FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
25.05.2021

Deutschlandstipendium für FH-Studentin Miriam Bähner

Studentin Miriam Bähner hat ihr Studienglück an der FH Bielefeld gefunden. Für ihre Leistungen und ihr Engagement erhält sie das Deutschlandstipendium der Stiftung Studienfonds OWL.

Eine junge Frau arbeitet in einem Serverraum der FH Bielefeld.

 Minden (fhb). „Aller guten Dinge sind drei“: Ein Sprichwort, das vermutlich jeder kennt und schon einmal benutzt hat. Auch für Miriam Bähner hat sich dieser Ausspruch bewahrheitet. Die 24-jährige Herforderin befindet sich derzeit im vierten Semester des praxisintegrierten Wirtschaftsingenieurstudiums am Campus Minden der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Zugleich ist sie Stipendiatin der Stiftung Studienfonds OWL. Ihren Weg an die FH verdankt die begeisterte Hobby-Tänzerin jedoch mehreren Umwegen und einem glücklichen Zufall: „Nach meinem Abitur entschied ich mich zunächst für ein Mathematikstudium mit den Nebenfächern Englisch und Informatik. Nach wenigen Wochen merkte ich jedoch, dass mir der lebensnahe, praktische Anteil in dem Studiengang fehlte. Daher brach ich das Studium zugunsten einer Ausbildung zur Industriekauffrau ab. Während der Lehrjahre wurde mir jedoch bewusst, dass auch eine Ausbildung meine Wünsche nicht vollständig erfüllen kann. Ich vermisste den wissenschaftlichen Anspruch aus dem Studium. Am Ende meiner Ausbildung informierte ich mich daher auf der Jobmesse my-Job-OWL über Studienmöglichkeiten mit praktischem Anteil. Auf diese Weise lernte ich meinen jetzigen Arbeitgeber, die EFB Elektronik GmbH, kennen. Als Kooperationspartner der FH Bielefeld stellten sie mir den praxisintegrierten Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vor.“

Verbindung von Praxis und Theorie erzeugt Synergie

Seit 2019 studiert Miriam Bähner nun praxisintegriert Wirtschaftsingenieurwesen am Campus Minden. In dem siebensemestrigen Studiengang wechseln sich jedes Semester zwölfwöchige Theoriephasen in der Hochschule mit elfwöchigen Praxisphasen in einem Unternehmen ab. „Mir war damals schnell klar: Mit diesem Studienmodell werden alle meine Wünsche erfüllt. Es ist die perfekte Verbindung aus einem Studium und einer praktischen Tätigkeit, nach der ich so lange gesucht habe. Durch den Wechsel der verschiedenen Phasen wird es nie langweilig und ich kann das in der Theorie erlernte Wissen in der Praxis anwenden und umgekehrt. Während meiner Zeit an der Fachhochschule besuche ich beispielsweise Seminare zu Mathematik, Elektrotechnik oder Betriebswirtschaftslehre. Bei der EFB Elektronik werde ich wiederum in verschiedene Abteilungen eingebunden –vom Controlling über Produktmanagement bis hin zum Projektmanagement. Das Zusammenwirken der beiden Phasen ist jedes Mal wieder erstaunlich“, freut sich die 24-Jährige.

Das richtige Studium zu finden, zahlt sich aus

Die Freude und das Interesse an ihrem Studium spiegeln sich auch in ihrem Notendurschnitt und Engagement wider: Sie erzielt Spitzenleistungen, war im vergangenen Semester unter anderem Semestersprecherin und unterstützte den Studieneinstieg der Erstsemester als Tutorin. „Vor allem aufgrund des digitalen Semesters war das eine anspruchsvolle und gleichzeitig wichtige Aufgabe, die mir viel Spaß gemacht hat“, so die Studentin.

Miriam Bähners Werdegang zeigt: Manchmal bringen Umwege einen erst an das richtige Ziel. 

Finanzielle und ideelle Förderung durch Stiftung Studienfonds OWL

Seit dem vergangenen Semester erhält Miriam Bähner das Stipendium der Stiftung Studienfonds OWL, eines deutschlandweit einmaligen Kooperationsprojektes der fünf Hochschulen des Landes NRW in Ostwestfalen-Lippe. Jedes Deutschlandstipendium wird monatlich zur einen Hälfte mit 150 Euro durch Mittel des Bundes und zur anderen Hälfte durch lokale Förderinnen und Förderer finanziert. Diesen lokalen Anteil wirbt die Stiftung Studienfonds OWL ein. Insgesamt erhalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten 3.600 Euro pro Jahr.

„Das Ziel der Stiftung ist es, Studierende in Ostwestfalen-Lippe nachhaltig sowohl materiell als auch ideell zu fördern, ein Netzwerk zwischen Förderern und Geförderten aufzubauen und dadurch den Hochschul- und Wirtschaftsstandort OWL langfristig zu stärken“, erklärt die stellvertretende Geschäftsführerin Julia Kralemann. Auch während der Corona-Pandemie findet die ideelle Förderung auf vielfältige Weise statt, aktuell natürlich in digitaler Form. (abo)

Über das praxisintegrierte Studium

Während des praxisintegrierten Studiums sind die Studierenden sowohl an der FH Bielefeld eingeschrieben als auch in einem Unternehmen beschäftigt und erhalten eine Vergütung. Die Praxisphasen im Betrieb wechseln sich etwa vierteljährlich mit Theoriephasen an der Fachhochschule ab. Die berufspraktische Tätigkeit kann im Rahmen einer Berufsausbildung oder im studienbegleitenden Praktikum erbracht werden. Es ist aber auch möglich, das Studium mit einer Berufstätigkeit zu verbinden.

Weitere Links:

Studiengangsseite Wirtschaftsingenieurwesen (Bachelor, praxisintegriert)

Fachbereich Campus Minden

Stiftung Studienfonds OWL