FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
19.04.2017

4. Embedded Engineering Gespräche auf dem Campus Minden

Rund 30 Teilnehmer aus 16 Unternehmen aus der Region tauschten sich zum Thema Softwarearchitektur aus.

Minden (fhb). Die auf dem Campus Minden der Fachhochschule (FH) Bielefeld stattfindenden „Embedded Engineering Gespräche“ haben sich mit der vierten Folge endgültig etabliert. Rund 30 Teilnehmer aus 16 Unternehmen aus der Region tauschten sich jetzt zum Thema Softwarearchitektur aus. Die Gesprächsreihe wurde von Prof. Dr. Matthias König vom Campus Minden der FH Bielefeld, der Willert Software Tools GmbH und der Innovationsgesellschaft für Hochschule und Wirtschaft mbH gemeinsam initiiert.

Thomas Lachtrup von der Elektronik & Informatik OWL e.G. referierte unter anderem über die Anforderungen und Notwendigkeiten rund um die Architektur von Software für eingebettete Systeme. Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Anforderungen an eine Softwarearchitektur, die der Dynamik bei der Entwicklung von Embedded Software gerecht wird. Software müsse testbar, wartbar, wiederverwendbar sein, aber auch dahingehend beweglich, dass Änderungen bei Anforderungen berücksichtigt werden können, so Lachtrup. Änderungen von Programmteilen sollten jederzeit möglich sein. Anhand einer Reihe von Beispielen machte Lachtrup deutlich, wie man mit einer gut strukturierten und aufgebauten Softwarearchitektur optimale Lösungen erarbeiten kann.

Andreas Willert von der Willert Software Tools GmbH aus Bückeburg spannte den Bogen etwas weiter und brachte den Begriff der Architektur auf den Punkt. Der Architekt (lat. Architectus) ist der Baumeister, der für die praktische Umsetzung verantwortlich ist. Ähnlich wie in der Bauarchitektur, sei der Softwarearchitekt für die Statik seiner Architektur verantwortlich. Sie muss halten, das „Gebäude“ muss stabil bleiben. Die zunehmende Aufteilung der Systeme in den eingebetteten Softwaresystemen in Einzelsysteme, stelle den Softwarearchitekten vor große Herausforderungen. Durch das „Teile und Herrsche“ im Engineering werde eine Komplexität geschaffen, so Willert, die sich nur durch eine robuste und gleichzeitig flexible Softwarearchitektur noch beherrschen lasse.

In dem sich anschließenden Erfahrungsaustausch wurde das Thema vertieft und darüber hinaus auch immer wieder die Frage nach der Sicherheit von eingebetteten Systemen gestellt. Ein weiteres wichtiges Thema, das durch die Embedded Engineering Reihe aufgenommen wird.

Wie geht es weiter: Der Gesprächskreis am Campus Minden wird in Zukunft weitere Themen vertiefen und auch Experten aus Unternehmen einladen, die über Ihre Erfahrungen berichten werden. Im Herbst wird die Reihe in Minden fortgesetzt. Die Themen stehen noch nicht fest. Interessierte können sich per E-Mail unter anmeldung@innovationsgesellschaft.com in den Einladungsverteiler aufnehmen lassen. Die Einladungen mit dem Programm werden rechtzeitig versandt.