FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
30.04.2018

Girls' Day in der Mini-Fabrik

Acht Schülerinnen befassen sich am Studienort Gütersloh mit Automatisierungstechnik.

Gütersloh (fhb). Auf einem Fließband bewegen sich Deckel aus Kunststoff und Metall, und die aus Metall werden wie von Geisterhand aussortiert. Wie funktioniert das und wie kann man der Maschine solche Dinge beibringen? Diesen Fragen gingen am Studienort Gütersloh acht Mädchen auf den Grund und schnupperten beim Girls´Day am 26. April in die Automatisierungstechnik hinein. Die Ingenieurin Vanessa Prott-Warner betreute die elf- bis 15-Jährigen in der „Mini-Fabrik“, in der die erste Aufgabe darin bestand, durch Programmierung das Fließband zum Laufen zu bringen. Prott-Warner erklärt: „Wir haben mit dem FESTO MecLab Produktionsmodell gearbeitet, das heißt die Mädchen haben zuerst die Bewegung des Fließbands programmiert. Dann haben sie einen optischen Sensor eingebaut, damit das Fließband automatisch startet, sobald ein Gegenstand draufgelegt wird.“ Ein weiterer Sensor diente dazu, metallische Teile mit Hilfe eines Hubmagneten vom Fließband abzuleiten.

„Das läuft hier wie in einer echten automatisierten Produktion, nur im Kleinformat und ist Teil eines Versuchs aus dem Praktikum im Studiengang Mechatronik/Automatisierung“, sagte Vanessa Prott-Warner. Obwohl es kompliziert klingen mag, haben die Schülerinnen die Aufgabe in Zweier-Teams gut lösen können. „Ich finde es toll, sofort sehen zu können, dass unsere Programmierung funktioniert“, findet die 14-jährge Jule, die zusammen mit ihrer Mitschülerin Rana (15) vom Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück zum Girls´Day nach Gütersloh gekommen ist. Auch Rebecka und Tabea (beide 13) von der Theodor-Heuss-Realschule Sennestadt fanden es „gar nicht so schwer“. Und damit haben die Dozenten in Gütersloh das Ziel des Girls`Day erreicht: Hemmschwellen abbauen, indem Mädchen bei praktischen Übungen lernen, dass das mit der Technik gar nicht so hoch her ist. Auch dass Automatisierung nicht ohne Computer funktioniert, und somit auch das Programmieren dazu gehört, war den Schülerinnen am Ende des Tages klar.