FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Fit2Load

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Fit2Load - Planung und Implementierung eines Mobilitätskonzeptes zur CO2-armen Nutzung von Elektromobilität im Bereich des Filiallieferverkehrs mit Fokus auf eine intelligente und wirtschaftliche Netzintegration

Gewerbliche Fahrten eignen sich dank Planbarkeit und kurzer Strecken besonders gut für den Einsatz von E-Fahrzeugen. Ein Problem, welches sich bei der Umstellung der Unternehmensflotte auf Elektromobilität stellt, ist wie sich eine ökologische und ökonomisch optimale Ladung der Fahrzeugflotte ermöglichen lässt. Das Projekt „Fit2Load“ bietet hier eine praktikable Lösung an: Ein speziell entwickeltes Lademanagementsystem soll dabei helfen, die Vorgänge intelligent zu steuern, die Überlastung des Netzanschlusses zu vermeiden und den Bezug von Grünstrom zu maximieren.

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Die Projektpartner von Fit2Load: v. l. Prof. Dr.-Ing. Jens Haubrock (FH Bielefeld), Dr. Peter Westerbarkey (Westaflex GmbH), Stefanie Balzarek (Archimedes Technik GmbH) und Stefan Lechtermann (Lechtermann-Pollmeier Bäckereien GmbH & Co. KG).

Obwohl das Interesse an Elektromobilität bereits sehr groß ist, scheuen viele Unternehmen den Schritt ihre Fahrzeugflotte auf elektrische Antriebe umzurüsten. Gründe dafür liegen häufig in der Unsicherheit über die Aspekte, die bei einer Umstellung bedacht werden müssen. Vor allem die Energieinfrastruktur, innerhalb derer nur eine begrenzte Leistung des elektrischen Anschlusses zugelassen ist, hemmt viele Flottenbetreiber. Im Rahmen des Projektes „Fit2Load“ arbeiten der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der FH Bielefeld zusammen mit dem Ladesäulenhersteller Westaflex GmbH und dem Gebäude- und Energiemanagement Spezialisten Archimedes Technik GmbH daher daran, ein ganzheitliches Elektromobilitätskonzept zu entwickeln, das die Unternehmen bei der Umstellung unterstützt und mit Hilfe eines speziellen Lademanagementsystems den intelligenten und ökologischen Betrieb gewerblicher E-Fahrzeugflotten in Unternehmen ermöglicht.

Von der Anschaffung bis zum Betrieb

Neben der genauen Kenntnis über die täglichen Streckenbedarfe stellt die hohe benötigte Ladeleistung eine wesentliche Herausforderung dar. Obwohl viele Unternehmen bereits über eine gut ausgebaute Energieinfrastruktur verfügen, besteht hier die Gefahr, dass der enorme Leistungsbedarf bei zeitgleicher Ladung einer größeren Anzahl an Elektrofahrzeugen zu einer Überlastung des Netzanschlusses oder sogar des Verteilnetzes führt. Hinzu kommt, dass Unternehmen neben dem Preis der verbrauchten Energie zusätzlich auch für die Bereitstellung der maximal benötigten Leistung zahlen müssen. Daher tendieren sie häufig dazu, die Bezugsleistung möglichst niedrig zu halten. Zugleich ist allerdings auch immer öfter zu beobachten, dass die Zahl betriebseigener Stromerzeugungsanlagen wie beispielsweise Photovoltaikanlagen (PV) steigt und somit bereits Ökostrom für die Ladevorgänge zur Verfügung steht.

Microgrid
Schematische Darstellung des regenerativen Microgrids mit intelligenter Ladesteuerung

Flexibles Lademanagement

Um die Kosten für den Einsatz von Elektroflotten zu minimieren und gleichzeitig die Klimaschutzwirkung zu stärken, entwickeln die Projektpartner ein eigenes Lademanagementsystem, das darauf abzielt, die Spitzenlast bei gleichzeitigen Ladevorgängen zu reduzieren und die Grünstromnutzung zu maximieren. Mit Hilfe des Systems hat der Nutzer die Möglichkeit, die Ladeströme jedes Fahrzeuges einer Flotte individuell und priorisiert vorzugeben. Die jeweilige Ladeleistung orientiert sich dabei an der aktuellen Grünstromproduktion der unternehmenseigenen PV-Anlage. So wird nicht nur der Eigennutzungsgrad des selbst produzierten Ökostroms erhöht, sondern auch der zukünftig stärkeren Belastung des Netzes durch die Ladung von Elektrofahrzeugen entgegengewirkt.

Ein Konzept mit viel Potenzial

Das Elektromobilitätskonzept wird bei einer Großbäckerei in Bielefeld getestet. Dabei sollen insgesamt sechs Nutzfahrzeuge, die im täglichen Lieferverkehr zu 35 Filialen im Einsatz sind, auf E-Antriebe umgerüstet und vorrangig über eine firmeneigene PV-Anlage geladen werden. So sollen allein hier langfristig bis zu 86 Prozent der durch den Lieferverkehr bedingten CO2-Emissionen des Betriebes eingespart werden. Im Anschluss an den Feldversuch sollen dann weitere Unternehmen für das Konzept gewonnen werden, um weitere Klimaschutzpotenziale zu heben.

Bei weiterem Interesse melden Sie sich bitte bei Prof. Dr.-Ing. Jens Haubrock.

Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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Projektpartner:

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