FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Betriebliches Lernen in der Physiotherapie

Anforderungen an betriebliches Bildungspersonal

Laufzeit
01.07.2016 – 30.06.2019

Projektförderung
Förderung durch die FH Bielefeld

Projektmitarbeiter
Jan Harms, M. A.

Projektbeteiligung
Prof. Dr. Ulrike Weyland,
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft

Kurzbeschreibung

In den Gesundheitsfachberufen, zu denen die Physiotherapie zählt, existieren keine grundlegenden Verständigungen hinsichtlich der Aufgaben des betrieblichen Bildungspersonals und den lehr-lerntheoretischen Prämissen, vor deren Hintergrund diese Aufgaben wahrgenommen werden sollen. Zudem existieren auch keine verbindlichen qualitätssichernden Regelungen der Qualifikationsanforderungen an das betriebliche Bildungspersonal.

Diese defizitäre Situation erschwert nicht nur die öffentliche Anerkennung der Berufe sowie die Gewinnung von Auszubildenden, sie stellt auch die Qualität der beruflichen Bildung in der Physiotherapie und damit letztendlich die Qualität der Patientenversorgung in Frage. Im berufs- und wirtschaftspädagogischen Diskurs hingegen herrscht ein Konsens darüber, dass Qualifikationsstandards und Qualifizierungsinstrumente für das betriebliche Ausbildungspersonal einen fundamentalen Einfluss auf die Ausbildungsqualität haben.

Für die Physiotherapieausbildung ergeben sich hieraus Fragestellungen u. a. in zwei Richtungen: Zum einen die Frage nach den inhaltlichen und kompetenzbezogenen Spezifika der praktischen Physiotherapieausbildung im Hinblick auf motorisches Lernen, haptische Wahrnehmung und emotionsbezogene Kompetenzen. Und zum anderen die Frage nach den expliziten Anforderungen an betriebliches Bildungspersonal in der Physiotherapie, die sich aus den inhaltlichen und kompetenzbezogenen Spezifika ergeben. Welche Anforderungen stellen diese Spezifika, in Abgrenzung zu Ausbildungen in anderen Berufen, an das betriebliche Bildungspersonal in der Physiotherapie, was bedeuten sie für die „Ausbildung der Ausbilder“ und wie kann darauf mittels Qualifizierungs- und Professionalisierungsmaßnahmen reagiert werden?