FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
16.09.2022

Fünf Mode-Absolventinnen der FH Bielefeld präsentieren ihre Kollektionen auf der Neo.Fashion

Vom 6. bis 8. September fand die sechste Auflage der Neo.Fashion statt. Über 80 Graduierte von zehn Hochschulen präsentierten sich bei der hybriden Veranstaltung. Mit dabei: fünf Mode-Absolventinnen der FH Bielefeld.

Bielefeld (fhb). Mit insgesamt 14 verschiedenen Modenschauen bereicherten die Absolventinnen und Absolventen aus ganz Deutschland die Berlin Fashion Week vom 6. bis 8. September im Rahmen der Neo.Fashion. Rund 80 Graduierte von zehn Hochschulen präsentierten ihre Kollektionen wie auch im letzten Jahr hybrid. Mit dabei: fünf Mode-Absolventinnen der Fachhochschule (FH) Bielefeld. In Kooperation mit dem Modedesign Department der HAW Hamburg nahm die FH Bielefeld bei der „Collective Graduate Show“ teil. Sandra Eden vertrat außerdem die FH Bielefeld auf der „Best Graduates‘ Show“, für die jede Schule ihre beste Abschlussarbeit nominierte.

„Die Neo.Fashion gehört zu den wichtigsten deutschen Präsentationsformaten für innovatives Nachwuchs-Modedesign“, so Prof. Meiken Rau. Sie betreut seit 2019 die Graduierten der FH Bielefeld im Rahmen der Neo.Fashion und lehrt am Fachbereich Gestaltung Modellgestaltung und Modedesign. „Umso glücklicher sind wir, dass wir auch dieses Jahr wieder an der Neo.Fashion teilnehmen konnten. Dadurch wird nicht nur unsere Studienrichtung Mode des Fachbereichs Gestaltung in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer, sondern unsere Absolventinnen und -absolventen bekommen wortwörtlich eine zusätzliche Bühne für ihre herausragenden Arbeiten.“ Von der FH Bielefeld nahmen die Absolventinnen Sandra Eden, Ronja Hempel, Jutta Meisen, Marie Prochatzki und Elena Richter teil.

Sandra Eden: „chance/s“

Kollektion von Sandra Eden
Sandra Eden vertrat die FH Bielefeld auf der „Best Graduates‘ Show“.

Mit dem Titel „chance/s“ spielt Sandra Eden auf die Zufälle des Lebens an, die jede und jeden von uns im alltäglichen Leben betreffen. Egal, ob als Glück, Pech oder Schicksal bezeichnet, herrscht Zufall immer dann, wenn durch einwirkende Kräfte unvorhersehbare Ereignisse entstehen. Besonders spannend war es für sie, auf welche unterschiedlichen Arten Zufall ein Teil von künstlerischer Gestaltung werden kann. Durch Zufall „chance“ entstehen so neue Möglichkeiten „chances“.

Ronja Hempel: „Hide and Seek“

Kollektion von Ronja Hempel
Ronja Hempel hat sich in ihrer Kollektion mit Geheimnissen und dem Versteckspiel auseinandergesetzt.

„Jeder Mensch trägt ein Geheimnis in sich.“ Das ist das Statement von Ronja Hempel, das sie als Ausgangspunkt für ihre Kollektion „Hide and Seek“ genommen hat. In ihrer Kollektion hat sie sich thematisch mit Geheimnissen und dem Versteckspiel auseinandergesetzt. So ermöglicht ihr Designkonzept, das vorher nicht Sichtbare und eine nur zu vermutende Silhouette augenscheinlich werden zu lassen. Durch ihre Kollektion wird deutlich: Ein Kleidungsstück kann schützen, etwas verstecken, aber auch die Neugier auf etwas Geheimnisvolles wecken.

Jutta Meisen: „Homo reconnectus“

Klimawandel, Verschmutzung der Weltmeere, Ressourcenknappheit – das Verhalten des Menschen hat klare Konsequenzen für unseren Planeten. Mit ihrem Titel „Homo reconnectus“ spielt Jutta Meisen dagegen auf eine neue Art Mensch an, die im Einklang mit dem Planeten lebt. Teile der Kollektion wurden in Zusammenarbeit mit der Designerin Faraaz Sedaghati unter dem gemeinsamen Start-Up Modelabel „nou.niss Reanimated Fashion“ entwickelt. Mit ihrem Label vertreten die beiden Designerinnen die Slow Fashion Philosophie und möchten zwischen den Menschen und ihrer Kleidung wieder eine emotionale Verbindung herstellen. Nach dem Zero Waste Prinzip arbeiten sie für die Kollektion mit Recyclingbetrieben zusammen, von denen sie aussortierte Kleidungsstücke erhalten. Aus diesen wird dann im Patchwork-Verfahren und aufwändiger Handstickerei neue Designerkleidung hergestellt.

Elena Richter: „from edge to edges“

Kollektion Elena Richter
Richters multifunktionale Kollektion lässt sich durch Dreh- und Faltbewegung umwandeln.

In ihrer Kollektion „from edge to edges“ geht Elena Richter dem Prozess der Individualisierung und Wandelbarkeit von Mode nach. Über die Auseinandersetzung mit dem „Haberdasher‘s Problem“, bei dem ein gleichschenkliges Dreieck in vier bestimmte Formen zerteilt wird und in ein Quadrat umgewandelt werden kann, entwickelte sie in ihrer Kollektion multifunktionale Entwürfe, bei denen sich Elemente der Kleidungsstücke durch eine Dreh- und Faltbewegung umwandeln lassen. Mithilfe einer 3D gedruckten Schraube kann die Ausgangsform der Details eigenständig individualisiert und variiert werden, um den Bedürfnissen des oder der Trägerin nachzukommen.

Marie Prochatzki: „W.R.V. tincto“

Kollektion Marie Prochatzki
Proachtzki färbte für ihre Kollektion Textilien mit Pflanzen und recycelte Militärschlafsäcke und Zelte.

Aus einem ähnlichen Gedanken wie Meisens „Homo reconnectus“ ist auch Marie Prochatzkis Kollektion „W.R.V. tincto“ erwachsen. Im Angesicht des Klimawandels, der Zerstörung von Lebensräumen und der Ausbeutung von Ressourcen protestieren Indigene zum Schutz ihres und unseres Lebens. Die entschlossene Gemeinschaft der Indigenen, für Umweltgerechtigkeit einzutreten, faszinierte und inspirierte sie zum Ansatz ihrer Kollektion: Textilien mit Pflanzen färben, Militärschlafsäcke und Zelte upcyceln und so auch ihrer eigenen Verantwortung nachkommen. (nhe)

Für weiteres Bildmaterial können Sie sich gerne an presse@fh-bielefeld.de wenden.