FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
22.09.2022

Dem Wandel aktiv begegnen: FH Bielefeld feiert Jahresempfang unter dem Leitmotiv „Constant Change“

Mehrere Bildschirme zeigen die Bühne im Audimax
Die Veranstaltung wurde digital ins Internet übertragen und lockte so zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an, die nicht persönlich vor Ort erscheinen konnten. © P. Pollmeier/FH Bielefeld
Zwei Musiker mit Saxophon und E-Gitarre und eine Sängerin stehen auf der Bühne
Musikalisch begleitet wurde der Jahresempfang vom Jazzid Trio der Hochschule für Musik Detmold. © P. Pollmeier/FH Bielefeld
Tim Berendonk auf der Bühne
Durch das Programm der hybriden Veranstaltung führte Tim Berendonk. Der aus dem Fernsehen bekannte Moderator moderiert seit April 2020 unter anderem im WDR-Studio Bielefeld die Sendung „Lokalzeit OWL“. © P. Pollmeier/FH Bielefeld
Michael Stricker auf der Bühne
Prof. Dr. Michael Stricker verlieh den Engagement-Preis, der von der Fördergesellschaft FH Bielefeld e.V. gestiftet wird. © P. Pollmeier/FH Bielefeld
Mehrere Menschen stehen vor dem Eingang des Konferenzbereichs der FH Bielefeld
Mehr als 300 nationale und internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie zahlreiche Hochschulmitglieder waren der Einladung des FH-Präsidiums gefolgt. © P. Pollmeier/FH Bielefeld
Menschen stehen vor Bildern von Mooren auf Grasflächen
Ausstellung im Foyer: Die studentschen Arbeiten des Moduls "Grundlagen Entwerfen" unter der Leitung von Prof. Bettina Georg weisen auf den Raubbau der Moore hin. © P. Pollmeier/FH Bielefeld

Der hybride Jahresempfang der FH Bielefeld lockte insgesamt mehr als 300 nationale und internationale Gäste vor Ort und digital via Livestream in die FH. Unter dem Leitmotiv „Constant Change“ bot die Veranstaltung einen Rückblick auf das akademische Jahr und warf einen Blick in die Zukunft – auf die neuen Aufgaben, die sich durch den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wandel für die Hochschule ergeben.

Bielefeld (fhb). Ein gut gefülltes Audimax, erwartungsvolle Gesichter vor den Bildschirmen: Erstmals seit Beginn der Pandemie feierte die Fachhochschule (FH) Bielefeld am Donnerstag, 22. September, ihren Jahresempfang wieder vornehmlich in Präsenz. Zusätzlich wurde das Event digital ins Internet übertragen und lockte so zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an, die nicht persönlich vor Ort erscheinen konnten. Mehr als 300 nationale und internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie zahlreiche Hochschulmitglieder waren der Einladung des Präsidiums gefolgt und erhielten in einem abwechslungsreichen Programm einen Rückblick auf die Höhepunkte des akademischen Jahres 2021 und zugleich einen Blick in die Zukunft der FH.

Eine Zukunft, die geprägt sein wird durch den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wandel, der sich mit erhöhter Geschwindigkeit und auf immer mehr Feldern vollzieht. Neue Fragen und Aufgaben werden daraus entstehen, zu denen sich die Hochschule verhalten will und muss. Um diese Gesamtsituation kritisch zu reflektieren, stand der Jahresempfang in diesem Jahr unter dem Leitmotiv „Constant Change“.

Dem Wandel aktiv begegnen

Die Stärkung der Zusammenarbeit in OWL, das Streben nach weiterhin stabilen Studierendenzahlen sowie die Bewahrung neuer flexibler Lehr-, Lern- und Arbeitsformate, die alle Hochschulangehörigen während der Corona-Pandemie erfolgreich entwickelt haben – das waren nur einige der Schlaglichter, auf die FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk in ihrer Festrede abhob. „Wir befinden uns inmitten eines gewaltigen Transformationsprozesses in einer Zeit, die geprägt ist von einer extremen Veränderungsdynamik“, so die Präsidentin. „Die Pandemie, der völkerrechtswidrige Einmarsch Russlands in die Ukraine, die so forcierte Energiekrise und die immer stärker zutage tretenden Folgen des Klimawandels machen es erforderlich, Krisenmanagement und Strategieentwicklung parallel zu betreiben. Wir als Hochschule nehmen diese Herausforderungen heute schon an, denn sie werden auch für die kommenden Jahre bestimmend sein.“

Die Hochschule der Zukunft

Personen sitzen im Audimax der FH Bielefeld und schauen auf die Bühne
Mehr als 300 nationale und internationale Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik sowie zahlreiche Hochschulmitglieder waren der Einladung des Präsidiums in das Audimax der FH Bielefeld gefolgt.

Den Blick nach vorne richtete auch Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsführung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V., in ihrem Impulsvortrag. Frank beleuchtete, wie Hochschulen mit der erhöhten Geschwindigkeit des Wandels umgehen können, wechselte dabei die Perspektive und rückte die Studierenden in den Mittelpunkt: Anhand der Studie „AHEAD – Internationales Horizon-Scanning: Trendanalyse zu einer Hochschullandschaft in 2030“ machte Frank deutlich, welche Anforderungen an die Studierenden sowie an die Hochschulabsolventinnen und -absolventen in der Zukunft gestellt werden könnten und welche Chancen und Veränderungsbedarfe sich daraus für Hochschulen ableiten lassen.

