FH Bielefeld
University of
Applied Sciences
15.11.2017

Pflegewissenschaftler und Mathematiker optimieren Personalplanung in der Krankenhauspflege

Landtagsabgeordnete informieren sich über interdisziplinäres Pflege-Forschungsprojekt.

Wie kann man die Personalplanung in der Krankenhauspflege optimieren? Über diese Frage informierten sich die Landtagsabgeordneten Christina Weng aus Minden und Angela Lück aus Herford bei einem Besuch an der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Beide sind gelernte Krankenschwestern und waren lange in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) in der Pflege tätig. Sie sind Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen.   Prof. Dr. Friedrich  Biegler-König, Vizepräsident für Planung und Infrastruktur der Fachhochschule, begrüßte die Abgeordneten und hob die Wichtigkeit der Gesundheitsregion OWL hervor. Prof. Dr. Lothar Budde, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik, betonte die Kompetenz der FH Bielefeld, die durch ihre interdisziplinare Zusammenarbeit insbesondere zwischen Gesundheit und Technik gut aufgestellt ist.

Christina Weng und Angela Lück waren angereist, um sich näher über das interdisziplinäre Projekt „FiliP – Flexible und intelligente Pflegepersonalplanung“ zu informieren, das in Kooperation der Fachbereiche Ingenieurwissenschaften und Mathematik sowie Wirtschaft und Gesundheit durchgeführt wird.

„Ziel des Projekts  ist, die Pflegepersonalplanung in Krankenhäusern zu optimieren und dabei die Patientenbedarfe und die Mitarbeiterbedürfnisse bestmöglich zu berücksichtigen“, erklärte Projektleiterin Prof. Dr. Annette Nauerth. Dafür wird ein Softwaretool entwickelt, mit dem die Leitungsebene verschiedene Optionen der Personalplanung simulieren kann, bei der sowohl die Auswirkungen auf die Patientenversorgung als auch  die  Mitarbeiterbedürfnisse berücksichtigt werden. Das Projekt wird von Prof. Dr. Annette Nauerth, Krankenschwester und Ärztin, und den beiden Mathematik-Professoren Dr. Hermann-Josef Kruse und Dr. Bernhard Bachmann geleitet. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Förderlinie SILQUA-FH 2015.

Als Praxispartner sind in Bielefeld das Franziskushospital, in Gütersloh das Städtische Klinikum und in Paderborn das St. Johannisstift involviert.

Alle Beteiligten erlebten den Austausch als sehr fruchtbar und vereinbarten, in Kontakt zu bleiben. Die Ergebnisse des Projektes sollen Mitte 2018 vorliegen.