Familiengerechte Hochschule

13.11.2014

"Re-Auditierung eingeleitet"

Entscheidung für Re-Auditierung gefallen

Re-Auditierung

 

Seit Dezember 2011 ist die Fachhochschule Bielefeld berechtigt, das Zertifikat "Audit Familiengerechte Hochschule" zu führen. An die Auszeichnung durch den Au­­di­tor, die berufundfamilie gGmbH, sind zahlreiche Maßnahmen zur Familien­ge­rech­­tig­keit ge­koppelt, die in einer Ziel­vereinbarung festgelegt wurden und inner­halb von drei Jahren umgesetzt wer­den sollten.

Der Zertifizierungsprozess selbst durch­läuft mehrere Stufen, mit denen eine nach­­hal­ti­ge Verankerung der fa­mi­lien­ge­rech­ten Hoch­schule gesichert werden soll. Ende 2014 läuft die Erst-Zertifizierung für die Fachhochschule Bielefeld aus, und die Hochschule musste sich da­­­­rü­ber Gedanken machen, ob sie das Zertifikat über diesen Zeitpunkt hinaus weiter führen möchte. Da es sowohl intern wie ex­tern sehr positive Rück­mel­dun­gen zum Audit gab - beispielsweise gaben Be­wer­be­rinnen und Be­wer­ber bei Stel­lenausschreibungen, in denen seit einiger Zeit auf das Audit aufmerksam gemacht wird, an, darauf zu achten, ob ein potenzieller Ar­­beit­geber das Qualitäts­sie­gel besitzt - hat die Hochschulleitung im Som­mer­se­mes­ter 2014 eine Fort­füh­rung des Audits be­schlossen.

Nun steht also die so genannte Re-Auditierung als nächste Auditierungsstufe an. Im Rahmen dieser Re-Au­di­tie­rung, die eine Op­ti­mie­rung der Rahmenbe­din­gun­gen anstrebt,  findet eine Über­prü­fung der zu­vor gesteckten Ziele statt und es wer­­­­den gegebenenfalls weitere Zie­le zur bes­se­ren Vereinbarkeit von Familie und Stu­­­­di­um bzw. Beruf formuliert. Da­­zu werden im Dezember 2014 zwei Workshops durch­­geführt, an denen die Ver­antwortlichen der Hochschule und der Auditor teil­neh­­­men. Im Falle einer er­folg­reichen Re-Auditierung darf die Hochschule dann für weitere drei Jahre das Zer­ti­fi­kat "Familiengerechte Hochschule" führen.

 

 

22.01.2014

Der zweite Jahresbericht zum Audit "Familiengerechte Hochschule" ist vom Auditor sehr positiv begutachtet worden 

 

FamiliengerechteHS

 

Seit Dezember 2011 ist die Fachhochschule Bielefeld berechtigt, das Zertifikat "Audit Familiengerechte Hochschule" zu führen. An die Auszeichnung durch den Au­di­tor, die berufundfamilie gGmbH, sind zahlreiche Maßnahmen zur Familien­ge­rech­tig­keit ge­koppelt, die in einer Ziel­vereinbarung festgelegt wurden und inner­halb von drei Jahren umgesetzt wer­den sollten. Der Grad der Um­set­zung dieser Maß­nah­men wird alljährlich an­hand eines von der Hochschule ein­zu­rei­chen­den Jah­resberichts vom Auditor ge­prüft.

Der zweite, im Dezember 2013 von der Gleichstellungsbeauftragten und zugleich Pro­jekt­leiterin Frau Prof. Dr. Settnik eingereichte Jahresbericht ist nun vom Auditor sehr po­si­tiv bewertet worden. Besonders in den Handlungsfeldern "Informations- und Kom­mu­ni­ka­tionspolitik" sowie "Service für Familien" sind laut Auditor be­deu­ten­de Fortschritte der Fachhochschule Bielefeld hin zu einer familiengerechten Hoch­schu­le zu verzeichnen. So wird z. B. seit einiger Zeit in Stellenausschreibungen auf das Audit verwiesen, was bei Bewerberinnen und Bewerbern für offene Stel­len eine erhöhte Auf­merk­samkeit für die Hochschule hervorruft, die Kin­der­be­treu­ung in den Ferien wur­de verstetigt und auf den Campus Minden ausgeweitet, In­for­ma­tionsveranstaltungen für Beschäftigte rund um das Thema Vorsorge an­ge­boten. Insgesamt attestiert die berufundfamilie gGmbH der Fachhochschule Bielefeld auf einem guten Weg zu sein, um die Ver­fah­rens­ziele zu erreichen.

