FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
04.02.2010

Zwei Stiftungsprofessuren für Gütersloh

Die Beckhoff Automation GmbH finanziert ab August 2010 die Professur „Elektrotechnik und Automatisierung“, die weitere Professur „Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen und deren Anwendung“ steuern die Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück und die pro Wirtschaft GT GmbH bei, die durch den Kreis und die Stadt Gütersloh unterstützt wird.

Unterzeichnung der Vereinbarungen über die Stiftungsprofessuren: Sven-Georg Adenauer (der Landrat des Kreises Gütersloh), Albrecht Pförtner (Geschäftsführer pro Wirtschaft GT), Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin der FH Bielefeld), Mari

Die Beckhoff Automation GmbH mit Sitz in Verl finanziert die Professur "Elektrotechnik und Automatisierung" im Umfang von 100.000 Euro pro Jahr über eine Laufzeit von fünf Jahren. Mittel in gleicher Höhe für die weitere Professur "Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen und deren Anwendung" steuern die Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück und die pro Wirtschaft GT GmbH bei, die durch den Kreis und die Stadt Gütersloh unterstützt wird. Die künftigen Professorinnen oder Professoren werden ab August 2010 am neuen Studienort der Fachhochschule Bielefeld in Gütersloh lehren.
Am 04. Februar 2010 unterzeichneten die Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld, Professorin Beate Rennen-Allhoff, der Gründer und Geschäftsführer der Beckhoff Automation GmbH, Hans Beckhoff, Landrat Sven-Georg Adenauer, die Bürgermeisterin von Gütersloh Maria Unger, der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Wiedenbrück, Johannes Hüser und Albrecht Pförtner, Geschäftsführer der Pro Wirtschaft GT, die Vereinbarungen über die Einrichtung der beiden Professuren im Flöttmanngebäude in Gütersloh. Hier werden ab August 2010 die praxisintegrierten Bachelorstudiengänge "Wirtschaftsingenieurwesen" und "Mechatronik/Automatisierung" angeboten, für die die Professuren besetzt werden. Das Besondere an dem Studienkonzept ist die intensive Verzahnung mit der Praxis: Das Studium wird mit einer Tätigkeit in einem Unternehmen verbunden, die ein ingenieurmäßiges Arbeiten ermöglicht.

Landrat Sven-Georg Adenauer ist stolz, den Aufbau des neuen Studienortes Gütersloh in Kooperation mit der Industrie unterstützen zu können. "Der Kreis Gütersloh ist der Maschinenbaustandort in Nordrhein-Westfalen schlechthin. Die Voraussetzungen für eine gelingende Kooperation zwischen Studierenden, Fachhochschule und Unternehmen sind in unserer Region ideal. Ich bin froh, dass sich der Kreis zusammen mit der Stadt Gütersloh und der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück durch die Finanzierung der Professur aktiv in die Entwicklung des Studienortes einbringen kann."
Als einen "Gewinn für die Stadt Gütersloh" bezeichnete Bürgermeisterin Maria Unger die Einrichtung der beiden Stiftungsprofessuren. "Die Stadt wird von den neuen Studentinnen und Studenten profitieren und die Fachhochschule wird das geistige und kulturelle Leben in Gütersloh bereichern." Darüber hinaus hätten Unternehmen einen Nutzen davon, wenn der Nachwuchs vor Ort gefördert werde. Denn die Verzahnung von Theorie und Praxis in den Studiengängen ermögliche es, dass die Absolventen sofort als Fachkräfte einsetzbar seien, so Unger.

Für Hans Beckhoff ist der Aufbau des neuen Studienortes in Gütersloh ein wichtiger Schritt, um qualifizierte Fachkräfte in die Region zu holen oder hier zu entwickeln: "Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital: sie haben die Technologie in ihren Köpfen! Nur mit einer hervorragend ausgebildeten Mannschaft können wir mit den Anforderungen des globalisierten Arbeitsmarktes Schritt halten. Darum ist es für uns selbstverständlich und notwendig, in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter zu investieren. Mit der Stiftungsprofessur gehen wir einen neuen Weg der Förderung, auch weil wir von dem Gütersloher Studienkonzept überzeugt sind." Beckhoff plant, jährlich bis zu zwölf Studentinnen und Studenten in das berufsbegleitende Studium zu entsenden.
Die Unterstützung der Professur durch die Stiftung der Kreissparkasse begründet deren Vorstandsvorsitzender Johannes Hüser: "Mit unserem nachhaltigen, auf private Kunden und den Mittelstand ausgerichteten Geschäftsmodell hat sich die Kreissparkasse als wichtiger Stabilitätsfaktor im Finanzsektor erwiesen. Wir setzen unseren Geschäftserfolg nicht zugunsten von anonymen oder wenigen Anteilseignern ein, sondern für die heimische Region und Gesellschaft. Nach unserer Überzeugung führt dieses Projekt zu einer Aufwertung des Wirtschaftsstandortes "Kreis Gütersloh", der damit weiter gefestigt und die gesamte Prosperität im Kreis Gütersloh günstig beeinflusst wird. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Stiftung der Kreissparkasse sehr gern an der Finanzierung des Fachhochschulstudienortes."

Die Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld, Beate Rennen-Allhoff, äußert sich zufrieden mit der Entwicklung des Studienortes: "Seit knapp zwei Jahren arbeiten wir nun zusammen mit verschiedenen Unternehmen aus dem Gütersloher Umfeld an der Entwicklung der Studiengänge, die im August 2010 starten werden. Die hohe Motivation der Unternehmen und die hervorragende Unterstützung durch Stadt und Kreis sind die treibende Kraft für diese durchweg positive Zusammenarbeit. Das sieht man zum einen daran, dass immer mehr Unternehmen an einer Kooperation interessiert sind und zum anderen an der großen Nachfrage von Studienbewerbern. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Kooperation mit der Firma Beckhoff und mit Kreis und Stadt nun in die Stiftungsprofessuren mündet."
Die von der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück und der pro Wirtschaft GT finanzierte Professur "Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen und deren Anwendung" wurde bereits 2009 ausgeschrieben. Mit dieser Stelle ist die Projektleitungsfunktion für den Aufbau des Studienortes Gütersloh verbunden. Die von Beckhoff finanzierte Professorenstelle "Elektrotechnik und Automatisierung" wird in Kürze bundesweit ausgeschrieben. Für die Bewerber gelten dieselben hohen Anforderungen wie für alle anderen Professuren an der Fachhochschule auch: Neben der fachlich einschlägigen akademischen Ausbildung müssen sie nach ihrer Promotion mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Industrie nachweisen und in Forschung und Entwicklung aktiv sein.

Weitere Informationen zum Studienangebot unter www.fh-bielefeld.de/guetersloh

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