Studium und Praktikum

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Erasmus+ fördert Studierende in allen Studienzyklen, einschließlich der Promotion, die ein Studienaufenthalt oder ein Praktikum im Ausland anstreben. Auch Praktika im Ausland nach Studienabschluss sind möglich.

Studierende können mit Erasmus+ in einem Studienzyklus bis zu 12 Monate gefördert werden, also mehrfach während eines ganzen Studiums. Erasmus+ bietet Studierenden, die ein komplettes Master-Studium im Ausland machen möchten, die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Darlehen aufzunehmen.

Studierende, die an der Fachhochschule Bielefeld mit dem Ziel, einen Abschluss zu machen, eingeschrieben sind, können sich für das ERASMUS+ Programm bewerben. 

Ein Auslandsaufenthalt ist ab dem zweiten Fachsemester im Erasmus+ Programm förderfähig. Der ERASMUS+ Mobilitätszuschuss ist länderspezifisch.

ERASMUS+ Studium

Studierende erhalten mit ERASMUS+ die Möglichkeit, in einem anderen europäischen Land zu studieren und ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern. Dabei lernen sie das akademische System einer ausländischen Hochschule kennen und profitieren von deren Lehr- und Lernmethoden.

Ein Studienaufenthalt im Rahmen von ERASMUS+ kann zwischen drei und zwölf Monaten dauern und bietet, im Gegensatz zu einer freien Bewerbung an einer ausländischen Hochschule, folgende Vorteile:

  • vereinfachtes Bewerbungsverfahren,
  • Befreiung von den Studiengebühren im Ausland (allerdings haben ERASMUS+ Studierende keinen Anspruch auf die Teilnahme an Sonderprogrammen wie kostenpflichtigen Masterkursen. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, ob eine Teilnahme als ERASMUS-Student möglich ist, oder ob Kursgebühren gezahlt werden müssen),
  • monatliche Unterstützung von 150 Euro bis 270 Euro pro Monat (länderspezifisch, siehe unten),
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch),
  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten akademischen Leistungen,
  • besondere Betreuung durch den ERASMUS+-Koordinator bzw. die ERASMUS+-Koordinatorin der Gasthochschule,
  • Hilfestellung bei der Suche nach einer Unterkunft,
  • bei manchen Partnerhochschulen stehen ehemalige ERASMUS+ Studierende den Neuankömmlingen mit Rat und Tat zur Seite,
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern und für Studierende mit Behinderungen.

Um mit Erasmus+ ein Auslandsstudium zu beginnen, müssen Studierende mindestens das erste Studienjahr an ihrer europäischen Hochschule abgeschlossen haben. Studienaufenthalte sind nur an Partnerhochschulen möglich, mit denen die Heimathochschule einen Kooperationsvertrag (Inter-Institutional Agreement) abgechlossen hat, und die über eine ERASMUS+-Hochschulcharta (ECHE) verfügen.

Studierende können in der Regel nur die Partnerhochschulen nutzen, mit denen ihr Fachbereich eine ERASMUS+-Kooperationsvereinbarung abgeschlossen hat.

Unter bestimmten Umständen ist es gelegentlich auch möglich, Studierende "fachfremd" auszutauschen, d.h. beispielsweise eine Studentin oder einen Studenten der Mathematik an eine Hochschule zu schicken, mit der eigentlich ein Austausch im Fach Maschinenbau vereinbart ist. Voraussetzung ist, dass die Gasthochschule das entsprechende Fach auch anbietet und bereit ist, die fachfremde Betreuung zu akzeptieren.
Wenn also die Wunschhochschule nicht als Partnerhochschule für das eigene Fach in der Liste auftaucht,  empfiehlt es sich, im Akademischen Auslandsamt nachzufragen, ob man am Austausch eines anderen Fachbereichs teilnehmen kann.

