FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
11.09.2020

„Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht“

Die Stiftungsprofessur am Campus Gütersloh von Stadt und Kreis Gütersloh sowie der Kreissparkasse Wiedenbrück wird fortgeführt. Stadt und Kreis stocken Förderung auf.

Vier Männer und eine Frau stehen auf einer Rasenfläche, im Hintergrund sieht man eine Gebäudefront mit dem Schriftzug Rathaus

Gütersloh (fhb). 2010 hatten sich die Stadt Gütersloh, der Kreis Gütersloh und die Stiftung der Kreissparkasse Rheda-Wiedenbrück erstmalig zusammengetan, um eine Stiftungsprofessur für den Campus Gütersloh der Fachhochschule (FH) Bielefeld zu finanzieren. Nun haben die Partner ihre Zusammenarbeit für weitere fünf Jahre beschlossen. Am 10. September 2020 wurde die Vereinbarung über die Weiterführung im Gütersloher Rathaus unterzeichnet.

Die Professur ist seit 2015 von Prof. Dr. Pascal Reusch besetzt, der Industriebetriebslehre und Produktionswirtschaft am Campus Gütersloh lehrt. Für die Weiterführung stocken Stadt und Kreis Gütersloh ihre Finanzierung um jeweils 25.000 Euro auf: Der Beitrag der Stadt Gütersloh liegt nun bei 75.000 Euro jährlich, der Kreis steuert 50.000 Euro bei. Die Kreissparkassen-Stiftung finanziert die Stelle mit 25.000 Euro im Jahr. Abgewickelt wird die Finanzierung von Stadt und Kreis über die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, der pro Wirtschaft GT GmbH.

„Mit der Verlängerung der Stiftungsprofessur werden Lehre und Forschung am Campus Gütersloh weiter gestärkt. Wir freuen uns über das Vertrauen und die Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Campus“, sagt FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk. „Der Campus in Gütersloh ist eine Erfolgsgeschichte, weil Stadt, Kreis, Unternehmen und die FH Bielefeld an einem Strang ziehen und die Chancen, die sich für die weitere Entwicklung bieten, sind großartig.“ Für Bürgermeister Henning Schulz ist die Stiftungsprofessur eine sinnvolle Investition: „Das Thema Studieren in Gütersloh wächst immer weiter – das setzt sehr positive Impulse für unsere Stadt und ihre Entwicklung.  Gütersloh profitiert von Lehre, Forschung und den erfolgreichen Kooperationen mit regionalen Unternehmen am Campus Gütersloh. Daher unterstützen wir Fortführung der Stiftungsprofessur weiterhin gern.“

„Die Stiftungsprofessur ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht“, betont Landrat Sven-Georg Adenauer. Ihm sei gerade angesichts der aktuellen Corona-Situation daran gelegen, ein positives Zeichen zu setzen, ein positives Signal Richtung Zukunft zu setzen. „Wir brauchen im Kreis Gütersloh mehr höherwertige Arbeitsplätze, die Stiftungsprofessur ist ein Schlüssel dafür.“ Auch der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Wiedenbrück, Werner Twent, sieht einen Mehrwert für alle Beteiligten: „Die Ausbildung junger Menschen ist für die Kreissparkasse Wiedenbrück von besonderer Bedeutung. Und das nicht nur, um Menschen zu fördern, sondern auch, um die heimische Region und hier insbesondere die mittelständischen Unternehmen zu stärken.“ Wirtschaftsförderer Albrecht Pförtner von der pro Wirtschaft GT ergänzt: "Der Fachhochschulstandort Gütersloh ist für uns unverzichtbar. Er leistet einen hervorragenden Mehrwert für unsere mittelständische Wirtschaft.“

Insgesamt 427 Studierende sind derzeit am Campus Gütersloh in den Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaft, Digitale Logistik, Digitale Technologien, Mechatronik/Automatisierung, Product-Service Engineering, Wirtschaftsingenieurwesen sowie in den Masterstudiengängen Angewandte Automatisierung, Data Science, Digitale Technologien und Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben. Ein Erfolgsmodell der FH Bielefeld am Campus Gütersloh ist das praxisintegrierte Studium, bei dem die Studierenden während ihres gesamten Studiums in einem Unternehmen beschäftigt sind und im Wechsel Praxisphasen über elf Wochen im Unternehmen und Theoriephasen an der FH Bielefeld über zwölf Wochen verbringen. Alle Bachelorstudiengänge am Campus Gütersloh sind praxisintegriert. Der Campus kooperiert dabei derzeit mit über 150 Unternehmen.

(she)