FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
08.03.2017

„Formel 1 in der Schule“ begeistert erneut

27 Teams beteiligen sich an der NRW-Meisterschaft „Formel 1 in der Schule“.

„Formel 1 in der Schule“ ist ein multidisziplinärer, internationaler Technologie-Wettbewerb. Die NRW-Vorentscheidung wurde von der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm) aus Paderborn und dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) der FH Bielefeld gemeinsam auf dem Campus Bielefeld veranstaltet.

Der Wettbewerb soll dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern. Die Teams werden je nach Alter den Kategorien „Junior“, kein Teammitglied ist älter als 14 Jahre, und „Senior“ zugeordnet. Die Gewinnerteams der NRW-Meisterschaft fahren zur Deutschen Meisterschaft, die im Sommer dieses Jahres im Audi Forum Neckarsulm stattfinden wird.

Bei „Formel 1 in der Schule“ können Schülerinnen und Schüler aller Schulformen zwischen 11 und 19 Jahren teilnehmen, die sich zu Teams mit drei bis sechs Mitgliedern zusammenschließen. Die Teams entwickeln einen Miniatur-Formel 1-Rennwagen am Computer mit Hilfe von moderner CAD/CAM Software und lassen ihn anschließend in Rennen gegeneinander antreten. Dabei gewinnen nicht allein die schnellsten Rennwagen, sondern auch die beste Teamleistung aus Konstruktion, Fertigung, Marketing und Präsentation.

In Regionalwettkämpfen und der Deutschen Meisterschaft treten die Schülerteams mit ihren von Gaspatronen angetriebenen Boliden auf einer 20 Meter langen Rennstrecke gegeneinander an. Das Siegerteam vertritt Deutschland bei der Weltmeisterschaft, die jährlich im Vorfeld eines Formel 1-Grand Prix-Rennens stattfindet.

F1-NRW-Cup-WettkampfDie Magistrale der Fachhochschule Bielefeld füllte sich bereits am Freitagnachmittag sichtlich, als die Teams ihre selbst entworfenen Messestände in einer Art Boxengasse aufbauten. Die Jurymitglieder, bestehend aus Vertretern der Wirtschaft und der Hochschule, hatten bereits am Anmeldetag die ersten Bewertungen abzugeben. Zu diesem Zweck teilte sich die Jury in zwei Gruppen auf.

Die eine Hälfte übernahm die technische Abnahme der Rennwagen, um sicherzustellen, dass diese regelkonform sind. Die andere Hälfte sichtete die Portfolios der Teams. Dabei wurden die ersten Punkte des Wettkampfes vergeben. Der dritte Teil der Sichtung war die Bewertung der CAD-Konstruktionen. Diese Bewertung übernahmen wie jedes Jahr Studierende aus dem Studiengang Mechatronik des Fachbereichs IuM der FH Bielefeld.

Cassady Babysitter, 14 Jahre, aus dem Team Formular 6: „Die Veranstaltung ist klasse. Wir Schüler können selbst Verantwortung übernehmen und Dinge ausprobieren. Die FH als Standort für das Rennen ist gut gewählt, passt von den Räumlichkeiten her.“

Am Samstagmorgen wurden die Teilnehmer von Prof. Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs IuM, Prof. Dr. Herbert Funke, Projektleiter seitens der FH, und Marvin Kleinemeier, Projektkoordinator Formel 1 in der Schule bei gpdm mbH, begrüßt.

Anschließend stellten die Teams ihre selbstgestalteten Rennboxen sowie ihr Portfolio vor. Parallel dazu starteten die ersten Teilnehmer in die Rennen. Im Verlauf des Veranstaltungstages fanden circa 33 Rennen mit jeweils vier Durchläufen statt.

Der Höhepunkt des zweiten Wettkampftages war die Siegerehrung im Audimax der FH. Alle Teams erhielten eine Urkunde und die Siegerinnen und Sieger wurden zusätzlich mit Pokalen und Medaillen geehrt. Juniorlandesmeister wurden die „White Rabbits“ vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Lüdenscheid. In der Kategorie Senioren belegte das „celerity.team“ vom märkischen Gymnasium Iserlohn den ersten Platz der Landesmeisterschaft. Zweit- und Drittplatzierte waren die „Evolve-Racing“ des Fichte-Gymnasiums Hagen und „BlackFire“ vom Sankt-Ursula-Gymnasium Arnsberg-Neheim.

Schülerin Raagalya Raweendra, 14 Jahre, aus dem Team Sunrise fasst zusammen: „Es war ein faszinierendes Projekt. Wir Schüler konnten das im Unterricht, beispielsweise in Physik, erlernte Wissen gut in die Praxis umsetzen. Es war toll zu sehen, wie vielfältig die Konstruktionen gestaltet wurden.“

Im kommenden Jahr wird der in diesem Jahr entfallene OWL-Cup an der FH Bielefeld und der NRW-Cup im Heinz Nixdorf Museumsforum in Paderborn stattfinden.

Text: Tanja Hage