mantel, der aus einer Daunenbettdecke gefertigt wurde.

Bielefeld/Berlin (fhb). Bereits seit April wussten Katja Skoppek und Andreas Stang von der Fachhochschule (FH) Bielefeld, dass sie einen Nachwuchspreis der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie (SDBI), genannt FASH Award, gewonnen hatten. Sie in der Kategorie Abschlussarbeiten, er für seine Semesterarbeit. Doch welchen Platz genau – den ersten, zweiten oder dritten – das erfuhren sie erst bei der Preisverleihung am 3. Juli in der Basilika des Berliner Bode-Museums. Um den FASH Award hatten sich 205 Studierende aus 29 Ländern aus Europa, Asien und Amerika beworben.

 

 

Katja Skoppek konnte mit ihrer Masterkollektion „Die ferne Nähe“ den zweiten Platz unter den Abschlussarbeiten  erringen. „Die Frauen- und Männerkollektion  bietet Geborgenheit und Nähe, Schutz und Zugehörigkeit. Die klassischen Schnitte, Farben und Muster geben dem Träger die Sicherheit gut und angemessen gekleidet zu sein“, findet Jurymitglied und Modefotograf Franco P Tettamanti. Mit der Kollektion wollte Skoppek Gefühlswelten erfahrbar machen. So kann man sich unter anderem in einen riesigen Mantel, der aus einer Daunenbettdecke gefertigt wurde, einkuscheln. Der besondere Clou: Der Mantel ist teilbar. „So können ihn zwei Personen gleichzeitig tragen, auch wenn sie vielleicht weit voneinander entfernt sind“, erklärt die Masterabsolventin. „Man möchte ihre Kleider anfassen, berühren, spüren und besitzen. Der Dreiklang aus Konzept, kommerzieller Relevanz und herausragendem Handwerk bei einem breiten Portfolio zeigen das herausragende Talent von Katja Skoppek“, so Franco P Tettamanti weiter.

„Es ist auf jeden Fall eine große Ehre, unter so vielen Bewerben bei einem der wichtigsten deutschen Modepreise ausgewählt worden zu sein. Durch diesen Preis und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit wird eine breitere Masse erreicht, was eine neue Erfahrung ist“, berichtet Mode-Masterstudent Andreas Stang. Er hat den dritten Preis bei den Semesterarbeiten belegt. In seiner Damenkollektion „XO“  – ein Gruß aus den sozialen Netzwerken, der „Küsse und Umarmung“ bedeutet – thematisiert Stang das Schmuckbedürfnis des Menschen mit gleißendem Schmuck und ironischer Übertreibung. Sie lebt von Gegensätzen, die sich anziehen und abstoßen. Tausende von Hand aufgenähter Schmuckverschlüsse und Metallkettchen bleiben an unzähligen Magneten haften. So werden die Trägerinnen regelrecht zur Kommunikation und Interaktion gedrängt. „Neben der guten Idee und den guten Schnitten überzeugt die hervorragende handwerkliche Umsetzung mit großer Präzision und Geduld. Hinter dem verlockenden Glitzern steckt auch Kritik an der Gesellschaft und ihren zahlreichen Krisen“, meint Jurymitglied Otto Drögsler, Creative Director bei Odeeh.

Der Preis des European Fashion Award FASH 2017 im Gesamtwert von über 200.000 Euro besteht aus dem Preisgeld, einem Mentorenprogramm, einer Ausstellung und Preisverleihung sowie aus Kollektionsaufnahmen des Pariser Modefotografen Franco P Tettamanti. Diese Bilder werden auf über 200 Displays in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln und München der Öffentlichkeit präsentiert. Damit verbindet der Preis junge Modedesigner mit der Industrie und begleitet die Preisträger intensiv auf dem Weg in den Beruf. „Vielen Preisträgern haben wir Karrieren eröffnet. Auch in diesem Jahr konnten wir schon einige Kontakte vermitteln“, sagt Tobias Gröber, Vorstandsvorsitzender der SDBI. Unter anderem erwartet die Preisträger nun ein spannendes Programm auf der Berliner Fashion Week.