FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
07.07.2016

Modenschau 2016

Reset.

Alles auf Anfang

Halten… Atmen… Sich konzentrieren auf das Wesentliche, die Mode. In dem Verständnis, dass Mode dazu gemacht ist, getragen zu werden. Am Kern der Zeit sein. Den Umbruch in der Modewelt mit vollziehen. Einen Schritt zurück treten. Hingehen und da bleiben, wo die Ideen von der Mode Verwirklichung finden.

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„Dieses Jahr bekommen Sie ein umfassendes Bild der gelebten schöpferischen Arbeit am Fachbereich Gestaltung“, verspricht Dekan Prof. Roman Bezjak bei der Vernissage der Werkschau, der Ausstellung aller Abschlussarbeiten des aktuellen Semesters des Studiengangs Gestaltung der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Denn erstmals ist auch die Modenschau, bei der einmal im Jahr Abschlusskollektionen, aber auch Seminararbeiten ausschließlich der Studienrichtung Mode gezeigt werden, in die Werkschau vom 8. bis 10. Juli integriert. Bereits zum 8. Mal wird während der Modenschau der Bielefelder Modepreis verliehen. Absolventin Katharina Münch überzeugt die Jury mit ihrer Bachelor-Kollektion „Tragfläche“. Maike Baier für ihre Arbeiten im Seminar „Beauty comes from strange places“ von Prof. Meiken Rau und Andreas Stang für seine Werke aus dem Seminar „50‘s in Fashion“ von Prof. Willemina Hoenderken werden ebenfalls ausgezeichnet. Das Preisgeld beläuft sich auf 1.500 Euro und wurde von der Fördergesellschaft der FH Bielefeld gestiftet. Die Jury besteht aus Anna Smit, Modedesignerin bei COS in London, Saskia Schijen, Modedesignerin bei Stella McCartney in London, Philipp Schueller, Modedesigner bei Schueller de Waal in Amsterdam, und Heidi Hagen-Pekdemir, Journalistin der Neuen Westfälischen Zeitung in Bielefeld.

Neben den 14 Bachelorkollektionen und einer Masterkollektion werden auch Arbeiten aus fünf Studienseminaren gezeigt. Alle Kreationen aus dem Seminar „The Mix“ von  Johannes Assig tragen Models mit einer Art Mundschutz mit aufgedrucktem Mund und Kinn des jeweils anderen Geschlechts. Denn die Werke, teils rücken- und schulterfrei oder auch auf den ersten Blick nur schwer zwischen Hose und Rock zu unterscheiden, sind für beide Geschlechter konzipiert. Die Arbeiten aus „NonKonform“ von Prof. Kai Dünhölter sind ausschließlich für Männer bestimmt, während die Kreationen  aus dem Kurs „Kleiderordnung“ von Christina Schamerloh durch dunkle Farben und einzelne bunte Aspekte wie Bänder oder Applikationen bestechen.

Besonders auffällig sind aber die Arbeiten aus dem Seminar „50’s in Fashion“. „Die Studierenden sollten in die Geschichte eintauchen und sich mit der Zeit auseinandersetzen“, sagt Dozentin Prof. Willemina Hoenderken. So haben auch einige Studierende ihre Großeltern über die 1950er Jahre interviewt. Das Ergebnis: Aufwendige  Brokatkleider, ein Kleid als Mauer oder ein Petticoat kombiniert mit einer Zwangsjacke. Alle Kreationen werden ab November in der Ausstellung „THE FIFTIES – Rauch und Neuanfang“ im Bielefelder Museum Huelsmann gezeigt.

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