FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
23.11.2016

„Gemeinsam sind wir stark“

Gute Nachrichten auf dem 14. Unternehmeraustausch am Studienort Gütersloh.

Sechs Referenten des Unternehmertages

Gütersloh (fhb). Am 17. November begrüßte Marcus Miksch, der Leiter des Ressorts wissenschaftliche Weiterbildung und praxisintegrierte und berufsbegleitende Studienkonzepte, rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum so genannten „Unternehmeraustausch“ am Studienort Gütersloh der FH Bielefeld. Es war das 14. Treffen mit Vertretern der Unternehmen, die mit dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) in Lehre und Forschung in Gütersloh kooperieren.

Auf dem Programm standen wie immer Neuigkeiten rund um den Studienort und das praxisintegrierte Studieren. Exklusiv und außerplanmäßig berichteten zudem FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk und der Dekan des Fachbereichs IuM, Prof. Dr. Lothar Budde, von der Entscheidung des NRW-Landtags, den Ausbau des Studienorts Gütersloh künftig dauerhaft mit zusätzlich 2,6 Millionen Euro jährlich zu fördern.Die Pressekonferenz zu diesem Thema mit den Netzwerkpartnern aus Politik, Wirtschaft und

Verwaltung hatte zeitgleich mitdem Beginn des Unternehmeraustauschs im benachbarten Seminarraum stattgefunden. Präsidentin und Dekan bedankten sich bei den Unternehmern für die mittlerweile achtjährige kontinuierliche und nachhaltige Unterstützung des Studienorts, aus dem nunmehr, so sehen es die Planungen der FH vor, ein eigenständiger Fachbereich werden soll. Schramm-Wölk: „Was hier entstanden ist,  haben wir gemeinsam erreicht. Gemeinsam sind wir stark. Gütersloh hat eine gute Zukunft.“

Prof. Dr. Pascal Reusch, der Beauftragte des Fachbereichs IuM für den Studienort, nannte in seinem Bericht die neuen Einschreibzahlen: 37 hatten sich in den Studiengang Mechatronik / Automatisierung, 28 ins Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben. Die Gesamtstudierendenzahl stieg damit in Gütersloh auf rund 250. Neuer Lehrender vor Ort ist Dr. Michael Leuer, der an der Universität Paderborn Elektro- und Informationstechnik studiert hat, dort promoviert wurde und jetzt Leistungselektronik sowie Antriebs- und Regelungstechnik lehrt. Ebenfalls neu an der Schulstraße ist Hannes Wilmsmeyer, Master of Science, 28 Jahre alt und gebürtig aus Bielefeld. Er kümmert sich um Technikbeschaffung, betreut die Versuchsanordnungen und arbeitet mit bei Forschungsvorhaben.

Konkrete Planungen für das kommende Jahr gibt es natürlich auch schon. Reusch: „Am 9. Juni 2017 wollen wir unsere Absolventen verabschieden. Wie immer im ansprechenden Rahmen.“

Prof. Dr. Michael Fahrig, der IuM-Beauftragte für die Planung der Masterprogramme in Gütersloh, referierte gemeinsam mit Ilka Henschen, Master of Sciece, über die Einführung der neuen Master-Studiengänge „Angewandte Automatisierung“ und „Wirtschaftsingenieurwesen“. Fahrig koordiniert die Vorbereitungen mit der Geschäftsstelle für Verbundstudiengänge, Planungsbeauftragte sind die Professoren Dr. Werner Schwerdtfeger und Dr. Lothar Budde. Starten sollen die beiden berufsbegleitenden Studiengänge zum Sommersemester 2017. Es gab eine detaillierte Modulübersicht, was bisher geschah und wie die nächsten Schritte aussehen, wurde ausführlich besprochen.

Thorsten Nieder, Student der Ingenieurwissenschaften im 7. Semester, berichtete über sein praxisintegriertes Studium bei der Firma Gestamp Umformtechnik, einem Automobilzulieferer mit 1.365 Mitarbeitern und Produktionswerken in Bielefeld, Westerburg, Haynrode und Ludwigsfelde. Kommilitone Niklas Schubert, im 5. Semester, stellte seine „Wirtschaftlichkeitsanalyse eines möglichen Umstiegs von druckbetriebenen Handwerkzeugen auf elektrisch betriebene Handwerkzeuge in der Fertigung“ vor. Er arbeitet bei Teckentrup in Verl, einem der größten Tür- und Tor-Hersteller europaweit.

In seinem Rückblick auf den Studienstart 2016 nannte Marcus Miksch ein paar interessante Zahlen: 73 Praxisplätze seien seitens der kooperierenden Unternehmen angeboten worden, 65 konnten besetzt werden. Fünf von 28 Erstsemestern im Wirtschaftsingenieurwesen sind Frauen, in der Mechatronik sind es zwei von 35. Die meisten kooperierenden Unternehmen kommen aus dem Kreis Gütersloh (19), gefolgt von der Stadt Bielefeld (10) und dem Kreis Lippe (3).      

Wer sich für ein Studium in Gütersloh interessiert, kann sich demnächst auch online bewerben. Die entsprechenden persönlichen Daten werden über ein Online-Tool eingegeben. Ergänzend muss die Kooperationsvereinbarung mit der beteiligten Firma in Schriftform per Briefpost eingereicht werden. Start: voraussichtlich im Dezember.

Der Termin  für den nächsten „Unternehmeraustausch“ steht bereits: 8. Juni 2017 in Gütersloh, Schulstraße 10.