FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
11.10.2017

Blick hinter die Kulissen

Testlauf der „Schaufenster Route OWL 4.0“ im Fachbereich IuM an der FH Bielefeld.

Unter dem Motto: Wir machen unser MORGEN sichtbar, startete im Sommer dieses Jahres das Projekt „Schaufenster Route OWL 4.0“ der OstWestfalenLippe GmbH (OWL GmbH). Um im Wettbewerb der Regionen Flagge zu zeigen, nutzt die OWL GmbH eine dezentrale Ausstellung, um die Stärken der Region sichtbar zu machen. Konkret bedeutet das, dass Interessierte aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik sich Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen bei einer Führung genauer anschauen können. Die sogenannten Schaufenster sind dabei eigens zur Präsentation der jeweiligen Kompetenzen genutzte Räume oder Flächen in den teilnehmenden Einrichtungen. Neben der FH Bielefeld geben beispielsweise auch die Universität Bielefeld, das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik in Paderborn, die Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, die Hettich Holding GmbH & Co. OHG in Kirchlengern, die CLAAS E-Systems KGaA mbH & Co. KG in Harsewinkel oder auch die Weidmüller-Gruppe in Detmold die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen. Am 09. Oktober 2017 fand der Testlauf der ersten Schaufenster Route der FH Bielefeld im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) statt. Angemeldet hatten sich neben den Organisatoren der OWL GmbH auch Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus der Region sowie Vertreter der kommunalen Politik aus dem Kreis Höxter.  

Prof. Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM begrüßte die Gäste in den Räumlichkeiten des zdi-Schülerinnen- und Schülerlabors der FH Bielefeld. Nach einer allgemeinen Vorstellung der Hochschule und den Schwerpunkten des Fachbereichs durch Prof. Dr. Lars Fromme, präsentierte Tobias Lehmann, technischer Geschäftsführer des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik am Fachbereich IuM der FH Bielefeld, die Arbeit des Forschungsinstituts.  

FHBI-Schaufenster-OWL-02In dem anschließenden Vortrag zur interaktiven Robotik im Alltag, erläuterte Lehmann, dass die Produktion vieler kleiner und mittlerer Unternehmen häufig zu unflexibel sei. Oft müssen einzelne Fertigungsschritte noch händisch von Mitarbeitern vorgenommen werden. Das macht die Anpassung der Produktion an individuelle Kundenwünsche sehr aufwendig und personalintensiv. An der FH Bielefeld werden deshalb bedarfsgerechte Lösungen erarbeitet, die eine flexible Automatisierung ermöglichen, auch wenn das Budget des jeweiligen Unternehmens begrenzt ist. Ansatzpunkte sind dabei die Themen „Skalierbarkeit der Automatisierung“ und „Low Cost Mechatronics“. Für mehr Flexibilität in der Produktion werden Leichtbauroboter in der Kleinautomatisierung eingesetzt. Die Kombination aus Elastizität und Leichtbau bildet hierbei die Grundlage für die sichere Interaktion zwischen Mensch und Roboter. Dadurch sind sie leicht in bestehende Systeme zu integrieren und können diese ergänzen, erweitern oder verbessern. Dabei kann der Mensch die Automatisierung jederzeit intuitiv und flexibel gestalten. Um das den Gästen der FH Bielefeld zu veranschaulichen, bekamen diese Gelegenheit die Programmierung für die Bewegungsabläufe eines Roboterarms selbst einzustellen und einfache Prozesse selbstständig durchzuspielen. 

Im Anschluss hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit einen Teil der Hochschule bei der Führung durch die sogenannte Experimentierhalle des Fachbereichs und damit auch größere, industrietaugliche Roboter kennenzulernen. (th) 

Bei Interesse: http://owl-morgen.de/schaufenster/