FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
09.10.2020

Projektvorstellung zum Abschluss der „Oldtimer-Saison“

Zwei Projekte des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen im Bereich Old- und Youngtimer präsentierten sich im LENKWERK.

Alexander Wegner vor dem Lada Niva im LENKWERK

„Ich bin von diesem Projekt vom ersten Tag an überzeugt“, erzählt Alexander Wegner, Student der Fachhochschule (FH) Bielefeld beim diesjährigen „Seasons Closing“, der ersten offiziellen LENKWERK Veranstaltung des Jahres. Unter Berücksichtigung des Hygienekonzeptes zum Schutz vor Corona fand am letzten Septemberwochenende der Oldtimer Saisonabschluss statt. „Genau der passende Ort also, um zwei Projekte des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen im Bereich Old- und Youngtimer vorzustellen“, freut sich Prof. Marc-Oliver Schierenberg, Projektbetreuer und Lehrender im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM). 

Ein Elektromotor in einem Fahrzeug
Bei der ersten Projektpräsentation „Umbau eines Klassikers zum Elektroauto“ handelt es sich um die Weiterführung eines Semesterprojekts, das jetzt durch den studentischen Mitarbeiter Alexander Wegner praktisch umgesetzt wird. Im Sommersemester 2018 startete das Projekt mit engmaschiger Einbindung des TÜV Nord. Nachdem unterschiedliche Konzepte miteinander verglichen worden sind, stehe nun die finale Umsetzung mit den optimalen Komponenten auf dem Plan. Der Elektromotor werde unter Beibehaltung des originalen Schaltgetriebes verbaut. Genau wie alle anderen baulichen Maßnahmen werde dabei so vorgegangen, dass eine Rückrüstung ohne Beschädigung des Oldtimers jederzeit möglich sei, so Schierenberg weiter. Der gelernte KFZ-Mechatroniker und Studierende im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Wegner verfügt über den Hochvolt-Schein. „Dieser ist zwingend erforderlich, um überhaupt mit den Komponenten eines Elektrofahrzeugs arbeiten zu dürfen“, erläutert Schierenberg. „Es gibt viele erhaltenswürdige Fahrzeuge. Eine Möglichkeit, diese mit einem ressourcenschonenden Elektromotor auf die Straße zu bringen, ist schon lange mein Traum!“ bringt Wegner den Besucherinnen und Besuchern des LENKWERKS seine Motivation näher. 

Der zweite Aufbau in der Haupthalle des LENKWERKs präsentierte ein Forschungsprojekt, welches von den FH-Absolventen und heutigen wissenschaftlichen Mitarbeitern Andreas Born und Marcel Müller betreut wird. Das ZIM- (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) geförderte Projekt verfolgt das Ziel, einen frequenzabhängig dämpfenden Stoßdämpfer zu entwickeln, welcher sowohl Fahrsicherheit als auch Fahrkomfort im höchsten Maße positiv beeinflusst. 

„Ein drittes themenbezogenes Projekt befindet sich aktuell in der Antragsphase. Geplant ist, einen Land Rover aus dem Jahr 1952 zu elektrifizieren und unter Verwendung eines Spezialgetriebes mit einem permanenten Allrad Antriebs zu versehen “, verrät Schierenberg dem interessierten Fachpublikum, das trotz der Einschränkungen zahlreich erschienen war. (th)