FH Bielefeld
University of
Applied Sciences

Die Open-Access-Policy der FH Bielefeld

Die Open-Access-Policy der FH Bielefeld wurde am 12.03.2018 vom Präsidium der Hochschule beschlossen und am 19.04.2018 im Senat diskutiert. Der Senat stimmte der Vorlage einstimmig zu.

Für die FH Bielefeld ist der aktive Wissenstransfer mit Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft eine zentrale Aufgabe. Auch mit Blick auf die Internationalisierung von Forschung und Lehre verfolgt sie das Ziel, Publikationen ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möglichst breit öffentlich zugänglich zu machen. Im Open Access bereitgestellte Veröffentlichungen sind ohne Zugriffsbeschränkungen nutzbar und lassen Forschungsergebnisse weltweit sichtbar werden. Dies befördert unmittelbar und nachhaltig Forschungs- und Innovationsprozesse in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Wissenschaftsförderer wie z. B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Europäische Kommission fördern und fordern Open Access zu wissenschaftlichen Publikationen und Forschungsdaten.

In diesem Sinne unterstützt die FH Bielefeld die weltweite Open-Access-Initiative, die in der „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ und in der „Gemeinsamen Erklärung der Wissenschaftsorganisationen zu Open Access und Urheberrecht“ als eine zukunftsweisende Strategie der Wissenschaftskommunikation Bestätigung findet. Die FH Bielefeld empfiehlt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausdrücklich und unterstützt sie dabei, wissenschaftliche Publikationen frühestmöglich im Open Access bereitzustellen.

Zugleich respektiert die FH Bielefeld das von der Wissenschaftsfreiheit geschützte Prinzip der freien Wahl des Publikationsweges wie auch die Besonderheiten der Fächerkulturen und die individuelle Karrieresituation der Autorinnen und Autoren. Die jeweils von den Forscherinnen und Forschern gewählten Veröffentlichungswege sollen den Schutz personen- und unternehmensbezogener Daten, des Urheberrechts und der berechtigten Interessen Dritter gewährleisten und unter verbindlichen Lizenzbedingungen erfolgen können.

Die Unterstützung wissenschaftlicher Autorinnen und Autoren durch die FH Bielefeld umfasst sowohl Primärveröffentlichungen in einer Open-Access-Verlagspublikation (sog. Goldener Weg) als auch Sekundärveröffentlichungen auf einem Publikationsserver (sog. Grüner Weg).

  • Wissenschaftliche Autorinnen und Autoren sollten beim Abschluss von Verlagsverträgen keine ausschließlichen Nutzungsrechte abtreten und sich zumindest einfache Nutzungsrechte zur Open-Access-Bereitstellung ihrer Publikationen zum nächstmöglichen Zeitpunkt vorbehalten, um eine Zweitveröffentlichung auf dem Publikationsserver der FH Bielefeld oder in fachlichen Open-Access-Repositorien zu ermöglichen.
  • Wissenschaftliche Autorinnen und Autoren sollten möglichst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eine Kopie ihrer Publikation auf dem Publikationsserver der FH Bielefeld bereitstellen. Hierbei ist eine Version zu wählen, die möglichst unmittelbar online verfügbar gemacht werden kann.
  • Die FH Bielefeld empfiehlt die Wahl von Publikationslizenzen, die eine Verbreitung im Open Access unterstützen (z. B. Creative Commons), möglichst direkt bei der Publikation im Verlag oder bei der Verfügbarmachung einer Kopie der Publikation in Open-Access-Repositorien, sofern dies der Verlagsvertrag gestattet.
  • Die FH Bielefeld unterstützt die Publikation in Open-Access-Verlagen. Publikationsmittel sollten nach Möglichkeit in Drittmittelprojekten direkt mit beantragt werden (z. B. DFG, EU). Ergänzend unterhält die FH Bielefeld einen Publikationsfonds.

Die Hochschulbibliothek der FH Bielefeld berät und unterstützt in Zusammenarbeit mit dem F.I.TT.-Team, dem Justiziariat und der Datenverarbeitungszentrale bei der praktischen Umsetzung dieser Policy.