FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
27.01.2020

Haute Couture in Bielefeld

Studierende des Fachbereichs Gestaltung der FH Bielefeld präsentieren bei der Modenschau ihre ausgefallenen Abschluss- und Semesterarbeiten.

Eine große Videoleinwand, auf der Modenschau 2020 steht.

Bielefeld (fhb). Identität, Gender, Nachhaltigkeit, Handwerk und Herkunft – das sind nur ein paar der Themen, mit denen sich die Modestudierenden des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule (FH) Bielefeld in ihren Kollektionen auseinandersetzten. Sie präsentierten die rund 120 Outfits in vier Modenschauen am Freitag, 24. Januar, und Samstag, 25. Januar in der WissensWerkStadt. 1.200 Besucherinnen und Besucher überzeugten sich bei den ausverkauften Schauen von den Semester- und Abschlussarbeiten der Studierenden.

 

 

Schriftzug BildergalerieErstmalig beteiligten sich auch Studierende der neuen Studienrichtung „Digital, Media and Experiment“ an der Umsetzung der Modenschau. Ihre Expertise setzten sie bereits bei den Plakaten zu der Modenschau ein. Eine App erweitert die analogen Plakate und bietet kurze Video-Teaser zu den Kollektionen. Während den Schauen waren die Studierenden zudem für das Bühnenbild verantwortlich. Hier inszenierten sie auf den großen Videoleinwänden jede Kollektion individuell mithilfe experimenteller Animationen. Und auch die Besucherinnen und Besucher konnten durch eine interaktive Fotobox Teil der Animationen werden.

Im Anschluss an die zweite Schau am Samstag verlieh eine internationale Jury den elften Bielefelder Modepreis für die besten Kollektionen. Die Auszeichnung für die beste Masterkollektion erhielt Romana Haake für ihre Kollektion „Coding Paradise“. In ihr beschäftigte sie sich mit der Frage: „Was wäre, wenn wir durch Mode reisen könnten?“ und ließ sich von der Subkultur der Hacker inspirieren. Daraus entstand eine transformative Kollektion, bei der sich die Kleidungsstücke auf dem Laufsteg in Outfits für einen Urlaub auf Hawaii verwandelten.

Den Preis für die beste Bachelorkollektion teilen sich in diesem Jahr Erato Fotopoulos und Lisa Salomon. In ihrer Kollektion „[fi:]“ setzt sich Fotopoulos mit der Fluidität als philosophischen Begriff auseinander. Ausgangspunkt für sie ist, dass Menschen im Wandel verstanden werden müssen und deshalb auch die Kleidung wandelbar sein muss.Salomon setzt in ihrer Kollektion „DAILYFUNCTIONALFASHION“ auf Anpassung und entwickelte Funktionskleidung, die auf die alltäglichen Herausforderungen zugeschnitten ist.

Mit der „Goldenen Schere“ wurde zudem die Projektarbeit von Ronja Hempel aus dem Kurs „Future Classics“ ausgezeichnet, in dem sie einen Mantel entwarf. Der Kurs unter der Leitung von Prof. Meiken Rau, beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Modellgestaltung, die die Entwicklung neuer Ideen im Modedesign unterstützen können. Die Jury hob ebenfalls die Projektarbeit von Fabia Meyer aus dem Kurs „Studio Lampingstraße“ und die Masterkollektion „.O*“ von Andreas Stang hervor. (bes)