FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
23.02.2018

23 Gründerteams starten im Innovationslabor OWL

Auftakt des hochschulübergreifenden Projekts fand an der FH Bielefeld statt. Coaches der Unis Paderborn und Bielefeld sowie der Hochschule OWL und der FH Bielefeld betreuen die Start-Up-Ideen.

Gruppenfoto mit acht Personen auf einer Treppe.

Bielefeld (fhb). 23 Ideen und Produkte aus verschiedenen Branchen, teils gerade erst zu Papier gebracht, teils schon „marktreif“, kamen beim ersten Netzwerktreffen des hochschulübergreifenden Projektes „Innovationslabor OWL“ am 21. Februar in der Fachhochschule (FH) Bielefeld zusammen. Über ein Jahr lang unterstützen die Coaching-Teams der Universitäten Paderborn und Bielefeld sowie der FH Bielefeld und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe die Start-Up-Teams bei der Gründung ihrer technologie- und wissensbasierten Hochschulausgründungen in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL). Neben einem intensiven Beratungsangebot profitieren die angehenden Gründerinnen und Gründer von zahlreichen Kontakten zu potenziellen Investoren, etablierten Unternehmen und anderen Start-ups. Über einen Zeitraum von insgesamt drei Jahren wird das „Innovationslabor OWL“ mit rund 1,3 Millionen Euro durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Bei der Auftaktveranstaltung präsentierten die angehenden Gründerinnen und Gründer ihre Start-Up-Ideen. Die Ideen reichen vom scharfen Honig und selbstgebrauten Bier über Lerncoachings und einen virtuellen Kleiderschrank bis hin zur Schreibwerkstatt. Dr. Sebastian Vogt aus dem Coaching-Team der Universität Paderborn erklärt die Vorteile der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit: „Wir haben uns für das Gründungsprojekt zusammengetan, weil es wichtig ist, unsere Stärken an den einzelnen Hochschulen gegenseitig zu nutzen.“ Prof. Dr. Tim Kampe von der FH Bielefeld ergänzt, dass „im Innovationslabor OWL besondere Fähigkeiten, Kompetenzen und Vielseitigkeiten zusammenkommen“. Von frischen Ideen bis zu Prototypen sei alles dabei.

Die FH Bielefeld ist mit fünf Start-Up-Teams vertreten: Marcin Krawczyk und Sarah Schnurbus möchten das Designstudio „studio bolding“ gründen und sich auf Corporate Design und Editorial Design spezialisieren. „Wir gestalten mehr als kooperative Logos“, erklärt Krawczyk. Das Team von „VEMOS“ besteht aus den wissenschaftlichen Mitarbeitern Edmond Skeli, Dimitri Harder und Andreas Michael. Sie wollen die Idee des „virtual Engineering“ zur Marktreife bringen, Produktionseffizienzen steigern und Ausschussquoten verringern. Durch die Schaffung eines „digitalen Zwillings“ sollen Maschinen oder auch komplette Produktionssysteme in einer rein virtuellen Umgebung entwickelt, simuliert und optimiert werden. Um nachhaltige, gesunde und eiweißreiche Ernährung geht es im Gründerprojekt „Mehlwert“ von Lois Marxcord. Er ist der erste Anbieter für Insektenmehl, das sich nicht nur zum Brotbacken eignet, sondern mit einer Vielzahl an Grundnahrungsmitteln kombinieren lässt. Ein Simulations- und Trainingszentrum wollen Sandrina Schlinkmann, Tim Herzig und Karsten Keller verwirklichen. „Die Art wird sich ändern, wie wir uns auf die berufliche Bildung vorbereiten“, sagt Herzig. Im Gründerprojekt „HEA²R - Headset for Augmented Auditive Reality“ beschäftigen sich Tobias Lehmann, Dennis Kaupmann, Timo Kölling und Joel Sprenger mit der Entwicklung eines Gehörschutzes, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im produzierenden Gewerbe bestmöglich schützen und gleichzeitig Arbeitsabläufe erleichtern soll.

Bei jazzigen Klängen des NÉK-Trios konnten die angehenden Gründerinnen und Gründer erste Erfahrungen untereinander austauschen und Kontakte knüpfen. Die nächste Netzwerkveranstaltung wird an einer anderen der vier beteiligten staatlichen Hochschulen stattfinden und ist bereits in Planung.