FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
29.03.2017

„Professionalisierung des internationalen Engagements“

Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit will Internationalisierung in Kooperation mit Unternehmen ausbauen.

Gruppenaufnahme der Workshopteilnehmer

Bielefeld (fhb). Zu einem Workshop zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit zwischen der FH Bielefeld und regionalen Unternehmen hatten Prof. Dr. Natalie Bartholomäus und Prof. Dr. Riza Öztürk, beide vom Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit, am vergangenen Freitag an die Fachhochschule eingeladen. 12 Unternehmensvertreter kamen zur Diskussion und formulierten Ideen über den konkreten Ausbau gemeinsamer Internationalisierungsbemühungen. Professorin Bartholomäus beschrieb die Ausgangssituation: "Die Kooperation zwischen der FH Bielefeld und regionalen Unternehmen im internationalen Handlungsfeld bietet weitaus mehr Möglichkeiten als Praktika und Abschlussarbeiten. Gemeinsam können wir einen entscheidenden Beitrag zur Professionalisierung des internationalen Engagements am Wissens- und Wirtschaftsstandort Bielefeld leisten."

FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk freute sich bei der Begrüßung der Gäste über die hohe Resonanz der Unternehmen: „Interkulturelle Kompetenzentwicklung ist einer der wesentlichen Bausteine für erfolgreiche internationale Tätigkeit. So findet sich diese bereits in grundständigen Curricula wieder, in der Weiterbildung und auch strategisch ist die Hochschule im Rahmen des ‚Audits Internationalisierung‘ auf dem Weg, um die bestehenden Angebote für Studierende, Lehrende und auch in der Weiterbildung systematisch zu erweitern.“

workshop-international2017-2Brigitte Meier, Prokuristin der WEGE mbH, hielt fest: "Als Wirtschaftsförderung der Stadt Bielefeld begrüßen wir diese geplante Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule und regionalen Unternehmen sowie die damit zusammenhängende Professionalität." Uwe Lück, Referent für Technologie und Innovation und Hochschulbeauftragter der IHK Ostwestfalen: "Wir sehen das Projekt als ein bemerkenswertes Angebot mit einer sehr hohen Flexibilität und großen Wirtschaftsbezogenheit an.“

Die Internationalisierungsbestrebungen des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit wurden in jüngster Vergangenheit intensiviert. Seit dem Wintersemester 2015 ist der Fachbereich eine erste so genannte „selected partnership“ mit der Partnerhochschule Université Paris‐Est Créteil Val de Marne eingegangen, die es den Studierenden des Bachelorstudiengangs ‚International Studies in Management‘ ermöglicht, einen Doppelabschluss zu erwerben. Prof. Dr. Wolfgang Kohn hatte hier die Verhandlungen umgesetzt. Die ersten Studierenden sind schon in Paris. Zudem konnte kürzlich die Czech University of Life Sciences Prague und die University of Cagliary auf Sardinien als weitere Doppelabschlusspartner gewonnen werden. „Ziel ist es, die Studierenden noch besser zu qualifizieren und auf den internationalen Arbeitsmarkt vorzubereiten“, meint Professor Öztürk. Um den internationalen Austausch kontinuierlich zu vertiefen seien, so Öztürk, weitere „selected partnerships“ in Planung. Neben Doppelabschlüssen sollen auch die Forschungszusammenarbeit mit Forschungsanträgen und der Dozentenaustausch forciert werden. Öztürk: „So hat jede ‚selected‘-Partnerhochschule einen Professor als ‚Paten‘ im Fachbereich, der als Brücke in die jeweilige Fachgruppe dient.“

Im Zuge weiterer Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Lehreinheit Wirtschaft sei man darüber hinaus auf die Idee gekommen, die Internationalisierungsstrategie auch mit international agierenden Unternehmen aus der Region OWL auszuweiten. Erste Ziele: den Mitarbeitern der Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten im internationalen Kontext anzubieten und den Studierenden einen leichteren Zugang zu einem Praktikum zu verschaffen, entweder direkt bei einem Mutterunternehmen im Inland oder bei den Tochtergesellschaften im Ausland. Zudem sollen sie praxisnah an internationalen unternehmensbezogenen Projekten mitarbeiten. Öztürk: "Sowohl die Fachhochschule Bielefeld als auch die Unternehmen können von ihren Erfahrungen und Wissen im Austausch profitieren. Dabei ist die FH Bielefeld die Plattform der Zusammenarbeit."

Die Teilnehmer des Workshops verabredeten sich zu weiteren zeitnahen Diskussionsrunden, um die Kooperation mit einer Vereinbarung zu untermauern. Nach den ersten Erfahrungen soll die Zusammenarbeit auf die Unternehmen in Bielefeld und in der Region ausgedehnt werden.