Für 2014, dem dritten und letzten Jahr der Auditierung, sind noch einige Maß­nah­men offen, zudem ist in diesem Jahr zu überlegen, ob sich die Fach­hoch­schule einer so genannten Re-Auditierung unterziehen möchte, die im Erfolgsfall die Bestätigung ihres Zertifikats und eine Führung des Qualitätssiegels für weitere drei Jahre bedeuten würde.


„Packen wir’s an!“

13.02.2012

Begleitkreis stellt Plan für mehr Familienfreundlichkeit an der FH Bielefeld vor

hochschulinterner Begleitkreis ´audit familienfreundliche hochschule´

Bielefeld (fhb). Das Zertifikat für Familienfreundlichkeit erhielt die Fachhochschule (FH) Bielefeld Anfang Dezember 2011 mit dem "audit familiengerechte hochschule". An die Auszeichnung durch die berufundfamilie gGmbH sind Maßnahmen gekoppelt, die in einer Zielvereinbarung festgelegt wurden und innerhalb der kommenden drei Jahre umgesetzt werden sollen. Um den Verpflichtungen gerecht zu werden, kam nun zum ersten Mal der hochschulinterne Begleitkreis zum Auditierungsprozess zusammen. Seine Aufgabe ist es, die Umsetzung der Maßnahmen zu begleiten und zu kontrollieren.

Hildegard Schumacher-Grub, Gleichstellungsbeauftragte der FH Bielefeld, stellte mit einer zwei Meter langen Tabelle die Zeitplanung für die Umsetzungsprozesse in den nächsten drei Jahren vor. Demnach hat sich  die FH Bielefeld verpflichtet, in acht Handlungsfeldern weitere familienfreundliche Strukturen zu entwickeln. "Dazu sind Anstrengungen erforderlich, die wir nicht unterschätzen dürfen. Unser Ziel ist die Herstellung einer Balance zwischen den betrieblichen Interessen der Hochschule und den familiären Interessen der Beschäftigten und Studierenden. Also: Packen wir's an", sagt Hildegard Schumacher-Grub.

Ein wichtiger Punkt auf dem Plan ist die Entwicklung eines Teilzeitstudiums als Pilot, zunächst für den Studiengang "Soziale Arbeit". Dabei soll es sich um eine längere Variante des regulären Studiengangs mit familienbezogenen Zugangskriterien handeln. Studierende, die familiär stark einbezogen sind, haben so die Chance, in neun statt in sechs Semestern einen Hochschulabschluss zu erlangen. Auch die Angebote an Verbundstudiengängen sollen vor allem in den Fachbereichen Wirtschaft und Gesundheit sowie Ingenieurwissenschaften und Mathematik ausgebaut werden. Weitere Verbesserungen zur Vereinbarkeit  sollen eine Dienstvereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit sowie Möglichkeiten für mobiles Arbeiten bringen.  Da die Doppelbelastung - Beruf und Familie - oft Probleme mit sich bringt, wird es alsbald ein psychosoziales Beratungsangebot an der FH Bielefeld geben. Bis spätestens 2014 muss sich das Präsidium zur Frage der Befristung positionieren. Betroffen sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch den wissenschaftlichen Personalrat vertreten werden. 60 Prozent von ihnen haben befristete Stellen (Lehrbeauftragte nicht mitgezählt).

Diesen umfangreichen Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern liegt laut Hildegard Schumacher-Grub ein erweiterter Familienbegriff zugrunde: Dieser umfasst alle Beziehungen, in denen insbesondere für Partner und Partnerinnen, für Kinder und Verwandte soziale Verantwortung (Betreuung, Erziehung, Pflege) übernommen wird.

Einige Maßnahmen konnte Hildegard Schumacher-Grub in ihrem Plan schon grün markieren, sie sind bereits umgesetzt. Unter anderem wurde die Kinderbetreuung während der Sommerferien auf sechs Wochen erweitert. Zum ersten Mal wird es dann auch eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren geben. Auch die Broschüren "Studieren mit Kind an der FH Bielefeld" und "Ratgeber Hochschule und Familie" wurden aktualisiert beziehungsweise neu überarbeitet.

