FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
10.11.2017

Dummy verhilft Rollstuhlfahrern zu besserem Fahrkomfort

Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) stellt auf der FMB - Zuliefermesse Maschinenbau in Bad Salzuflen aus.

Bielefeld (fhb). Mehr als 500 Aussteller präsentierten vom 8. bis 11. November das gesamte Spektrum der Zulieferindustrie für den Maschinenbau und Anlagenbau auf der FMB - Zuliefermesse Maschinenbau in Bad Salzuflen. Das Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) der Fachhochschule (FH) Bielefeld beteiligte sich am Gemeinschaftsstand des it´s OWL Spitzenclusters und zeigte seinen Dummy für einen elektrischen Rollstuhl aus dem Themenschwerpunkt „Human Mechatronics“.

Der Begriff „Human Mechatronics“ wurde vom ISyM, einem Forschungsinstitut am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik, geprägt und steht für menschzentrierte Technologien, bei denen mechatronische und menschliche Aspekte (Human Factors) im Entwurf intelligenter technischer Systeme gleichberechtigt berücksichtigt werden. Anwendung finden sie sowohl in der Industrie, als auch in der Gesundheitswirtschaft. Eine Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld gibt es bereits.

Andreas Michael, wissenschaftlicher Mitarbeiter für Industrie und Gesundheit 4.0 im ISyM, erklärt das Exponat: „Der Dummy ist eine feste Größe aus Metall und Gewichten, der den Menschen im Rollstuhl ersetzt, und mit Sensorik und Aktorik ausgestattet ist. Dadurch können wir das Fahrverhalten des elektrischen Rollstuhls bei Bodenwellen messen und feststellen, welche Kräfte auf den Menschen einwirken würden.“ Ziel sei es, den Fahrkomfort und das Wohlbefinden für den Menschen zu verbessern. Entstanden ist der Dummy im Forschungsprojekt „Low-Cost Mechatronic Systems“, (LoCoMS), an dem Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Rolf Naumann und Prof. Dr.-Ing. Joachim Waßmuth vom ISyM beteiligt waren.

Auf der FMB - Zulieferermesse Maschinenbau zeigten die Besucher Interesse an dem Dummy, der Menschen im Rollstuhl helfen kann. In einer Nische der großen Halle, in der sich Exponate und Stände aneinanderreihten, präsentierte sich das ISyM, das auch ein beliebtes Ziel von Führungen war, die auf der Messe angeboten wurden.