Kathrin Deppmeier - HAUTAU GmbH, Helpsen

Kathrin Deppmeier (Hautau)

Kathrin Deppmeier
Personalreferentin bei HAUTAU GmbH, Helpsen

"Nur mit guten Fachkräften schaffen wir es, unsere Innovationsstärke, Flexibilität und Schnelligkeit zu erhalten!"


Was für Praxisplätze bieten Sie für das praxisintegrierte Studium am Campus Minden an?

HAUTAU bietet seit 2009 Praxisplätze im praxisintegrierten Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an. Zum Wintersemester 2011/12 wird HAUTAU außerdem Praxisplätze für die Studiengänge Maschinenbau und Elektrotechnik anbieten.

Erhalten die Studierenden eine Vergütung?

Ja, sie bekommen die gleiche Ausbildungsvergütung, die alle Auszubildenden lt. Tarifvertrag erhalten.

Was war für Ihr Unternehmen die Motivation, sich am praxisintegrierten Modell zu beteiligen?

Als HAUTAU davon erfuhr, dass am Campus Minden Studiengänge mit, aber vor allem zur Unterstützung der stark mittelständisch geprägten Wirtschaft der Region aufgebaut werden sollen, waren wir sofort mit Begeisterung dabei. Als weltweit agierendes mittelständisches Familienunternehmen sind es die Rahmenbedingungen, die für praxisintegrierte Studiengänge sprechen. An einem ländlichen Standort wie Helpsen und angesichts des demografischen Wandels und unserer bodenständigen Unternehmenskultur ist diese Form des Studiums ideal. Die hohe Affinität zur Praxis ermöglicht es uns, schon während des Studiums gute Fachkräfte auf den Weg zu bringen. Nur durch sie schaffen wir es dauerhaft, unsere Innovationsstärke, Flexibilität und Schnelligkeit und damit die Führerschaft von HAUTAU im Bereich der Schiebetechnik und Automation rund um das Fenster zu erhalten.

Wie erfolgt die Auswahl der Studierenden?

Herr Mensching, der 2009 das Studium begonnen hat, hatte sich ursprünglich als Industriekaufmann beworben und wir haben ihm dann das praxisintegrierte Studium Wirtschaftsingenieurwesen angeboten.
Herr Heine, der 2010 sein Studium aufgenommen hat, hatte sich initiativ beworben, da er wusste, dass HAUTAU hier ausbildet; außerdem hatten wir zwischenzeitlich eine Anzeige bzw. ein Stellenangebot im Unternehmerportal auf der Webseite der FH Bielefeld platziert.

Wie sind die Praxisphasen aufgebaut?

In den ersten beiden Praxisphasen gestalteten sich die Aufgaben wie das Grundpraktikum für Vollzeitstudenten. Die nächsten Praxisphasen orientieren sich an den Vorgaben des Studienplans und werden in entsprechenden Abteilungen ingenieurmäßiges Arbeiten beinhalten.

Welche konkreten Aufgaben absolvieren die Studierenden?

Da wir unsere Studierenden ohne Fachkenntnisse einstellen, durchlaufen sie die erste Praxisphase in den Produktionsabteilungen, insbesondere im Werkzeugbau, um Grundkenntnisse der Metallbearbeitung kennenzulernen. Die zweite Praxisphase wird in den Kaufmännischen- und Verwaltungsabteilungen des Betriebes durchgeführt.
In der dritten Praxisphase ist ein Praxismodul vorgesehen, hier soll der Studierende eine Ingenieursarbeit durchführen, bei uns derzeit in der Konstruktion. Am Beispiel von Herrn Mensching gehen die weiteren Praxisphasen in Richtung Produktmanagement, um ihn auf sein geplantes Aufgabengebiet nach dem Studium vorzubereiten.

Was würden Sie aus Unternehmenssicht am praxisintegrierten Konzept verbessern?

Der Kontakt zum Campus Minden könnte etwas vertieft werden, da gerade zu Beginn des praxisintegrierten Studiums Fragen auftauchten.

Wie sehen die Übernahmechancen für die Studierenden aus?

Es dauert Jahre, bis die unternehmensspezifische Qualifikation aufgebaut ist. Zeit ist aber unser knappstes Gut und Zeit bedeutet Geld. Wir handeln also höchst rational, wenn wir jungen, begeisterungsfähigen Menschen in unserer Region die Möglichkeit geben, Praxis und Studium zeitgleich zu absolvieren und so die jungen Nachwuchskräfte langfristig zu binden.


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