FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
24.05.2017

Geplante Kooperation mit der Universität Sfax

Leiter der Fakultät für Werkstofftechnik von der tunesischen Universität in Sfax zu Gast im Fachbereich IuM.

Kooperationspartner FH Bielefeld, Universität Sfax, Tunesien

Auf Initiative von Prof. Dr.-Ing. Thomas Kordisch, Lehrender des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) sowie Gründungsmitglied des Bielefelder Instituts für Angewandte Materialforschung (BIfAM) und Dr.-Ing. Manel Ellouz, Mitarbeiterin im Fachbereich IuM, war vom 17. bis 20. Mai Prof. Dr. Kahled Elleuch, Leiter der Fakultät für Werkstofftechnik von der Universität in Sfax (Tunesien), zu Gast auf dem Campus Bielefeld. 

„Die Universität in Sfax ist gleich aus mehreren Gründen ein interessanter Kooperationspartner für uns“, erklärt Prof. Kordisch. Sfax ist die zweitgrößte Stadt in Tunesien und das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die Universität zählt 50.000 Studierende und 20 Fachbereiche. Der sogenannte Fachbereich ENIS ist für die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge zuständig. An diesem Fachbereich studieren derzeit zirka 2100 Studierende bei über 300 Lehrenden (Professorinnen/Professoren und Lehrbeauftrage). Innerhalb des Fachbereichs gibt es sieben Fakultäten, eine davon im Bereich Werkstofftechnik, welche auch einen eigenen materialwissenschaftlichen Studiengang anbietet. In diesem sind zurzeit 28 Doktoranden beschäftigt und jährlich werden rund 150 Erstsemester aufgenommen. „Aus unserer Sicht bemerkenswert war die Information, dass in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen ein hoher Frauenanteil vorherrscht. In manchen Bereichen liegt dieser sogar bei über 50 Prozent“, so Prof. Kordisch.  

Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit des Instituts BIfAM mit der Fakultät für Werkstofftechnik in Sfax. Diese soll vor allem einen regen Dialog in der Lehre und Forschung sowie den Austausch von Studierenden mit sich bringen. Aus diesem Grund waren an dem dreitägigen Besuch auch die Kolleginnen und Kollegen des BIfAM, der IuM-Dekan Prof. Lothar Budde, Prof. Klaus Rüder, der Beauftragte für Internationales im Fachbereich IuM, Judith Peltz, die Leiterin des Akademischen Auslandsamts sowie Dr. Miriam Hanitzsch aus dem Dezernat für Finanzen und Forschung bei den Absprachen involviert.  

Im Anschluss des Besuchs wurde vereinbart, dass Prof. Kordisch in seiner Funktion als Leiter des Labors für Werkstoffprüfung einen DAAD-Antrag stellt, so dass bereits im Oktober 2017 zwei Doktoranden und vier Studierende aus Sfax nach Bielefeld kommen können, um ihre Forschungsarbeiten an den hier vorhandenen Geräten fortführen zu können. Für die Studierenden wird dafür ein einwöchiges Projekt konzipiert. Ein Besuch in Sfax ist im Rahmen des DAAD Projektes ebenfalls bereits für Oktober geplant. Im Dezember sollen dann die Ergebnisse auf Englisch in Sfax präsentiert werden.

„Wir gehen jetzt schon davon aus, dass wir uns in vielen Segmenten so gut ergänzen beziehungsweise bereichern können, dass auch nach Ende dieses Jahres eine in die Zukunft gerichtete Zusammenarbeit angestrebt wird.“ (th)