Die berufundfamilie gGmbH kontrolliert die Umsetzung der Zielvereinbarung. So ist die FH Bielefeld verpflichtet, jährlich über ihre Schritte hin zu noch mehr Familienfreundlichkeit  zu berichten.

berufundfamilie

 


FH Bielefeld ist jetzt zertifiziert: familiengerechte Hochschule

15.12.2011

berufundfamilieBielefeld (fhb). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es eigentlich schon immer gewusst. Jetzt gibt es endlich ein Logo als Anerkennung, das künftig werbend für die Fachhochschule Bielefeld eingesetzt werden darf und auf eines ihrer Profilmerkmale hinweist: ‚audit familiengerechte hochschule‘. Die Hochschule ist jetzt offiziell als „familienfreundlich“ zertifiziert. Und sie werde alles daran setzen, so ihre Gleichstellungsbeauftragte Hildegard Schumacher-Grub, den Prozess einer umfassend verstandenen familiengerechten Hochschule voranzutreiben: „Die Auszeichnung beflügelt uns.“    

Mit dem ‚audit familiengerechte hochschule‘ will die verleihende berufundfamilie gGmbH ein Managementinstrument zur familiengerechten Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an Universitäten und Fachhochschulen anbieten. Die Notwendigkeit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie zeige sich im Hochschulbereich auf besondere Weise, heißt es auf der Homepage der Stiftung, denn hier gelte es nicht nur familiengerechte Arbeitsbedingungen für die Hochschulangestellten zu schaffen, „sondern auch familiengerechte Studienbedingungen für die Studierenden zu gewährleisten“.

Und da tut sich einiges an der Hochschule mit ihren rund 8.400 Studierenden und 560 Mitarbeitenden in Lehre, Forschung und Verwaltung. So wird zum Beispiel Studierenden in den Verbundstudiengängen samstags eine Betreuung ihrer Kinder angeboten, und es gibt eine betriebseigene Kindertagesstätte mit verlängerten Öffnungszeiten. Zudem wird während der Schulferien zur besonderen Kinderbetreuung eingeladen. Dass die Hochschule über ihre familienfreundlichen Zusatzangebote regelmäßig per Newsletter informiert und Publikationen wie etwa die Broschüre „Studieren mit Kind“ und „Beruf und Familie für Mitarbeiter/innen der Hochschule“ neu auflegt, hebt die mit der Zertifizierung betraute Agentur anerkennend hervor.  

Die Hochschule verstehe sich „in Bewegung“, plane mehr, so Schumacher-Grub, die als Projektleiterin am Zertifizierungsprozess beteiligt war: „Wir wollen intern und extern kommunizieren, dass es an unserer Hochschule auch für Führungskräfte individuelle Lösungen gibt, mittels derer die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt wird.“ Die Möglichkeiten zum Teilzeit- und Verbundstudium sollen ausgeweitet und eine zentrale Dienstvereinbarung zur Gleitzeit soll erarbeitet werden. Zudem werde die „familienfreundliche Ausrichtung der Hochschule in das Leitbild der Hochschule integriert“, so die Gleichstellungsbeauftragte.

Drei Jahre darf die Hochschule mit dem Zertifikats-Label, das europaweit als Signet geschützt ist, werben. Danach wird im Rahmen der Re-Auditierung überprüft, inwieweit die gesteckten Ziele erreicht worden sind und welche weiterführenden Ziele zu vereinbaren sind.  Am 11. Juni 2012 wird das Zertifikat in Berlin im Rahmen einer großen Veranstaltung unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie offiziell überreicht.

Zehn Tage später wird Hildegard Schumacher-Grub an der FH Bielefeld das Symposium  „Verantwortung gemeinsam tragen – die Pflege von Angehörigen“ eröffnen. Eine interne Ko-Produktion mit der Lehreinheit ‚Pflege und Gesundheit‘, um die vielfältigen Verbindungen ins Bewusstsein zu rücken, die Beruf und Familienleben entscheidend prägen. Auch das gehört zum Informations-Angebot einer familiengerecht und -freundlich handelnden Hochschule.   

Kurzporträt FH Bielefeld 'audit familiengerechte hochschule'