FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
14.04.2015

Kontrolle bei Transportschäden und die Überprüfung von Solaranlagen

Institute der FH Bielefeld präsentieren ihre Projekte auf der Hannover Messe.

Gruppenfoto des Instituts Bielefelder Institut für Angewandte Materialforschung kurz BIfAM auf dem eigenen Messestand, neben der ausgestellten Drohne

Bielefeld (fhb). Am Montag startete die Hannover Messe und auch die Fachhochschule (FH) Bielefeld ist mit dem Bielefelder Institut für Angewandte Materialforschung (BIfAM) und dem Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM ) vertreten. "Beide Institute sind noch jung. Deshalb ist es für uns besonders wichtig, hier die Forschung der FH Bielefeld zu zeigen", sagt Prof. Dr. Christian Schröder, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Transfer.

Auf dem Gemeinschaftsstand des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums in Halle 2 werden zwei Projekte des BIfAM präsentiert. Besonders viele Zuschauer bleiben vor der Thermografie-Drohne von Prof. Dr. Frank Hamelmann stehen. Sie wurde am Fachbereich Technik der FH Bielefeld in Minden entwickelt und ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. So kann sie bestehende Photovoltaikanlagen überfliegen und automatisch anhand der Wärmebilder auf mögliche Fehlerquellen, wie fehlerhafte Zellen, interne Anschlussfehler und nicht-angeschlossene Module überprüfen. In nur einer Stunde Flugzeit können so bis zu 1300 Module gesichtet werden. 

Nebenan fällt ein kleiner weißer Würfel zu Boden. In ihm ist der Prototyp eines energieautarken Schocksensors namens Pisens. Er kann in Transportboxen eingebaut werden und so genau den Zeitpunkt bestimmen, wann bei einem möglichen Transportschaden die Box oder das Paket runtergefallen ist. Dies ist besonders bei wertvollen Gütern sinnvoll. Das Besondere an Pisens im Vergleich zu bisherigen Lösungen: Er ist wiederverwendbar, kann den genauen Zeitpunkt des Falls bestimmen und versorgt sich eigenständig mit Energie. "Durch den Fall erzeugt er Strom zum Speichern der Informationen. Danach ist die Energie aufgebraucht und der Sensor schläft wieder ein", sagt Prof. Dr.-Ing. Dirk Zielke. Er hat Pisens gemeinsam mit  den Studenten Timo Göstenkors und Rico Schindler im Rahmen ihrer Master- bzw. Projektarbeit am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik entwickelt.

In Halle 16 leuchten bereits von Weitem die Lettern "It's OWL". Hier stellt sich das Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) mit seinem Forschungsprojekten auf dem Gemeinschaftsstand des Spitzenclusters It's OWL den Messebesuchern vor. "Netzwerken ist wichtig", findet Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Rolf Naumann. Auch eine Delegation des Wirtschaftsausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags schaute vorbei und informierte sich über die Forschung an der FH Bielefeld. Besonders stolz sind die Mitglieder des ISyM auf den neuen Messestand, der einem Marktstand ähnelt und hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wird.