FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
29.11.2011

Christian Nüßer - Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück

Geschäftsführer

„Nach dem Studienabschluss sind die neuen Mitarbeiter direkt in Projekte einsetzbar, da sie bereits die internen Abläufe und unsere Produkte kennen.“

Christian Nüßer

 Christian Nüßer
Geschäftsführer der Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG, Rheda-Wiedenbrück
„Nach dem Studienabschluss sind die neuen Mitarbeiter direkt in Projekte einsetzbar, da sie bereits die internen Abläufe und unsere Produkte kennen.“

Was für Praxisplätze bieten Sie für das praxisintegrierte Studium in Gütersloh an?
Venjakob bietet derzeit jährlich einen Praxisplatz für Wirtschaftsingenieurwesen und einen für Mechatronik an.

Erhalten die Studierenden eine Vergütung?
Unsere Studenten erhalten eine Vergütung in der gleichen Höhe wie unsere anderen Auszubildenden.

Was war für Ihr Unternehmen die Motivation, sich am praxisintegrierten Modell zu beteiligen?
Ein wichtiger Vorteil für Venjakob ist, junge Menschen direkt nach dem Schulabschluss ans Unternehmen binden zu können. Als weltweit agierendes mittelständisches Familienunternehmen, das bei den Verbraichern keinen bekannten Markennamen hat, wird es immer schwieriger, Fachkräfte zu rekrutieren, besonders in Wachstumsphasen. Somit setzten wir auf eigene Ausbildung. Hierbei bietet uns das Studium in Gütersloh ideale Voraussetzungen. Nach dem Studienabschluss sind die neuen Mitarbeiter direkt in Projekte einsetzbar, da sie bereits die internen Abläufe und unsere Produkte kennen. Wir verbinden die Praxisphasen gerne mit Projekten, für die im normalen Tagesgeschäft häufig die Zeit fehlt, um so unseren Anspruch als Technologieführer im Lackieranlagenbau ständig auszubauen.

Wie erfolgt die Auswahl der Studierenden?
Die Auswahl der Studenten erfolgt parallel zur Auswahl aller Auszubildenden. Die Stellen werden im Internet und in der lokalen Presse ausgeschrieben. In Vorstellungsgesprächen ermitteln wir, ob der Bewerber unseren Ansprüchen genügt. Wir legen besonderen Wert auf das technische Verständnis, aber auch auf kommunikative und teamorientierte Soft Skills.

Wie sind die Praxisphasen aufgebaut?
Zunächst vermitteln wir Grundlagenkenntnisse wie mechanische Bearbeitung oder technisches Zeichnen. Die Studenten durchlaufen alle Abteilungen, die für sie in Zukunft relevant werden könnten. Ab dem dritten Semester werden sie mit realen Projekten betraut, die sie selbstständig bearbeiten bzw. in denen sie mitarbeiten.

Welche konkreten Aufgaben absolvieren die Studierenden?
Unser Wirtschaftsingenieur arbeitet an der Reorganisation unserer Produktion mit. Wir streben eine saubere Trennung von Vormontage und Endmontage an. Hierfür müssen unter anderem Angebote eingeholt, Kalkulationen erstellt und Termine koordiniert werden. Seine Vorschläge fließen direkt mit in die Planung ein. Unser Mechatroniker entwickelt eine neue Teileerkennung für eine Lackieranlage. Unter Führung eines erfahrenen Mitarbeiters erarbeitet er selbstständig Vorschläge für die Komponentenauswahl und programmiert die entsprechenden Softwarebausteine.

Wie sehen die Übernahmechancen für die Studierenden aus?
Für Venjakob liegt der Erfolg in den Händen gut ausgebildeter Mitarbeiter mit spezifischem Know-How. Daher engagieren wir uns stark bei der regionalen Ausbildung von Fachkräften. Wir bilden primär für den eigenen Bedarf aus und die Übernahme ist unser klares Ziel.