FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
09.07.2017

Das Raumklima in Sennestadt

Der Mindener Forschungsschwerpunkt IFE stellte Sennestädtern seine Forschung zum Raumklima in ihren Quartierswohnungen vor.

Bielefeld (fhb).   Die Konzeptionierung einer energieeffizienten, nachhaltigen und sicheren Altbausanierung – daran arbeitet der Mindener „Interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt für dezentrale, nachhaltige und sichere Energiekonzepte“ (IFE). Da einer ihrer Kooperationspartner die Sennestadt GmbH ist und derzeit bereits in Wohnungen des Quartiers geforscht wird, stellten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 7. und 8. Juli ihre Arbeit den Sennestädterinnen und Sennestädtern im Rahmen der NRW-Klimatage vor.

„Unsere Forschung umfasst drei Bereiche: die Luftqualitätsmessung, die Datenanalyse mit einer Rückmeldung über das Raumklima und die Entwicklung eines Thermokopters“, sagte Forschungsmanagerin Nicole Kanz. Derzeit sind in drei Wohnungen in Sennestadt bereits Messgeräte installiert, die Daten über den Kohlenstoffdioxidanteil, die Luftfeuchtigkeit, die Innen- und Außentemperatur sowie die Heiztemperatur messen. Zusätzlich können mit der Thermodrohne die Außenwände des Hauses abgeflogen werden und sogenannte Wärmebrücken. Dies sind Bereiche der Fassade, die mehr Wärme nach Außen lassen als andere. „Hierzu haben wir einen Algorithmus geschrieben, der die Wärmebrücken in Thermoaufnahmen erkennt und markiert“, so Klaus Schlender, Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt und Student im Masterstudiengang Informatik am Campus Minden. Anschließend wird aus den Drohnenbildern am Computer ein 3-D-Modell des Gebäudes erstellt.

Noch in der Entwicklung aber schon fast einsatzbereit sind intelligente Monitore, die schon bald in 50 Sennestädter Wohnungen zum Raumklima mit den Bewohnern interagieren sollen. Zum einen wollen die Wissenschaftler der FH Bielefeld so erfahren, warum und wann die Bewohner lüften. Gleichzeitig wird bei einem schlechten Raumklima  aber auch eine Empfehlung gegeben, nun einmal das Fenster aufzumachen. „Ziel ist es, die unterschiedlichen Lüftungsverhalten zu analysieren und herauszufinden, wann und wie sich Schimmel bildet“, so Kanz.