FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
01.10.2018

Digitalisierung in der Baubranche vorantreiben

„buildingSMART Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe – Münster – Osnabrück“ am Campus Minden gegründet.

Zehn Personen stehen vor einer Fensterfront und blicken in die Kamera.

Minden (fhb). Architekten, Bauunternehmer, Planer, Produkt- und Softwarehersteller sowie Vertreterinnen und Vertreter von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Verbänden: Die neu gegründete Regionalgruppe des Vereins „buildingSMART“ deckt die gesamte Bandbreite der Personen ab, die an modernen Bauvorhaben beteiligt sind. Die Regionalgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Anwender und Interessierte an der kooperativen digitalen Arbeitsmethode BIM (Buildung Information Modelling) zusammenzubringen. Dass als Ort für den Auftakt der Gruppe der Campus Minden der Fachhochschule (FH) Bielefeld gewählt wurde, kommt nicht von ungefähr: Mit den Fachdisziplinen wie Architektur, Informatik oder Projektmanagement im Bauwesen wird dort das Bauen von morgen erforscht und gelehrt. Als Vertreter der FH Bielefeld gehört Professor Dr.-Ing. Michael Eisfeld zu den Gründungsmitgliedern der Regionalgruppe.

Professor Eisfeld unterrichtet am Fachbereich Campus Minden die Studierenden des Masters Integrales Bauen – ein Studienprogramm, bei dem den Studierenden eine ganzheitliche und übergreifende Sicht auf die Planung und Ausführung von Bauvorhaben vermittelt wird und für das somit BIM eine der zentralen Methoden ist. Durch die Vernetzung innerhalb der neugegründeten Regionalgruppe wird Eisfeld regionale Themen sowohl in die Lehre als auch in die Forschung am Campus Minden tragen. Er kann sich innerhalb der Gruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von regionalen Unternehmen wie Schüco und Goldbeck über das digitale Bauen austauschen.

BIM beschreibt eine digitale Arbeitsmethode, mit der die Planung und Umsetzung von Bauvorhaben sowie die Bewirtschaftung von Gebäuden optimiert werden soll. Es entsteht hierfür ein digitaler Zwilling des Gebäudes, auf das alle Beteiligten zugreifen können und somit gemeinsam in Echtzeit an einem Modell arbeiten. Zeitpläne, Kosten und Risiken können auf diese Weise früher und präziser ermittelt und optimiert werden. So wird beispielsweise das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur ab 2020 BIM als verbindliche Methode für ihre Infrastrukturprojekte vorgeben.

Der Verein buildingSMART Deutschland gründete sich 1995 im Rahmen einer weltweiten Initiative rund um das modellbasierte, intelligente Planen, Bauen und Betreiben. Mit der neuen Regionalgruppe ist die letzte Lücke in NRW geschlossen.