 „äh … ja … so … ok … ne“: Typopoetische Jahresgabe

Die Vorstellung der diesjährigen FH-Jahresgabe mit dem Titel „äh … ja … so … ok … ne“ zeigte, dass sich das Thema „Constant Change“ auch auf ungewöhnliche Art und Weise erlebbar machen lässt. So konzipierte und gestaltete Dirk Fütterer, Dekan des Fachbereichs Gestaltung, unter der Verwendung von Füllwörtern und Auslassungszeichen eine „typopoetische“ Karte. Die Karte zeigt auf der ersten Ebene den Titel der Arbeit, der inhaltlich wie eine Kurzform des in kleinerer Schriftgröße gesetzten Fließtexts erscheint. Dieser Text kann hintereinander weggelesen und dabei laut vorgetragen werden. Dirk Fütterer: „Das Motiv kann sinnbildlich für eine Epoche des ‚Constant Change‘ und eine Zeit unzähliger disruptiver Veränderungen gesehen und gelesen werden. So kann man Füllwörter und Auslassungen auch als Ausdruck von Anspannung und Konzentration oder als Zeichen der Sprachlosigkeit verstehen – wir ringen um Worte, können jedoch jetzt gerade und in diesem Moment (noch) nichts wirklich ,Gescheites‘ von uns geben. Möchten aber auch nicht schweigen und strengen uns an, unsere Sprache wiederzufinden.“ Eine vorübergehende Sprachlosigkeit angesichts der vielen Krisen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sei, so Prof. Fütterer, mehr als verständlich.

Ein Jahresbericht zum Knicken

Neben der Jahresgabe bot der Jahresempfang auch die angemessene Bühne für ein weiteres Printobjekt, frisch aus der Druckerpresse: Der mehr als 150 Seiten umfassende FH-Jahresbericht im Magazinformat beweist, dass sich auch ein analoges Magazin im ständigen Wandel befinden kann – sowohl inhaltlich als auch formal. So wurden Beiträge aus Lehre und Forschung aller Fachbereiche zusammengetragen, die sich in besonderer Weise und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven dem Thema „Constant Change“ gewidmet haben. Die FH-Präsidentin betont: „Uns hat interessiert, ob wir eine erhöhte Geschwindigkeit des Wandels feststellen können, wo disruptive Veränderungen oder Brüche eingetreten sind – oder anstehen – und welche Funktion bei alledem die fortschreitende Digitalisierung übernommen hat.“

Ein Finger zeigt auf das Cover des Jahresberichts
Neben der Jahresgabe bot der Jahresempfang auch die angemessene Bühne für ein weiteres Printobjekt, frisch aus der Druckerpresse: Der mehr als 150 Seiten umfassende FH-Jahresbericht 2021.

Das Motiv des Bruchs und der disruptiven Veränderungen wurde auch in der Gestaltung aufgegriffen: Zentrales Element des Layouts ist die Möglichkeit, Seiten entlang vorgeschlagener Linien zu knicken. So entstehen neue inhaltliche Zusammenhänge und bildliche Arrangements. Unter dem Strich handelt der Jahresbericht von Ordnung und Neuordnung der Dinge, von Chaos, Brüchen und Überlagerungen, von Innovationen und Zukunftskonzepten oder schlicht vom Hinterfragen.

Engagement-Preis für Jannis Schröder

Traditionell wurde beim Jahresempfang auch der Engagement-Preis der FH Bielefeld vergeben. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird von der Fördergesellschaft FH Bielefeld e.V. gestiftet. Dieses Jahr konnte Jannis Schröder die Jury mit seinem vielseitigen Engagement überzeugen. Der Student der Betriebswirtschaftslehre ist unter anderem Co-Vorstandsmitglied des Bielefelder Investmentvereins e.V. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die junge Aktionärskultur in Bielefeld und Umgebung fachbereichsübergreifend zu fördern, sodass nicht nur

Studierende mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund angesprochen werden, sondern alle Studierenden von finanzieller Bildung profitieren können. Neben seiner Position als Co-Vorstandsmitglied stellt der 21-Jährige zurzeit ein „Vertical Farming“-Projekt auf die Beine, mit dem er das Konzept der vertikalen Landwirtschaft in Bielefeld etablieren möchte.

Fernseh-Moderator Tim Berendonk führte durch das Programm

Andrea Frank steht auf der Bühne hinter dem Redepult
Den Blick nach vorne richtete auch Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin und Mitglied der Geschäftsführung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V., in ihrem Impulsvortrag.

Durch das Programm der hybriden Veranstaltung führte Tim Berendonk. Der aus dem Fernsehen bekannte Moderator moderiert seit April 2020 unter anderem im WDR-Studio Bielefeld die Sendung „Lokalzeit OWL“. Was Berendonk und die Menschen auf der Bühne sagten, übersetzten Dolmetscherinnen für die internationalen Gäste im Livestream simultan ins Englische. Musikalisch begleitet wurde der Jahresempfang vom Jazzid Trio der Hochschule für Musik Detmold. Das Trio setzte mit seiner Kombination aus Gitarre, Saxophon und Gesang und einer eigenen Interpretation von David Bowies „Changes“ einen musikalischen Akzent, der zum Leitmotiv des Jahresempfangs passte. (abo)

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