FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
01.08.2018

Acht Nationen basteln an „Crazy Machines“

20 Schülerinnen und Schüler aus acht Ländern bauen bei der STEM Summer Session an der FH Bielefeld verrückte Maschinen.

Jugendliche und Erwachsene stehen in einem Labor und schauen in die Kamera.

Bielefeld (fhb). Zum vierten Mal hat die Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. in diesem Sommer eine zweiwöchige STEM Summer Session mit verschiedenen Stationen in Deutschland angeboten. Eine Station war die Fachhochschule (FH) Bielefeld vom 30. Juli bis 1. August.
STEM steht für Science, Technology, Engineering und Mathematics, auf Deutsch enstpricht das den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind zwischen 13 und 17 Jahre alt und kommen aus China, Deutschland, Hong Kong, Indien, Russland, Trinidad und Tobago, der Türkei und Ungarn.

 Auf dem Programm des dreitägigen Workshops an der FH Bielefeld stand der Bau einer Kettenreaktionsmaschine im zdi-Schülerinnen und Schülerlabor der FH Bielefeld. Die „crazy machine“ muss einige Voraussetzungen erfüllen: Mit einer Kugel wird sie in Betrieb gebracht, am Ende muss ein mit Wasser gefüllter Luftballon zum Platzen gebracht werden, und die Kettenreaktion muss mindestens 25 Sekunden dauern. Als Materialien müssen eine Mausefalle, zwei Holzlöffel, eine Suppenkelle, ein Tennisball und ein LEGO Mindstorms Roboter zum Einsatz kommen. Als Motivationshilfe  steht am Ende Betreuerin Lisa Münstermann unter der Wasserbombe und lässt sich gerne erfrischen  — sofern die Kettenreaktion erfolgreich ist. Wie das ganze umgesetzt wird, obliegt der Kreativität des internationalen Schülerteams. Werkzeuge und Arbeitsplatz stehen im Schülerlabor zur Verfügung, wo die Gruppe drei Tage lang an drei Maschinen bauen durfte.
Brianna (16) und ihre Schwester Anais aus Trinidad und Tobago kamen für die STEM Summer Session erstmals nach Deutschland, wie Brianna berichtet: „Auf das Angebot ist meine Mutter über ihren Arbeitgeber gestoßen und hat uns dann angemeldet.“ Ähnlich lief es bei Theo (15) aus München und Tobias (15) aus Hannover: Beide wurden von ihren Eltern angemeldet. Bislang gefällt ihnen nach den ersten fünf Tagen der  Workshop an der FH Bielefeld am besten, da sie hier „ausgiebig werkeln können“. Auch Eren (16) aus der Türkei ist begeistert von den drei Tagen im Schülerlabor, er mag es vor allem, „dass man so viel dabei nachdenken muss und ausprobieren kann.“ Für ihn ist es das erste Mal, dass er sich so intensiv mit Technik und Mechanik auseinandersetzt.
Jeweils drei Versuche hatten die Teams für den Durchlauf ihrer „crazy machine“, bis dieser erfolgreich die Wasserbombe am Ende zum Platzen bringt. Mit ein klein wenig Nachhelfen sind alle Kettenreaktionen beim zweiten Versuch geglückt — zur Freude von Betreuerin Lisa Münstermann, die bei 28 Grad Außentemperatur eine dankbare Erfrischung erhielt.