FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
07.02.2019

Kooperative Forschungsprojekte gestalten den Energiewandel

„Institut für Technische Energie-Systeme“ der FH Bielefeld gegründet / Förderungen von mehr als vier Millionen Euro eingeworben

Fünf Personen stehen neben einem Roll-up und blicken in die Kamera.

Bielefeld (fhb). Die richtige LED-Beleuchtung für den Kuhstall, umweltfreundliche Ladung von Elektrofahrzeugen mit erneuerbaren Energien oder eine textile Grundlage für vertikale Landwirtschaft – die Forschungsprojekte des neu gegründeten Instituts der Fachhochschule (FH) Bielefeld haben eins gemeinsam: Sie gestalten aktiv zukunftsorientierte und intelligente Energie- und Kommunikationskonzepte und sind damit eine Antwort auf Herausforderungen wie etwa die Energiewende und steigende Bevölkerungszahlen. Das „Institut für Technische Energie-Systeme“ (ITES) geht aus einem Forschungsschwerpunkt des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) hervor, der 2014 an der FH Bielefeld entstanden ist. Nun wurde die Gründung des ITES offiziell in einer Feierstunde mit Institutsmitgliedern und Kooperationspartnerinnen und -partnern begangen. ITES ist das fünfte Forschungsinstitut der FH Bielefeld.

„Die Forschungsvorhaben des ITES haben einen ganz klaren Fokus. Als Professorinnen und Professoren an einer Fachhochschule sind wir im besonderen Maße der Lehre verpflichtet. Somit steht auch die Forschung am ITES ganz im Zeichen der Aufwertung der Lehre durch aktuelle Forschungsvorhaben“, betont Professorin Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Professor Dr.-Ing. Jens Haubrock leitet sie das neu gegründete Institut. Haubrock: „Um unsere Forschungsprojekte am ITES zu präsentieren und zu diskutieren, wollen wir künftig jährlich einen Energiewende-Kongress an der FH Bielefeld veranstalten. Dieser bietet die ideale Plattform, damit auch unsere Studierenden diese Art des wissenschaftlichen Arbeitens kennenlernen.“

Von Elektrotechnik, Informatik, Physik, Mechatronik bis hin zu Marketing: Als interdisziplinäres Team werden die Mitglieder des ITES in Zukunft gemeinsam Projektanträge verfassen und Forschungsprojekte durchführen. Wie bereits bei den vergangenen und laufenden Projekten ist stets der Praxisbezug im Vordergrund. Kooperationen mit Partnerinnen wie der Bielefelder Bäckerei Lechtermann-Pollmeier, den Stadtwerken Bielefeld oder auch den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bringen damit nicht nur wissenschaftliche Forschung in die Praxis, sondern betonen auch die lokale Bedeutung, die ein Forschungsinstitut für eine Stadt einnehmen kann.

Zu den laufenden Projekten des Instituts zählt die Entwicklung von intelligenten LED-Leuchten, die in der landwirtschaftlichen Milchviehhaltung eingesetzt werden. Durch das Projekt von Professorin Schwenzfeier-Hellkamp soll sowohl Energie eingespart als auch das Tierwohl gesteigert werden. Ein weiteres Forschungsprojekt von Professorin Dr. Dr. Andrea Ehrmann befasst sich mit Innovationen für die vertikale Landwirtschaft. Mit der Konzeption unterschiedlichster textiler Substrate auf Basis von Gestricken und Nanovliesen sollen zukünftig auf kleinstem Raum Nutzpflanzen wachsen können. Insgesamt wurden für die vergangenen Projekte Gelder in Höhe von 2 Millionen Euro eingeworben. Das Förderungsvolumen der laufenden Forschungsvorhaben des ITES beläuft sich derzeit auf 2,3 Millionen Euro.

Bei den Feierlichkeiten zur Gründung des ITES stellten in Kurzvorträgen im Stil von Science Slams die Institutsmitglieder Professorin Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, Professor Dr.-Ing. Jens Haubrock, Professorin Dr. Dr. Andrea Ehrmann, Professor Dr.-Ing. Herbert Funke, Professorin Dr. Hildegard Manz-Schumacher sowie Professor Dr. Jörn Loviscach ihre Forschungsgebiete vor. Für die Festrede konnte zudem eine Absolventin der FH und langjährige Abgeordnete des Landtags in NRW gewonnen werden: Wibke Brems studierte an der FH Bielefeld Elektrotechnik mit der Studienrichtung Regenerative Energien und ist bei der Partei „Bündnis 90/Grünen“ Sprecherin für Klimaschutz, Energie, Bergbausicherheit und Anti-Atom-Politik.