Folgende monatliche Unterstützung erhalten die Studierenden der FH Bielefeld, die an einem ERASMUS+-Austauschstudium teilnehmen:

  • Gruppe 1: Programmländer mit höheren Lebenshaltungskosten: monatlich 270,00 Euro (Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden).
  • Gruppe 2: Programmländer mit mittleren Lebenshaltungskosten: monatlich 250,00 Euro (Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern).
  • Gruppe 3: Programmländer mit niedrigeren Lebenshaltungskosten: monatlich 200,00 Euro (Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn).
ERASMUS+ Praktikum

Die Fachhochschule Bielefeld vergibt die Förderung für ERASMUS+ Auslandspraktika über das Konsortium "Ausbildungspartnerschaft Westfalen-Lippe" (AWL).

Praktika im Rahmen von ERASMUS+ können im gesamten ERASMUS+-Raum, den Mitgliedstaaten der EU, die Türkei, die EFTA/EWR-Länder Island, Liechtenstein, Norwegen sowie in Mazedonien absolviert werden.

Sie müssen mindestens zwei Monate dauern und können maximal zwölf Monate gefördert werden. Studierende können bereits im ersten Studienjahr gefördert werden.

Nähere Informationen zu ERASMUS+ Praktika sowie die aktuellen Antragsunterlagen finden Sie auf den Internetseiten unseres Praktikumskonsortiums AWL.

Detaillierte Informationen:

zu ERASMUS+ STUDIUM

zu ERASMUS+ PRAKTIKUM

Verpflichtende Sprachtests

Die Sprachenförderung online (OLS) ist Teil der Erasmus+ Mobilität mit Programmländern, um Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten beim Erlernen und Verbessern von Fremdsprachenkenntnissen zu unterstützen.

Die Sprachenförderung online (OLS) gliedert sich in zwei Komponenten: einen verpflichtenden Sprachtest vor Beginn und im Anschluss der Erasmus+ Mobilität sowie einen optionalen Sprachkurs.

Derzeit bietet Erasmus+ die Sprachenförderung in 18 Sprachen an. Dabei sind Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch die Hauptmobilitätsprachen von etwa 90 Prozent der Erasmus+ Teilnehmer. Zusätzlich stehen Sprachtests in Bulgarisch, Dänisch, Finnisch, Griechisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Schwedisch, Slowakisch, Tschechisch und Ungarisch zur Verfügung (Sprachkurse auf Niveau A1), sowie für Portugiesisch Sprachkurse bis Niveau B2. Ziel ist es, das OLS-System bis 2020 auf alle EU-Sprachen auszuweiten.

Mit Ausnahme von Muttersprachlern müssen Erasmus+ Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten zwei OLS-Sprachtests ablegen. Der erste Sprachtest wird vor Beginn der Mobilität und der zweite Sprachtest zum Ende der Mobilität abgelegt. Mit diesen verpflichtenden Sprachtests vor und nach einer Mobilität soll die Entwicklung der sprachlichen Fertigkeiten gemessen und dokumentiert werden –  sie dienen nicht als Auswahlkriterium für eine Erasmus+ Förderung.

Die OLS-Sprachkurse bieten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, während ihres Auslandsaufenthalts ihre Fremdsprachkenntnisse zu verbessern. Nach dem ersten Sprachtest werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ein Sprachniveau von A1 bis B1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens erreicht haben, automatisch zu einem Sprachkurs eingeladen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit einem höheren Sprachniveau abgeschnitten haben, können optional einen Sprachkurs in der Landessprache oder in der getesteten Hauptarbeitssprache nutzen. 
Das System funktioniert vollständig elektronisch: nach Zuweisung der Lizenzen durch die entsendende Hochschule erhalten Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten den Zugang zu Sprachtests und Sprachkursen per E-Mail.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in inter-institutional agreement (IIA) und Learning Agreement (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit Online-Tests zu belegen oder zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen müssen bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch andere Nachweise abgesichert werden.

 

 

Kontakt
ERASMUS+ Hochschulkoordinatorin (Studium)
Barbara Lawatzki
+49.521.106-7709