Prof. Dr. Rainer Lenz zum Vorstandsvorsitzenden von Finance Watch gewählt

04.01.2017

Die Nicht-Regierungsorganisation berät das EU-Parlament und die EU-Kommission bei der Regulierung des Finanzsektors.

Lenz Rainer Prof. Dr. FB5 2014 (Ausschnitt)Bielefeld (fhb). Prof. Dr. Rainer Lenz wurde jetzt in Brüssel zum Vorstandsvorsitzenden von Finance Watch gewählt. Lenz lehrt und forscht im Bereich "Internationale Finanzen" an der Fachhochschule Bielefeld und hat am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit den Studiengang "International Studies in Management" mit aufgebaut. Er ist seit der Gründung von Finance Watch im Jahr 2008 Mitglied der Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die sich mit den Finanzmärkten und deren Regulierung auseinandersetzt.

Finance Watch wurde als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 gegründet. Die Initiative ging damals von einer Gruppe von Europa-Abgeordneten aus, die den Bedarf an einer neutralen und einer von Banken unabhängigen Beratung in Sachen Finanzmarktregulierung sahen. Die Aufgabe von Finance Watch sei es, so Lenz, das EU-Parlament und die EU-Kommission bei der Regulierung des Finanzsektors zu beraten, "so dass die Finanzindustrie zukünftig stärker der Gesellschaft dient". Finance Watch setzt sich für ein robustes und effizientes Bankensystem ein, das Kapital für produktive Zwecke bereitstellt, ohne daraus künstlich geschaffenen Profit zu schlagen oder Kreditrisiken auf die Gesamtgesellschaft abzuwälzen. Die Organisation möchte ein nachhaltiges Finanzsystem schaffen, das "im Dienst der Gesellschaft steht und auf Investitionen in die Realwirtschaft statt auf Spekulation setzt", so Finanz-Experte Lenz.

Für Finance Watch arbeiten derzeit zehn festangestellte Analysten mit einem Generalsekretär an der Spitze. Als Finanzexperte wird Professor Lenz, der bereits seit 2014 Vorstandsmitglied ist, weiterhin den Generalsekretär in der Politikberatung aktiv unterstützen und die inhaltliche Ausrichtung und Schwerpunktsetzung von Finance Watch mitbestimmen. Lenz: "Das Jahr 2017 beginnt mit der Rettung italienischer Banken durch den Steuerzahler in Höhe von 20 Milliarden Euro. Die Finanzkrise ist keineswegs vorbei. Für Finance Watch gibt es noch viel zu tun, und ich freue mich, dabei zu sein."

Mehr über Finance Watch unter www.finance-watch.org/de