FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
06.11.2018

„Die InfinteG-Forschung stellt den Menschen in den Mittelpunkt“

Prominent besetzter Beirat des Mindener Forschungsinstituts für intelligente Gebäude konstituiert sich.

Zehn Männer stehen vor einem Gebäudeeingang und schauen in die Kamera

Minden (fhb). Schon lange erwartet und jetzt mit Prominenz und Profession besetzt: der Beirat des Instituts für intelligente Gebäude, kurz: InfinteG, eines von vier Forschungsinstituten der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Der Landrat des Kreise Minden-Lübbecke, Dr. Ralf Niermann, gehört dem Beirat an, ebenso Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Aus der Wissenschaft mit dabei sind Prof. Dr. Volker Berkhahn von der Leibnitz Universität Hannover und Prof. Dr. Höttecke, der an der FH Münster lehrt und forscht. Karl Heinz Welk, Head of Technology Center des Bielefelder Unternehmens Schüco, und Prof. Dr. Oliver Wetter, Dekan des Fachbereichs Campus Minden und zugleich einstimmig gewählter Vorsitzender, komplettieren den Beirat. Am 5. November fand die konstituierende Sitzung statt, die Presse war eingeladen.

InfinteG ist in direkter Nachbarschaft des Campus Minden angesiedelt. Ein Institut mit zehn Professorinnen und Professoren aus ganz unterschiedlichen Disziplinen: Architekten und Bauingenieure, Informatiker, Elektrotechniker und Wirtschaftspsychologen. Unterstützt von zurzeit vier Doktoranden. Prof. Dr. Dominic Becking, der gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias König das Institut leitet: „Unser großes Thema ist, dass sich Menschen, die in Gebäuden arbeiten, wohlfühlen sollen.“ Es geht dabei auch um Energieeffizienz, Datensicherheit und Brandschutz. In interdisziplinären Arbeitsgruppen werden nachhaltige Konzepte und Technologien für die Sanierung und Rekonstruktion von Gebäuden entwickelt, die mit Hilfe intelligenter Gebäudeautomation an die Bedürfnisse zukünftiger Nutzer angepasst werden sollen, heißt es in einem Infoblatt des Instituts, wo auch formuliert wird: „Das Institut trägt mit seinem Forschungsprogramm dazu bei, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen Nordrhein-Westfalens zu bewältigen. Schwerpunkte der Arbeit sind dabei Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe, sichere, saubere und effiziente Energieversorgung, Gesundheit und Wohlbefinden im demografischen Wandel sowie Sicherheit, Partizipation und sozialer Zusammenhalt im gesellschaftlichen Wandel.“

Professor Wetter machte darauf aufmerksam, dass die InfinteG-Forschenden „die erfolgreiche Arbeit des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes ‚InteG-F: Intelligente Gebäudetechnologien unter einem Dach‘ fortsetzt, in dem über zwei Jahren zu den Themen Energie, Sicherheit und Nutzerakzeptanz in intelligenten Gebäuden geforscht wurde“. Im Jahre 2008 habe, erinnerte Wetter, „die intelligente Gebäudetechnologie unter Federführung von Prof. Dr. Joachim Bahndorf in Minden Einzug gehalten“.

Institutsleiter Becking blickt voller Optimismus in die nahe Zukunft: „Wir haben bislang schon zwei Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Unser Ziel ist es, die Fünf-Millionen-Grenze zu erreichen.“ Allerdings ergänzt er selbstkritisch: „Wir müssen in der Region verankert sein, und wir brauchen auch bürgerschaftliches Engagement, sonst wird das nichts.“

Landrat Niermann verspricht Unterstützung: "Der Campus Minden hat sich zu einem wichtigen und anerkannten Standortfaktor für den Kreis Minden-Lübbecke entwickelt. Bereits früh im Aufbau des Campus gab es in der Kreispolitik und der Kreisverwaltung die Auffassung, den Campus durch das Ansiedeln von Forschung als vollständigen und vollwertigen Hochschulstandort zu festigen. Er ist ein wichtiger Baustein der Regionalentwicklung, den wir mit diesem Beirat weiter unterstützen wollen", so Niermann.

Bürgermeister Jäcke ist gleichfalls „von der Erfolgsgeschichte des Campus Minden in den vergangenen zehn Jahren angetan“. Aus zwei Studiengängen wurden zwölf, aus 500 Studierenden knapp 1.600. „Ich wünsche mir weitere Masterstudiengänge und Stiftungsprofessuren“, so das Stadtoberhaupt und mit Blick auf seine Beiratstätigkeit: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Forschungsergebnisse vom InfinteG in die Praxis umgesetzt werden. Ich merke, immer dann, wenn ich mit Wirtschaftsvertretern spreche, kommen wir ganz schnell auf die Hochschule zu sprechen und auf die Möglichkeiten zu kooperieren.“

Prof. Dr. Christian Schröder, Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Transfer der FH Bielefeld, sprach von einer „ausgezeichneten Zusammensetzung des Beirats, der helfen wird, noch mehr Forschung für den Campus Minden zu realisieren“. „In unseren modernen Zeiten, wo Forschungserfolg zumeist am Aufkommen an Drittmitteln abgeleitet wird, sind wir mit unserem InfinteG und seinen vielfältigen Aktivitäten bestens aufgestellt“, sagte Schröder. Und was ihn ganz besonders freue: „Die InfinteG-Forschung stellt den Menschen in den Mittelpunkt.“