FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Attraktiv. Anders. – Die Integration bedarfsgerechter Unterkünfte in denkmalgeschützte Kasernengebäude

Bachelorarbeit Kathrin Jungmann / 07.2017 – Studiengang Projektmanagement Bau – FH Bielefeld / FB 2

Im Niedersachsen stehen aktuell fünf Prozent des Gebäudebestandes unter Denkmalschutz. Um Baudenkmale auch weiterhin erhalten zu können, ist eine adäquate und wirtschaftliche Nutzung der Objekte notwendig. Auf diese Weise ist langfristig die Instandhaltung der historischen Gebäude gesichert. Gleichzeitig erfordert die Nutzung eines Gebäudes auch Maßnahmen, die der Modernisierung und der Effizienz der Immobilie dienen. Es gilt moderne Betriebs- und Nutzungskonzepte mit den Aspekten des Denkmalschutzes in Einklang zu bringen. Die hierbei entstehenden Konflikte zwischen Betreiber und Denkmalschützern stehen im Vordergrund der Bachelorarbeit.

Unter dem Titel „Attraktiv. Anders. – Die Integration bedarfsgerechter Unterkünfte in denkmalgeschützte Kasernengebäude“ wird ein aktuelles Sanierungsprojekt der Bundeswehr auf dieses Konfliktpotential hin analysiert. Am Beispiel der Kurt-Schumacher-Kaserne in Hannover gilt es im Rahmen der Gebäudeumnutzung des Stabsgebäudes zum Unterkunftsgebäude die Belange des Denkmalschutzes mit einer möglichst wirtschaftlichen Projektumsetzung und Immobilienbewirtschaftung in Einklang zu bringen.

Im Verlauf der Arbeit werden die Projektbereiche, die den größten Handlungsbedarf beinhalten, definiert. Jeder Bereich beinhaltet diverse bauliche Aspekte, zu denen Handlungsempfehlungen formuliert und vorgestellt werden. Neben der Gestaltung von einzelnen Unterkünften werden hierzu die Themenbereiche „Flucht- und Rettungswege“, sowie „Brandschutz“ bearbeitet. Zusätzlich zu den Vorgaben des Denkmalschutzes und der quantitativen Bedarfsanforderung wird die Agenda zur Attraktivitätssteigerung des Arbeitgebers Bundeswehr berücksichtigt, die umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur in den Liegenschaften beinhaltet.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus der Analyse des Gebäudes werden Handlungsempfehlungen formuliert und Werkzeuge entwickelt, die zur Bewertung vergleichbarer denkmalgeschützter Umnutzungsobjekte herangezogen werden können. Abschließend werden in Form eines Ausblickes Handlungsweisen vorgestellt, mit denen zukünftig sowohl Gebäude in der Betriebsphase kontinuierlich verbessert werden können, als auch die Zufriedenheit der Nutzer gesichert werden kann.

Kontakt: kathrin_jungmann94@web.de

Erstprüfer: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schramm
Zweitprüfer: Prof. Dr.-Ing. Oliver Nister