FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
04.05.2021

Virtueller Besuch aus New York im Schüler*innenlabor experiMINT diGiTal

Der digitale Workshop mit der German International School New York fand am 22.04.2021 statt.

GISNY

Bereits im Februar hatte Prof. Mariam Dopslaf, Beauftragte für Internationales im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik und Projektleiterin im Schüler*innenlabor experiMINT diGiTal, den Kontakt zur German International School New York hergestellt und die digitalen Workshops des Schüler*innenlabors vorgestellt. Die Angebote waren als Ergänzung zum regulären Unterricht auf großes Interesse gestoßen. Der Workshop zum Thema Fadenpendel fügte sich nun im April sehr gut in den Physikunterricht der 11. Klasse ein und bot einen ersten Testlauf um zukünftige Möglichkeiten zu erörtern.

Inhaltlich zielte der digitale Workshop darauf ab Einflussfaktoren auf das Verhalten eines Fadenpendels zu ermitteln und herauszufinden, wie dies mit den Sensoren in einem Smartphone gemessen werden kann. Das Experimentieren konnten die acht Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der German International School New York bei sich im Klassenraum mit einfachen Mitteln selbst durchführen, während zur Kommunikation eine Videokonferenz genutzt wurde. „Ein klarer Vorteil unserer digitalen Formate ist die Möglichkeit auch über Grenzen hinweg mit interessierten Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten zu können“, so Rebecca Goebel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Schüler*innenlabor.

Die Teilnehmenden des Physikkurses bauten zunächst in Zweiergruppen aus einer Schnur, einem Kunststoffbeutel oder einem kleinen Karton eine Pendelvorrichtung, in dem ihr Smartphone Platz fand. Über eine App auf dem Smartphone wurden die Schwingungen des Pendels anschließend aufgezeichnet und die Experimente ausgewertet. „Die Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt. Es wäre schön in Zukunft eine solche Zusammenarbeit zu wiederholen“, so Oliver Frühwein, Physiklehrer und stellvertretender Schulleiter der German International School New York.

Neben den Experimenten wurde auch das praxisintegrierte Studienmodell vorgestellt. Durch den deutlichen Kontrast zum US-amerikanischen Studium stieß das praxisintegrierte Studienmodell bei den Schülerinnen und Schülern überwiegend mit Wurzeln im deutschsprachigen Raum auf großes Interesse und sorgte gleichzeitig für Verwunderung. „Warum zahlen Unternehmen den Studierenden ein Gehalt während des Studiums?“, fragte einer der Schüler irritiert, nachdem er erfahren hatte, dass die Studierenden am Campus Gütersloh die Hälfte ihres Studiums in einem Betrieb verbringen und dieser ihnen für die Dauer des Studiums ein Gehalt zahlt.

Die German international School New York ist eine von weltweit 140 deutschen Auslandschulen für Schülerinnen und Schüler zwischen dem Kindergarten und der zwölften Klasse. Unterrichtet wird bilingual nach einem deutschen Lehrplan ergänzt durch Elemente des New Yorker Lehrplans. Ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler der German Internation School New York stammen aus dem deutschsprachigen Raum.

Text: Rebecca Goebel